Bachelorarbeit, 2025
75 Seiten, Note: 2,15
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Smartphonenutzung auf Jugendliche, insbesondere im Hinblick auf das FoMO-Phänomen. Das primäre Ziel ist es, mögliche Antworten der Sozialen Arbeit auf die durch die Smartphonenutzung und das FoMO-Phänomen entstehenden Gefahren medienpädagogisch zu beleuchten.
3. DAS FOMO-PHÄNOMEN
Bereits 2008 berichten Walsh et al. über Auffälligkeiten in der Smartphonenutzung und dass viele Menschen ständig ihr Smartphone auf verpasste Anrufe und Nachrichten überprüfen und das Handy dauernd mit sich tragen (Walsh et al. 2008, 85). Dies sind erste Hinweise auf das Phänomen, das als FoMO bekannt geworden ist. FoMO ist die Abkürzung für „Fear of Missing Out" und bezeichnet einen unscharf definierten psychischen Zustand. FoMO entsteht aus der anhaltenden Sorge oder Angst, bedeutende Ereignisse zu verpassen, die von Freunden oder Bekannten an anderen Orten stattfinden, und dadurch ausgeschlossen sein zu können. FOMO ist bislang keine offiziell anerkannte psychische Erkrankung, sondern bezeichnet vielmehr eine psychische Auffälligkeit. Ihre Ausprägungen reichen von einem unproblematischen Verhalten bis hin zu einer suchtähnlichen Abhängigkeit. Das Gefühl, dass das FoMO-Phänomen auslöst, ist nicht neu, tritt jedoch durch moderne Kommunikationstechnologien und soziale Netzwerke verstärkt in Erscheinung. Dieser psychische Zustand ist nicht genauer definiert. Er ist aber tief in der menschlichen sozialen Natur verwurzelt. Eine einheitliche Definition existiert bislang nicht (Nonnenmacher 2021). Orientiert an der Angstforschung handelt es sich beim FoMO-Phänomen um die sogenannte Zustandsangst, bei der sich das direkte Gefühl der Angst über eine bestimmte Zeit empfunden wird (Spielberger et al. 1983; zit. n. Sydeman 2020, 5209).
In vielerlei Hinsicht ist die Arbeit von Przybylski et al. (2013) für das Thema FoMO fundamental. Sie ist die erste Studie zur Untersuchung des FoMO-Phänomens. Dort heißt es, dass es über Social Media einfacher geworden ist, sich über Aktivitäten zu informieren, an denen man teilnehmen kann. Die Aktivitäten können sowohl online als auch offline stattfinden. Die große Zahl an Interaktionsmöglichkeiten birgt jedoch eine bestimmte Gefahr. Nutzer*innen werden überbeansprucht, weil sie praktisch über weniger Zeit verfügen, als erforderlich wäre. Nur aus dieser Doppelnatur der Social Media kann das FoMO entstehen. FoMO ist die allgegenwärtige Angst, dass andere lohnendere Erfahrungen machen als man selbst. Um diese nicht zu versäumen, entsteht bei den User*innen ein starker Drang, ständig online zu sein. Dazu wurden bei Przybylski et al. drei Studien durchgeführt. Zuerst wurde die Fear of Missing Out-Skala (kurz: FoMOs¹⁷) entwickelt. Dazu wurde das FoMO als Konstrukt näher operationalisiert. In diesem Kontext wurden demographische sowie motivationale Faktoren ermittelt, die Einfluss auf das Wohlbefinden haben (Przybylski et al. 2013, 1841). Przybylski et al. konnten eine Verbindung zwischen FoMO und der erhöhten Nutzung von Facebook erkennen (ebd., 1846). Strittig ist allerdings, inwieweit eine Kausalität zwischen FoMO und Social Media herrscht. Sicher ist eins, beide hängen miteinander zusammen. Über die genaue Ursachen-Wirkungs-Folge ist jedoch nichts Näheres bekannt (Pahl 2023, 30).
1. EINLEITUNG: Stellt die Aktualität der Smartphonenutzung und des FoMO-Phänomens bei Jugendlichen dar und formuliert die Forschungsfrage nach den Antworten der Sozialen Arbeit auf die damit verbundenen Gefahren.
2. THEORETISCHE UND EMPIRISCHE GRUNDLAGEN: Erläutert die Begriffe digitale Medien und Social Media, präsentiert aktuelle Nutzungsstatistiken und beleuchtet Nutzungsmotive sowie -verhalten von Jugendlichen im digitalen Raum.
3. DAS FOMO-PHÄNOMEN: Definiert das Fear of Missing Out (FoMO), beschreibt dessen Entstehung und psychologische Hintergründe und stellt die FoMO-Skala zur Messung des Phänomens vor.
4. CHANCEN UND GEFAHREN DER SMARTPHONENUTZUNG IM KONTEXT DES FOMO: Diskutiert sowohl positive Aspekte wie informelles Lernen und Identitätsentwicklung als auch Risiken wie Social Media-Sucht, psychische/physische Auswirkungen und Einsamkeit im Zusammenhang mit FoMO.
5. GRUNDLAGEN FÜR MEDIENPÄDAGOGISCHE SOZIALE ARBEIT: Legt die theoretischen Fundamente der medienpädagogischen Sozialen Arbeit dar und betont die Notwendigkeit der Vermittlung von Medienkompetenz an Jugendliche.
6. ANTWORTEN DER SOZIALEN ARBEIT: Präsentiert konkrete Handlungsempfehlungen und Strategien der Sozialen Arbeit, um Jugendlichen beim Umgang mit Smartphonenutzung und FoMO zu helfen, einschließlich Copingstrategien und präventiver Maßnahmen.
7. FAZIT: Fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen, betont die Relevanz weiterer Forschung und unterstreicht die Bedeutung offener Kommunikation und Selbstregulation im Umgang mit digitalen Medien.
Smartphonenutzung, Jugendliche, FoMO-Phänomen, Soziale Arbeit, Medienpädagogik, Digitale Medien, Social Media, Medienkompetenz, Psychisches Wohlbefinden, Einsamkeit, Identitätsentwicklung, Copingstrategien, Digital Detox, Nomophobie, Chancen und Gefahren
Diese Arbeit befasst sich grundsätzlich mit den Auswirkungen der Smartphonenutzung auf Jugendliche, insbesondere mit dem Phänomen des "Fear of Missing Out" (FoMO) und den möglichen Reaktionen der Sozialen Arbeit darauf.
Zentrale Themenfelder sind die Smartphonenutzung und digitale Medien bei Jugendlichen, das FoMO-Phänomen, seine psychologischen Hintergründe, die Chancen und Gefahren digitaler Medien sowie die medienpädagogischen Grundlagen und konkreten Antworten der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, welche Auswirkungen die Smartphonenutzung und das FoMO-Phänomen auf Jugendliche haben und inwieweit die Soziale Arbeit medienpädagogisch den Gefahren entgegenwirken kann.
Die Arbeit verfährt methodisch deduktiv und stützt sich auf eine literaturbasierte Analyse sowie empirische Daten.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen und empirischen Grundlagen der Smartphonenutzung, eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem FoMO-Phänomen, die Chancen und Gefahren der Smartphonenutzung im Kontext von FoMO sowie die Grundlagen und Antworten der medienpädagogischen Sozialen Arbeit.
Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind Smartphonenutzung, Jugendliche, FoMO-Phänomen, Soziale Arbeit, Medienpädagogik und Medienkompetenz.
FoMO (Fear of Missing Out) beschreibt die Angst, etwas zu verpassen, während JoMO (Joy of Missing Out) die bewusste Entscheidung bezeichnet, auf digitale Inhalte zu verzichten und die Freude am aktuellen Moment und realen Beziehungen zu finden.
Algorithmen von Social Media-Plattformen tragen dazu bei, dass Jugendliche länger online bleiben, indem sie ihnen individuell angepasste Feeds aufnötigen und durch positive Rückmeldungen ein Belohnungssystem im Gehirn aktivieren.
Medienkompetenz kann durch Aufklärungsarbeit über manipulative Gefahren, Filterung von Internetangeboten, Vermittlung kommunikativer Fähigkeiten, Förderung der Selbstregulation und offene Kommunikation mit Jugendlichen gefördert werden.
Die "3-6-9-12"-Regel empfiehlt, dass Kinder unter 3 Jahren keine Bildschirmmedien nutzen, eine eigene Spielkonsole frühestens ab dem 6. Geburtstag empfohlen wird, Kinder vor dem 9. Lebensjahr kein eigenes Handy besitzen und Kinder unter 12 Jahren das Internet nicht ohne Aufsicht nutzen sollten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

