Diplomarbeit, 2000
131 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Aufbau und Zielsetzung
3. Begriffserläuterungen
3.1. Alte Medien, neue Medien
4. Kindheit und Medien
4.1. Wandel der Kindheit
4.1.1. Wandel der Familie
4.2. Verschwinden der Kindheit
4.3. Wohnumwelt von Kindern und Verlagerung der Spielorte
4.4. "Terminkindheit" - Freizeitgestaltung von Kindern
5. Medienausstattung
5.1. Medienausstattung in Familien in Abhängigkeit zur sozialen Schicht
5.1.1. Medienbesitz von Kindern in Abhängigkeit zur sozialen Schicht der Eltern
5.2. KIM 90 und KIM 99
5.2.1. Medienausstattung in Familien (KIM 90/ KIM 99)
5.2.2. Ausstattung der Kinderzimmer mit Medien
6. Medienerziehung der Eltern
6.1. Einstellungen der Eltern zu bestimmten Tätigkeiten ihrer Kinder
6.2. Das Vorbildverhalten der Eltern im Umgang mit Medien
6.3. In welchen Situationen nutzen Kinder Medien?
7. Bücher, ein Medium des Kindes
7.1. Buchbesitz von Kindern
7.2. Leseentwicklung von Kindern und Motivation zum Lesen
7.3. Die Nutzung des Bilderbuches durch Kinder
7.4. Benutzung von Büchern durch Schulkinder
7.5. Präferierte Buchgenres
7.5.1. Nutzung von Comics und Zeitschriften
8. Bildschirmreize
8.1. Anziehungskraft des Bildschirms
8.2. Situationen, in denen Kinder fernsehen
8.3. Einfluß des Lebensumfeldes auf die Mediennutzung
8.3.1. Medienerfahrungen ersetzen Naturerfahrungen
8.3.2. Verkümmerte Erlebnisfähigkeit durch Überfürsorge
9. Fernsehnutzung von Kindern
9.1. Reichweiten und Nutzungsgewohnheiten
9.2. Entwicklung der durchschnittlichen Sehdauer in den letzten acht Jahren
9.2.1. Wenigseher, Vielseher, Exzessivseher
9.2.2. Vielseher, ein Problem der unteren Sozialschichten
9.3. Entwicklung der Verweildauer
9.4. Fernsehnutzung nach verschiedenen Wochentagen und Jahreszeiten
9.5. Vorbehalte der Eltern gegenüber kindlichem Fernsehkonsum
10. Wahrnehmung und Verständnis von Kindern beim Fernsehen
10.1. Säuglinge und Kleinkinder
10.2. Vorschulkinder (3 bis 5 Jahre)
10.3. Grundschulkinder (6 bis 9 Jahre)
10.4. Schulkinder (10 bis 13 Jahre)
10.5. Aufmerksamkeit beim Fernsehen
10.5.1. Phasen der Aufmerksamkeit und Filmerleben bei Kindern
10.5.2. Aufmerksamkeitsbeeinflussende Faktoren
10.6. Zusammenfassung über Wahrnehmung von Kindern beim Fernsehen
11. Programmpräferenzen in Abhängigkeit zum Entwicklungsstand
11.1. 3- bis 4jährige
11.2. 5- bis 7jährige
11.3. 8- bis 9jährige
11.4. 10jährige
11.5. Spannung und Action im Kinderprogramm
11.5.1. Möglichkeiten der Bewältigung
12. Zeichentrickfilme
12.1. Was Kinder an Zeichentrick mögen
12.2. Hauptthemen in Zeichentricksendungen
12.3. Zeichentrick als Gefahr für Kinder
13. Helden der Kinderwelt
13.1. Identifikation mit Helden
13.2. Geschlechterverhältnisse im Fernsehen
13.2.1. Weibliche Helden
13.3. Zusammenfassender Überblick über das Geschlechterverhälnis im Fernsehen
14. Auswirkungen des Fernsehens
14.1. Auswirkungen verschiedener Medien auf das Erinnerungsvermögen
14.2. Auswirkungen verschiedener Medien auf die Vorstellungskraft und Kreativität von Kindern
14.3. Schlußfolgerung
15. Sinnvoller Umgang mit Medien
15.1. Tips für den Umgang mit dem Fernseher
16. Abschließend
Die Arbeit untersucht den Wandel der Kindheit durch Medien und analysiert, wie sich der Medienbesitz und das Nutzungsverhalten von Kindern in Deutschland verändert haben, um daraus Empfehlungen für einen sinnvollen Umgang mit Medien abzuleiten.
12.1. Was Kinder an Zeichentrick mögen
Zeichentrickfilme bieten viel Bewegung, Abwechslung, bunte Bilder und wenig Dialoge. Sie weisen einfache Strukturen auf, was sie leicht nachvollziehbar macht. Wichtig ist vor allem die klare Rollenverteilung zwischen „Gut“ und „Böse“, die oftmals schon am äußeren Erscheinungsbild der Figuren festzumachen ist und es auch den jüngeren Rezipienten einfach macht, der Handlung zu folgen. Der Ausgang der Geschichte ist von vornherein klar: das Gute siegt, das Böse wird bestraft (das Böse kann in vielen Fällen jedoch nicht endgültig ausgeschaltet werden, damit es in der nächsten Folge zum erneuten Kampf kommen kann.) Ich denke, dieser Ablauf, der Kindern schon aus Märchen bekannt ist, ist wichtig, da er ihren Gerechtigkeitssinn unterstützt. Kleine Kinder wollen, daß das Gute gewinnt, jeder andere Ausgang würde sie verunsichern.
Kinder benutzen die Sendungen oft auch, um sich mit ihrer eigenen Lebenswelt auseinanderzusetzen. Die gleichen Macht-/Ohnmachts-Relationen, wie sie im kindlichen Alltag wichtig sind, werden in Zeichentrickfilmen thematisiert. So setzt sich z. B. bei „Tom und Jerry“ die kleine Maus erfolgreich gegen die viel größere Katze durch. Kinder vergleichen die dargestellten Szenen mit ihrem eigenen „Kampf“ gegen „Größere“ oder „Stärkere“, wie Eltern, Lehrer, Bruder, Schwester, usw. ...
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Mediatisierung der Kindheit und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern.
2. Aufbau und Zielsetzung: Dieser Abschnitt erläutert den strukturellen Aufbau der Diplomarbeit und definiert die wissenschaftlichen Zielsetzungen.
4. Kindheit und Medien: Es wird untersucht, wie sich der Begriff Kindheit und das familiäre Umfeld durch den technologischen und gesellschaftlichen Wandel verändert haben.
5. Medienausstattung: Dieses Kapitel analysiert die zunehmende Verbreitung von Medien in deutschen Haushalten und den Eigenbesitz von Kindern.
6. Medienerziehung der Eltern: Hier wird das elterliche Vorbildverhalten und deren Einflussnahme auf den Medienkonsum der Kinder thematisiert.
7. Bücher, ein Medium des Kindes: Das Kapitel vergleicht die Bedeutung von Printmedien mit elektronischen Medien und beleuchtet die Leseentwicklung.
8. Bildschirmreize: Es wird analysiert, warum das Medium Fernsehen eine so hohe Anziehungskraft auf Kinder ausübt und wie die Umgebung das Sehverhalten beeinflusst.
9. Fernsehnutzung von Kindern: Dieser Teil befasst sich mit statistischen Daten zur Reichweite und Sehdauer in verschiedenen Altersgruppen.
10. Wahrnehmung und Verständnis von Kindern beim Fernsehen: Die kognitiven Fähigkeiten von Kindern beim Verständnis von Filmen werden in Abhängigkeit vom Alter dargestellt.
11. Programmpräferenzen in Abhängigkeit zum Entwicklungsstand: Dieses Kapitel zeigt auf, welche Genres von Kindern in welchem Alter bevorzugt werden.
12. Zeichentrickfilme: Es werden die Beliebtheit von Zeichentrick, die Themenwahl und mögliche Gefahren für Kinder diskutiert.
13. Helden der Kinderwelt: Die Bedeutung von TV-Helden für die Identifikation und das Geschlechterverhältnis in Medieninhalten werden hier analysiert.
14. Auswirkungen des Fernsehens: Dieses Kapitel diskutiert die Einflüsse auf Gedächtnis, Vorstellungskraft und Kreativität.
15. Sinnvoller Umgang mit Medien: Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für Eltern und Pädagogen zur Medienerziehung.
Medienkindheit, Fernsehen, Kindheit, Medienkompetenz, Zeichentrick, Sozialisation, Medienausstattung, Leseverhalten, Vorbildverhalten, Familienleben, Bildschirmreize, Medienwirkung, Programmpräferenzen, Identifikation, Medienerziehung
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Medienbesitz und dem Nutzungsverhalten von Kindern im heutigen Informationszeitalter und hinterfragt die Auswirkungen dieser Medienpräsenz auf die kindliche Entwicklung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Medienausstattung in Familien, der Medienerziehung durch Eltern, der Leseentwicklung, dem Fernsehverhalten von Kindern und der Bedeutung von Medienhelden sowie deren Auswirkungen auf die kindliche Phantasie.
Ziel ist es zu untersuchen, wie Medien den Kinderalltag prägen, inwiefern sie Naturerfahrungen ersetzen und wie ein sinnvoller, verantwortungsbewusster Umgang mit diesen Medien gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien (wie z.B. KIM-Studien, Bertelsmann-Studie) sowie der Einbettung pädagogischer Theorien zur Sozialisations- und Kindheitsforschung.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Aspekte der Mediennutzung, unterteilt in Themen wie Medieninhalte (Zeichentrick), die Wahrnehmungsentwicklung beim Fernsehen, geschlechtsspezifische Unterschiede und die Rolle der Eltern als Erziehende.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkindheit, Medienkompetenz, Sozialisation, Fernsehnutzung, Zeichentrick und Medienerziehung beschreiben.
Die Autorin betrachtet die frühe Konfrontation mit diesen Medien kritisch und warnt vor einem Gewöhnungseffekt, der Kinder bei Langeweile dazu verleitet, den Fernseher einzuschalten, anstatt eigene Spielmöglichkeiten zu entwickeln.
Es bestehen klare geschlechtsspezifische Unterschiede: Jungen bevorzugen eher Action- und Abenteuerformate, während Mädchen häufiger zu Musik-CDs, Büchern oder Formaten tendieren, die zwischenmenschliche Beziehungen thematisieren.
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