Bachelorarbeit, 2008
24 Seiten, Note: 1,7
0. MOTIVATION
1. EINLEITUNG
1.1. MODELLIERUNG DES AKTIENKURSES MIT DEM LOG-LINEAREN ANSATZ
1.2. STOCHASTISCHE PROZESSE UND BROWNSCHE BEWEGUNG
1.3. DIE BLACK-SCHOLES-FORMEL
2. WICHTIGE VERTEILUNGEN
2.1. NORMALVERTEILUNG
2.2. X²-VERTEILUNG
2.3. F-VERTEILUNG
2.4. T-VERTEILUNG (STUDENT-VERTEILUNG)
2.5. DICHTE DER T4-VERTEILUNG MIT VARIANZ 1
3. F-TEST
3.1. DAS MODELL
4. SIMULATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
4.1. DURCHFÜHRUNG DER SIMULATION
4.2. PROGRAMMIERUNG DES F-TESTS
4.3. ERGEBNIS UND INTERPRETATION
5. TEST MIT REALEN DATEN
5.1. PRÜFEN DER MODELL-VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE REALEN DATEN
5.2. TESTERGEBNISSE
6. BEZUG ZUM BLACK-SCHOLES-MODELL
Diese Bachelorarbeit untersucht die Eignung des Black-Scholes-Modells für Finanzdaten, indem sie theoretische Modellannahmen wie Normalverteilung und Unabhängigkeit der Renditen durch Simulationen und empirische Analysen mit realen Aktienmarktdaten kritisch hinterfragt.
1.1. Modellierung des Aktienkurses mit dem log-linearen Ansatz
Zunächst stellt sich die Frage: „Wie modelliert man einen Aktienkurs?“
Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Frage zu beantworten. Es soll hier der sogenannte log-lineare Ansatz gewählt werden. Im Folgenden wird nur die Idee für diesen Ansatz beschrieben, dabei folgen wir den Darlegungen in [3.].
Wir betrachten uns zunächst ein risikoloses Wertpapier, genannt „Bond“ mit Preis zum Zeitpunkt t=0 K(0)=0. Wir wollen nun die Preisentwicklung des Bonds wie ein Sparguthaben modellieren. Ein solches Sparguthaben K folgt bei kontinuierlicher Verzinsung der Vorschrift
K(t)=K0 ert
zu einem Zeitpunkt t mit dem Startkapital K0 und einer festen Zinsrate r.
Nun stellen wir uns einen Aktienkurs ähnlich wie ein Bond vor, nur dass sich der Aktienpreis gemäß einer zufälligen Störung um den Bondpreis bewegt. Als Ausgleich für das Risiko, dass sich aus dieser Störung ergibt, wählt man eine höhere Zinsrate r'. Da der Logarithmus des Bondpreises linear ist, legt dies den sogenannten log-linearen Ansatz für den Aktienkurs S nahe:
ln(S(t))=ln(S0)+r't+ω(t)
wobei ω(t) die „zufällige Störung“ darstellen soll.
0. MOTIVATION: Einführung in die Problematik der Aktienkursvorhersage und die zentrale Rolle der Statistik und Volatilitätsschätzung im Black-Scholes-Modell.
1. EINLEITUNG: Mathematische Fundierung der Modellierung von Aktienkursen durch den log-linearen Ansatz, stochastische Prozesse und die Herleitung der Black-Scholes-Formel.
2. WICHTIGE VERTEILUNGEN: Zusammenstellung der für die Analyse notwendigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen wie Normal-, X²-, F- und T-Verteilung.
3. F-TEST: Definition und theoretische Herleitung des F-Tests als statistisches Instrument zur Prüfung der Varianzgleichheit.
4. SIMULATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Durchführung einer Simulationsstudie unter Verwendung von Standardnormal- und T4-verteilten Zufallsvariablen zur Validierung der statistischen Schätzer.
5. TEST MIT REALEN DATEN: Empirische Anwendung der entwickelten Testmethoden auf historische Tagesrenditen von BMW und DAX zur Überprüfung der Modellvoraussetzungen.
6. BEZUG ZUM BLACK-SCHOLES-MODELL: Abschließende kritische Reflexion über die Diskrepanzen zwischen Modelltheorie und Marktrealität sowie Ausblick auf mögliche Modellerweiterungen.
Black-Scholes-Modell, Finanzdaten, Aktienkurse, Stochastik, Brownsche Bewegung, Normalverteilung, T4-Verteilung, Varianzschätzung, F-Test, Volatilität, Renditen, Zeitreihenanalyse, Modellvalidierung, Statistik, Finanzmathematik.
Die Arbeit analysiert die mathematischen Grundlagen und die praktischen Grenzen des Black-Scholes-Modells bei der Modellierung von Finanzmarktdaten.
Die zentralen Felder sind die stochastische Finanzmathematik, die Verteilungsanalyse von Renditen und die Überprüfung statistischer Modellannahmen.
Ziel ist es, die Abweichungen zwischen theoretischen Modellannahmen (z.B. Normalverteilung, konstante Volatilität) und der Realität von Finanzdaten zu identifizieren und quantitativ zu bewerten.
Es werden mathematische Modellierungen, numerische Simulationen sowie statistische Tests (insbesondere der F-Test) auf simulierte und historische Marktdaten angewendet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Verteilungen, die Programmierung von Simulationsmodellen zur Varianzprüfung und die empirische Testung anhand von DAX- und BMW-Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Black-Scholes-Modell, T4-Verteilung, Varianzschätzung, stochastische Prozesse und Volatilitätsanalyse charakterisieren.
Die T4-Verteilung wird untersucht, da sie „schwerere Tails“ aufweist und somit extreme Kursausschläge, wie sie in der Realität vorkommen, besser abbilden kann als die Normalverteilung.
Die Tests zeigen, dass reale Daten die Modellvoraussetzung der Unabhängigkeit verletzen und durch die T4-Verteilung zwar besser als durch die Normalverteilung, aber dennoch nicht vollständig zufriedenstellend approximiert werden.
Die Volatilität wird als entscheidender, unbekannter Parameter im Black-Scholes-Modell identifiziert, dessen Annahme einer Konstanz bei längeren Zeiträumen in der Realität problematisch ist.
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