Diplomarbeit, 2010
156 Seiten, Note: 1,15
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen und Definitionen
2.1 Migration
2.2 Spätaussiedler
2.2.1 Gesetzeslage der Spätaussiedler
2.2.2 Statistische Daten
2.3 Integration
3. Die Lebens- und Arbeitsmarktsituation der Spätaussiedlerinnen im Herkunftsland
3.1 Die ehemalige Sowjetunion
3.2 Die Zeit nach der Wende
4. Umsiedlung nach Deutschland
4.1 Ursachen der Umsiedlung nach Deutschland
4.2 Erwartungen der Spätaussiedlerinnen an Deutschland
5. Eigene Untersuchung
5.1 Methodische Vorgehensweise
5.1.1 Die Auswahl von Interviewpartnerinnen
5.1.2 Die Erhebungsphase
5.1.3 Die Auswertungsphase
5.2 Untersuchungsergebnisse
6. Arbeitsmarktsituation von Spätaussiedler(inne)n in Deutschland
6.1 Berufliche Integration von Spätaussiedlerinnen
6.1.1 Zeitlicher Verlauf der beruflichen Integration
6.1.2 Bedeutung und Erwerb der deutschen Sprache
6.1.3 Berufsstruktur und Anerkennung der Berufsabschlüsse
6.1.4 Berufliche Weiterbildung
6.2 Bedingungen des Arbeitsmarktes
7. Orientierung der Spätaussiedlerinnen im Beruf und in der Familie
7.1 Selbstbild der Aussiedlerinnen
7.2 Familiäre Orientierung
7.3 Berufliche Orientierung
8. Erwerbslosigkeit der Spätaussiedlerinnen
8.1 Zum Begriff der Erwerbslosigkeit
8.2 Erwerbslosigkeit und beruflicher Abstieg von Spätaussiedlerinnen
8.3 Erfahrungen der Spätaussiedlerinnen mit Erwerbslosigkeit
8.4 Diskriminierung und Benachteiligung
8.4.1 Geschlechtsbezogene Diskriminierung
8.4.2 Diskriminierungs- und Benachteiligungserfahrungen
8.5 Lebensbewältigung und Bewältigungsstrategien bei der Erwerbslosigkeit
9. Soziale Arbeit mit Spätaussiedlerinnen
9.1 Zugänge und sozialpädagogische Ansätze zur besseren Integration der Spätaussiedlerinnen in den deutschen Arbeitsmarkt sowie in der allgemeinen Arbeit mit Spätaussiedlerinnen
10. Schlussbemerkungen
Die Diplomarbeit untersucht die Erfahrungen von Spätaussiedlerinnen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren mit Erwerbslosigkeit im Landkreis Mittelsachsen sowie mögliche Ansätze der Sozialen Arbeit zu deren besserer Arbeitsmarktintegration.
Integrationsphasenmodell
Idealtypisch lässt sich der Integrationsprozess von Aussiedler(inne)n nach Kossolapow in vier Phasen einteilen. Das Vier-Phasen-Modell von Line Kossolapow beschreibt die Integration von Aussiedlern über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren.
Kossolapow geht bei ihrem Vier-Phasen-Modell davon aus, dass die spezifische Sozialisation von Aussiedlern bei der Integrationsanalyse einbezogen werden sollte. Die zeitliche Dimension hängt dem Modell zufolge von der Häufigkeit und Qualität der sozialen Kontakte zu Einheimischen ab, sowie von der Flexibilität beider Seiten, die Perspektive des jeweils anderen einnehmen zu können.
Kossolapow beschreibt die Phasen ab dem Einreisezeitpunkt.
Das erste Jahr danach wird als Einstiegsphase deklariert und zeichnet sich durch eine optimistische Erwartungshaltung, starke Konsumorientiertheit, enge emotionale Orientierung an der eigenen Familie und der Mentalität des Herkunftslandes und fehlenden Kontakt zu Einheimischen aus. In dieser Phase besteht eine hohe Belastung durch schulische, berufliche und sprachliche Fördermaßnahmen.
Die bis zu drei Jahre dauernde Kontaktaufnahmephase beginnt mit der Absicherung der Wohnverhältnisse sowie der schulischen und beruflichen Eingliederung. Das neue Wohnumfeld und soziale Beziehungen am Arbeitsplatz und in der Schule fördern Kontakte zu Einheimischen. Anzahl und Art dieser Kontakte sind dabei abhängig von den ersten Erfahrungen mit Ansässigen. In diesem Abschnitt bestehen Probleme darin, dass sie in ihrem Auftreten und ihrer Sprache als fremd wahrgenommen werden oder die Erwartungshaltungen zwischen Aussiedlern und Einheimischen differieren.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Spätaussiedler und deren Schwierigkeiten bei der Arbeitsmarktintegration.
2. Begriffsbestimmungen und Definitionen: Theoretische Definitionen der Begriffe Migration, Spätaussiedler und Integration.
3. Die Lebens- und Arbeitsmarktsituation der Spätaussiedlerinnen im Herkunftsland: Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen und Frauenbilder in der ehemaligen Sowjetunion.
4. Umsiedlung nach Deutschland: Darstellung der Migrationsgründe und der Erwartungshaltungen der Betroffenen.
5. Eigene Untersuchung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und qualitative Auswertung von Interviews.
6. Arbeitsmarktsituation von Spätaussiedler(inne)n in Deutschland: Analyse der beruflichen Integration, Sprachbarrieren und struktureller Bedingungen.
7. Orientierung der Spätaussiedlerinnen im Beruf und in der Familie: Untersuchung des Selbstbildes und der Priorisierung von Familie und Beruf.
8. Erwerbslosigkeit der Spätaussiedlerinnen: Detaillierte Betrachtung des Phänomens Erwerbslosigkeit, Diskriminierungserfahrungen und Bewältigungsstrategien.
9. Soziale Arbeit mit Spätaussiedlerinnen: Vorstellung von sozialpädagogischen Ansätzen und Unterstützungsangeboten.
10. Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der Ergebnisse und Anregungen zur Gestaltung der Integrationsarbeit.
Spätaussiedlerinnen, Arbeitsmarktintegration, Erwerbslosigkeit, Migration, Identität, Soziale Arbeit, Diskriminierung, Familienorientierung, berufliche Bildung, Integration, Lebensbewältigung, Russlanddeutsche, Mittelsachsen, Sprache, Frauenarbeit.
Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Situation von Spätaussiedlerinnen im Landkreis Mittelsachsen, insbesondere mit ihren Erfahrungen bei der beruflichen Integration und dem Umgang mit Erwerbslosigkeit.
Die Themen umfassen die soziokulturelle Herkunft, den Migrationsprozess, berufliche Hürden wie Anerkennung von Abschlüssen, das Rollenverständnis von Frau und Familie sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.
Das Hauptanliegen ist es zu erforschen, wie Spätaussiedlerinnen im Alter von 45 bis 60 Jahren ihre Erwerbslosigkeit erleben, welche Hindernisse sie erfahren und wie sozialpädagogische Ansätze zur Unterstützung aussehen könnten.
Die Autorin führt eine qualitative Untersuchung durch, die auf problemzentrierten Interviews (PZI) mit zwei betroffenen Spätaussiedlerinnen basiert, ergänzt durch eine Literaturanalyse.
Der Hauptteil analysiert die Lebensumstände im Herkunftsland, die Migrationsgründe, die Arbeitsmarktsituation in Deutschland sowie das Spannungsfeld zwischen traditionellem Frauenbild und der Anforderung einer beruflichen Neuorientierung.
Spätaussiedlerinnen, Arbeitsmarktintegration, Erwerbslosigkeit, Identitätsverlust, interkulturelle Arbeit und Diskriminierung.
Frauen sind häufiger von Erwerbslosigkeit betroffen, unterliegen einer geschlechtsspezifischen Segregation am Arbeitsmarkt und stehen oft unter der Doppelbelastung durch Erziehung und berufliche Anforderungen.
Wie die Interviews zeigen, wird das Alter von den Frauen als ein wesentlicher Faktor für die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem adäquaten Arbeitsplatz wahrgenommen.
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