Bachelorarbeit, 2006
47 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert verschiedene Sichtweisen auf den Begriff „Behinderung" und untersucht deren Auswirkungen auf die Heil- und Sonderpädagogik. Ziel ist es, die Entwicklung des Behinderungsbegriffs in der Heil- und Sonderpädagogik zu beleuchten und die Folgen für die Profession in Bezug auf Diagnostik, Förderung und gesellschaftliche Praxis zu diskutieren. Dabei werden die traditionellen Ansätze des medizinischen, ökologischen und materialistischen Verständnisses von Behinderung gegenübergestellt und mit neueren Konzepten der Disability Studies verglichen.
Die Einleitung stellt die Relevanz des Behinderungsbegriffes in der Gesellschaft und in der Heil- und Sonderpädagogik dar, indem sie unterschiedliche Perspektiven und die Komplexität des Themas beleuchtet. Sie führt in die drei traditionellen Ansätze des medizinischen, ökologischen und materialistischen Verständnisses von Behinderung ein, die im zweiten Kapitel ausführlich dargestellt werden.
Kapitel 2 befasst sich mit dem Behinderungsbegriff in ausgewählten traditionellen Ansätzen der Heil- und Sonderpädagogik. Es analysiert die verschiedenen Definitionen des Behinderungsbegriffs im medizinischen, ökologischen und materialistischen Ansatz und zeigt deren Entwicklung im Laufe der Zeit auf. Die Kapitel 3 untersucht die Auswirkungen dieser unterschiedlichen Begriffsverständnisse auf die Praxis der Heil- und Sonderpädagogik, insbesondere auf die Diagnostik und Förderung von Menschen mit Behinderung. Es stellt die Folgen des gewandelten Begriffsverständnisses für die Profession dar.
Kapitel 4 widmet sich der kritischen Betrachtung der traditionellen Ansätze im Lichte neuerer Konzepte der Disability Studies. Es präsentiert die zentralen Thesen der Disability Studies, die die gesellschaftliche Konstruktion von Behinderung und die damit verbundenen Kategorien der Heil- und Sonderpädagogik, wie Klassifikation, Entsolidarisierung und Normativität, in Frage stellen. Die Kapitel diskutiert die Bedeutung dieser kritischen Perspektive für die Heil- und Sonderpädagogik als Profession.
Behinderung, Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Medizinischer Ansatz, Ökologischer Ansatz, Materialistischer Ansatz, Disability Studies, Klassifikation, Institutionalisierung, Entsolidarisierung, Normativität, Diagnostik, Förderung, gesellschaftliche Konstruktion, soziale Barrieren.
Die Arbeit zeigt, dass Behinderung komplex ist und je nach Ansatz (medizinisch, ökologisch oder materialistisch) unterschiedlich definiert wird.
Dieser Ansatz sieht Behinderung primär als ein individuelles, medizinisches Defizit oder eine Funktionsstörung, die diagnostiziert und "geheilt" werden muss.
Disability Studies betrachten Behinderung als eine soziale Konstruktion und untersuchen gesellschaftliche Barrieren sowie Machtverhältnisse.
Ein Wandel von der Defektorientierung zur sozialen Betrachtung verändert die Ziele von Diagnostik, Förderung und die Rolle der pädagogischen Profession.
Die Arbeit diskutiert, dass Klassifizierungen und Institutionalisierungen in der Praxis oft noch auf alten, defizitorientierten Modellen beruhen.
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