Magisterarbeit, 2000
165 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Medienforschung und Volkskunde
2.1. Populäre Zeitschriften – ein Forschungsdefizit
2.2. Methoden der Lesestoff-Forschung
2.2.1. Methodische Vorgehensweise der vorliegenden Arbeit
2.3. Abgrenzung zu anderen Wissenschaften
3. Die deutsche Zeitschriftenpresse
3.1. Die Struktur des Pressemarktes
3.2. Die Position von "Tempo"
3.3. Die Zeitschriften als populärer Lesestoff – ein historischer Abriß
3.3.1. Die Zeitschriften des 17. und 18. Jahrhunderts
3.3.2. Entstehung der modernen Presse im 19. Jahrhundert
3.3.3. Weimarer Republik und Drittes Reich
3.3.4. Zeitschriften in der Bundesrepublik Deutschland
4. Die Geschichte von "Tempo"
4.1. Vorgeschichte – Der "Wiener"
4.2. Die Gründung von "Tempo"
4.3. Die Macher von "Tempo"
4.4. Statistisches Material
4.5. Die "Tempo"-Leser
4.6. Das Konzept von "Tempo"
4.6.1. Der Titel "Tempo"
4.6.2. Konzeption und Grafik
4.6.2.1. Das Gründungskonzept
4.6.2.2. Das grafische Konzept
4.6.2.3. Das Konzept von Michael Jürgs
4.6.2.4. Das Konzept von Walter Mayer
5. Die Themen in "Tempo" – eine Inhaltsanalyse
5.1. Politik
5.1.1. DDR und Wiedervereinigung
5.1.1.1. Die Darstellung der DDR in "Tempo"
5.1.1.2. Das Thema Wiedervereinigung in "Tempo"
5.1.2. Glasnost und Perestroika
5.1.3. Terrorismus
5.1.4. Kriege und Bürgerkriege
5.1.4.1. Der Golfkrieg
5.1.4.2. Der Balkankrieg
5.2. Gesellschaft
5.2.1. Das Thema AIDS
5.2.2. Drogen
5.2.2.1. Drogensorten
5.2.2.2. Drogensüchtige und Drogenmilieus
5.2.2.3. Legalisierung von Drogen
5.2.3. Umwelt und Ökologie
5.2.3.1. Enthüllungsgeschichten
5.2.3.2. Die "Öko-Szene" und "Die Grünen"
5.2.4. Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Neonazis
5.3. Kultur
5.3.1. Musik und Jugendkultur
5.3.2. Kino und Theater
5.3.3. Literatur
5.3.4. Mode
5.4. Wissenschaft und Technik
5.4.1. Computer und Internet
6. Schluß
7. Literaturliste
Die Arbeit untersucht das Zeitgeist-Magazin "Tempo" zwischen 1986 und 1996 als ethnologische Quelle. Ziel ist es, die zentralen thematischen Schwerpunkte der Dekade – insbesondere Politik, Gesellschaft, Kultur sowie Wissenschaft und Technik – mittels einer empiriegeleiteten Inhaltsanalyse herauszuarbeiten und den redaktionellen sowie gestalterischen Kontext des Magazins zu beleuchten.
Die Gründung von "Tempo"
Vom Können Peichls war Schmid aber weiterhin überzeugt. Motiviert vom mittlerweile fantastischen Erfolg des "Wieners" in Österreich, begab sich Schmid auf die Suche nach einem deutschen Verlag, der Interesse an einem Joint Venture hatte und zusammen mit Schmid eine deutsche Ausgabe des "Wiener" herausgeben würde. Am Ende dieser Bemühungen entstand "Tempo". Der konzeptionelle Input für diese Zeitschrift sollte von Markus Peichl kommen.
Hans Schmid war auf einen deutschen Partnerverlag angewiesen. Er hatte zwar ein erfolgversprechendes, weil in Österreich hervorragend funktionierendes Zeitschriftenkonzept, allerdings mangelte es ihm an der nötigen Infrastruktur, die es erlaubt hätte, schnell eine neue Zeitschrift auf dem deutschen Markt zu plazieren. Dazu bedarf es einer Reihe gut funktionierender Strukturen, etwa im Druckbereich, im Vertriebswesen (Distribution und Verkauf der Zeitschrift auf dem Lesermarkt), im Anzeigenbereich aber auch in der Marktforschung und Werbung.
1. Einleitung: Einführung in das Thema und Erläuterung der Zielsetzung, eine Analyse der Zeitschrift "Tempo" als Spiegelbild ihrer Zeit vorzunehmen.
2. Medienforschung und Volkskunde: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung populärer Zeitschriften und der methodischen Herangehensweise der Inhaltsanalyse.
3. Die deutsche Zeitschriftenpresse: Überblick über die Presselandschaft und die Einordnung von "Tempo" in den Markt für General-Interest-Magazine.
4. Die Geschichte von "Tempo": Detaillierte Darstellung der Entstehung des Magazins, von der Vorgeschichte durch den "Wiener" bis hin zu den verschiedenen Konzeptionsphasen unter verschiedenen Chefredakteuren.
5. Die Themen in "Tempo" – eine Inhaltsanalyse: Empirische Untersuchung der inhaltlichen Schwerpunkte, insbesondere Politik, Gesellschaft, Kultur sowie Wissenschaft und Technik.
6. Schluß: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung von "Tempo" als kulturelles Zeitdokument und Reflexion über die volkskundliche Relevanz solcher Medienanalysen.
7. Literaturliste: Aufstellung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Tempo, Zeitgeist-Magazin, Medienforschung, Volkskunde, Inhaltsanalyse, Zeitschriftenpresse, Markus Peichl, Popkultur, Journalismus, Gesellschaft, Politik, DDR, Aids, Drogen, 80er Jahre
Die Magisterarbeit befasst sich mit der inhaltlichen und konzeptionellen Analyse des Zeitgeist-Magazins "Tempo" im Zeitraum von 1986 bis 1996.
Zentrale Themen sind die Rolle der Medien in der Gesellschaft, die Einbettung von "Tempo" in die deutsche Presselandschaft sowie die Analyse spezifischer gesellschaftlicher Debatten wie der Wiedervereinigung, AIDS und Drogenpolitik.
Das Ziel besteht darin, die wichtigsten von "Tempo" dargestellten Themen der Dekade herauszuarbeiten und zu beleuchten, wie das Magazin sein Generationen-Konzept umsetzte.
Die Autorin/der Autor nutzt die Methode der empiriegeleiteten Inhaltsanalyse sowie umfangreiche Interviews mit ehemaligen Machern der Zeitschrift.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der deutschen Zeitschriftenpresse, die Entstehungsgeschichte von "Tempo" und eine detaillierte thematische Analyse der Berichterstattung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zeitgeist, Journalismus, "Tempo", Medienlandschaft und eine generationenspezifische Sicht auf Politik und Alltagskultur charakterisieren.
Der "Wiener" diente als inhaltliches und konzeptionelles Vorbild; viele der Akteure hinter "Tempo" kamen aus diesem österreichischen Umfeld und brachten ihre Erfahrungen aus dem Betrieb einer "Stadtzeitschrift" mit nach Deutschland.
Trotz der Professionalisierung in den späteren Jahren fehlte dem Magazin letztlich die wirtschaftliche Perspektive sowie eine ausreichende Akzeptanz bei den Lesern, was 1996 zur Einstellung führte.
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