Bachelorarbeit, 2024
60 Seiten, Note: 2,1
Diese Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang des Einflusses der Nutzung sozialer Medien auf das Essverhalten und die Körperwahrnehmung junger Frauen im Alter von zwölf bis 20 Jahren. Das primäre Ziel ist es, mittels einer systematischen Literaturrecherche zu klären, inwiefern zielgruppenorientierter Content auf Plattformen wie TikTok, Twitter und Instagram zu gestörtem Essverhalten, Untergewicht und Essstörungen beitragen kann.
Definition Essverhalten
Die nachfolgende Arbeit geht auf die Fragestellung des Zusammenhangs des Einflusses der Nutzung der sozialen Medien auf das Essverhalten und die Wahrnehmung des eigenen Körpers ein. Zielgruppenorientierter Content auf Plattformen wie TikTok, Twitter und Instagram, speziell für jugendliche Frauen, könnte auch zu einem gestörten Essverhalten beitragen und die Gefahr an Untergewicht und Essstörungen zu leiden erhöhen.
„Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“ ist ein bekannter Spruch der laut Kalb (2015) König Friedrich II. zugeordnet wird. Der Bauer in dem Sprichwort ist ein anderes Wort für den einfachen Menschen, der laut dem Sprichwort ausschließlich Bekanntes konsumiert (Kalb, 2015).
Diese Redewendung trägt tatsächlich viel Wahrheit in sich, denn einer der größten Faktoren der Entwicklung unseres Essverhaltens sind unsere Eltern. Diese zeigen uns von klein auf was wir konsumieren können, halten uns meist von Schädlichem fern und zeigen uns Gesundheitsförderndes. Somit wächst der Mensch zum Einem als konservativer Esser heran und greift bei der Lebensmittelauswahl oft auf Bekanntes zurück. Und zum anderen muss der Mensch auch anpassungsfähig sein, wie beispielweise in Extremsituationen. Diese Fähigkeit muss der Mensch auch besitzen, denn in gewissen Notlagen haben wir Menschen keine andere Wahl als sich an diese Situation anzupassen (Klotter C., 2015).
Das Essverhalten der Gesellschaft hat sich im Laufe der Jahre stark verändert und das tut es noch heute. Einer dieser unzähligen Gründe sind die schier grenzenlosen Möglichkeiten des modernen Zeitalters in dem wir leben. Als in Deutschland lebende Menschen fällt es einem beispielsweise nicht sonderlich schwer eine Avocado vom anderen Ende der Welt zu erhalten. Alles was man hierfür tun muss ist ein Gang in den nächst größeren Supermarkt und dort stehen Lebensmittel von vielen verschiedenen Orten der Welt zur Verfügung. Durch Massentierhaltung und intensiver Landwirtschaft sind Lebensmittel in Industrieländern im Überschuss vorhanden. Dank dieser Fülle an Lebensmittel, die einen gewissen Wohlstand unterstützen, fällt uns demzufolge unsere Versorgung viel leichter als vor Jahrzehnten, da das Sortiment in den meisten Supermärkten um einiges gewachsen ist (Klotter C., 2015).
Nein: Die Nahrungsversorgung fällt uns unglaublich leicht und ist für uns gar selbstverständlich geworden. Unsere Kultur der Moderne hält es als löblich unsere Gelüste zu kontrollieren (Klotter C., 2015). Vor allem Frauen wird ein unrealistischer Schlankheitswahn vermittelt (Herpertz & de Zwaan, 2022). Übergewicht wird somit ungern gesehen und meistens als Kontrolllosigkeit und Unfähigkeit gewertet. Demzufolge lässt sich erschließen, dass Schlankheit als das Ideal der Moderne angesehen wird. Auf den Schlankheitswahn folgen Diäten als Ausweg aus dem Übergewicht, aber Diäten ohne professionelle Hilfe sind meist erfolglos und durch den Jojo-Effekt langfristig eher kontraproduktiv. Scheitert eine Diät oder ein Abnehmversuch ist dies oft der Türöffner für Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht Anorexia nervosa (AN) und Bulimia nervosa (BN) (Klotter C., 2015).
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Essstörungen bei jungen Frauen ein, beleuchtet die Problematik des steigenden Medienkonsums und dessen mögliche Rolle als Krankheitsauslöser oder -verstärker.
2 Zielsetzung: Hier wird das Hauptziel der Bachelorarbeit formuliert, nämlich den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Essstörungen sowie Untergewicht bei jungen Frauen im Alter von 12 bis 20 Jahren durch eine systematische Literaturrecherche zu untersuchen.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel bietet eine detaillierte Übersicht über relevante Definitionen (junger Frauen, Essverhalten, Untergewicht, Essstörungen und deren Arten), analysiert Datenlagen, Ursachen und Folgen von Essstörungen und beleuchtet den Einfluss von Medien und Influencern.
4 Methodik: Beschreibt die systematische Literaturrecherche in der Datenbank PubMed unter Verwendung spezifischer Suchbegriffe und Filter, um die Auswahl und Eingrenzung der Studien zu dokumentieren.
5 Ergebnisse: In diesem Abschnitt werden die identifizierten Studien detailliert vorgestellt und ihre Ergebnisse im Hinblick auf den Zusammenhang zwischen Medienkonsum, Untergewicht und Essstörungen bei jungen Frauen erläutert.
6 Diskussion: Das Kapitel erörtert und interpretiert die Ergebnisse der Literaturrecherche, diskutiert die Limitationen der Studien und vergleicht die Befunde bezüglich des Einflusses von Bildschirmzeit und Online-Inhalten auf das Essverhalten.
7 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der gesamten Arbeit zusammen und betont den direkten Zusammenhang zwischen Medienkonsum, medial dargestelltem Content und gestörtem Essverhalten bei jungen Frauen.
Soziale Medien, Essverhalten, junge Frauen, Untergewicht, Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Körperwahrnehmung, Influencer Marketing, Bildschirmzeit, Adoleszenz, Medienkonsum, ernährungsspezifische Werbung, Selbstdarstellung, Gesundheitsmanagement
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Konsums sozialer Medien auf das Essverhalten und die Körperwahrnehmung junger Frauen, um den Zusammenhang mit Untergewicht und Essstörungen aufzuzeigen.
Zentrale Themenfelder sind Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa), Untergewicht, die Nutzung sozialer Medien, Influencer Marketing, Körperwahrnehmung, Ernährungsgewohnheiten und ernährungsspezifische Werbung bei jungen Frauen.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, in welchem Zusammenhang der Medienkonsum junger Frauen (12-20 Jahre) zum Untergewicht und den oftmals einhergehenden Essstörungen steht.
Es wird eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, primär unter Verwendung der Datenbank PubMed.
Im Hauptteil werden der gegenwärtige Kenntnisstand zu Definitionen von Essverhalten, Untergewicht und Essstörungen, deren Ursachen und Folgen, der Einfluss von Medien und Influencern sowie die Ergebnisse der Literaturrecherche präsentiert und diskutiert.
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie soziale Medien, Essverhalten, junge Frauen, Untergewicht, Essstörungen, Körperwahrnehmung und Influencer Marketing charakterisiert.
Die Selbstdarstellung im Internet ermöglicht es Jugendlichen, sich auszuprobieren, wobei bei Mädchen oft Motive wie Schwäche, Emotionalität, Reinheit und eine sexuell selbstbewusste Inszenierung im Vordergrund stehen, oft beeinflusst durch mediale Vorbilder.
Studien zeigen, dass eine erhöhte Bildschirmzeit, insbesondere bei Mädchen, einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Über- und Untergewicht haben kann, und der Konsum von Videospielen bei Frauen eine Neigung zur Untergewichtswahrnehmung fördert.
Eine Studie zeigte, dass der COVID-19-Lockdown zu einer deutlichen Steigerung des Medienkonsums bei jungen Frauen führte, insbesondere auf Instagram, was mit einem erhöhten Drang nach Dünnsein und einer verstärkten Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper einherging.
Eine Analyse von Tiktoks zeigte, dass der Großteil der Inhalte im Bereich Ernährung und Gewicht normativ war und Magerkeit lobpreiste. Die Autoren vermuten einen negativen Einfluss auf Essverhalten und Körperunzufriedenheit, da der Content stark gewichts-normativ ausgerichtet ist.
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