Masterarbeit, 2011
133 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definitionen und grundsätzliche Zusammenhänge
2.1 Armut, Einkommensverteilung und Vulnerabilität
2.2 Entwicklungs- und Schwellenländer
2.3 Armut, Entwicklungsstand und Einkommensverteilung in Entwicklungsländern
2.4 Ursachen für die Armut in Entwicklungsländern
3 Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum, Einkommensungleichheit, Armut und Umweltqualität
3.1 Entwicklung der Umweltsituation und Konsequenzen für die Armut
3.1.1 Atmosphäre
3.1.2 Wasser
3.1.3 Boden
3.1.4 Biodiversität
3.1.5 Extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen
3.1.6 Zusammenfassung
3.1.7 Zur Entwicklung der internationalen Umweltpolitik
3.2 Umweltverschmutzung als Folge von Armut
3.2.1 Fehlverhalten der Haushalte
3.2.2 Fehlverhalten des Staates
3.3 Die Kuznets Kurve – Theorie, Empirie und Kritik
3.4 Die Umwelt Kuznets Kurve – Empirie und Kritik
3.5 Brasilien als praktisches Beispiel
3.5.1 Wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens
3.5.2 Entwicklung der Einkommensverteilung und der Armut
3.5.3 Entwicklung der Umweltqualität
4 Vereinbarkeit von Armutsbekämpfung und Umweltschutz
4.1 Änderung des Konsumverhaltens
4.2 Förderung der Grünen Gentechnik
4.3 Stärkung der Kleinbauern
4.3.1 Informationen und Sicherheit
4.3.2 Fair Trade
4.4 Mikrokredite als nachhaltige Investition in die Bevölkerung
4.5 Bildung für die Bevölkerung
4.6 Verbesserung der Infrastruktur
5 Fazit
Die Masterarbeit untersucht die komplexe Wechselwirkung zwischen Armutsbekämpfung und Umweltschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern, mit dem Ziel zu ermitteln, ob diese beiden Ziele in einem Zielkonflikt stehen oder synergetisch vereinbar sind.
3.1.1 Atmosphäre
Der Bereich Atmosphäre gliedert sich in die drei Unterbereiche Luftverschmutzung, Klimaveränderung und Schädigung der Ozonschicht.
Luftverschmutzung entsteht zum einen direkt durch Emissionen von Schwefeldioxid sowie Stickoxide, die bei Verbrennung entstehen und zum anderen indirekt durch chemische Reaktionen in der Luft, die allerdings auch durch die Emissionen bedingt sind. In den Ländern Europas und Nordamerikas sind die Emissionswerte seit 1987 zurückgegangen. Dagegen sind die Werte in Afrika, Lateinamerika und der Karibik leicht gestiegen. Anders sieht die Situation in Asien aus. Hier gab es in den letzten zwei Dekaden einen fast dramatischen Anstieg der Emissionswerte. Die Konzentration der Luftverschmutzung ist in Großstädten in Entwicklungsländern besonders stark ausgeprägt. Die höchsten Werte für troposphärisches Ozon findet man neben den südöstlichen Teilen Nordamerikas und Südeuropa in Nordafrika sowie auf der arabischen Halbinsel und im Süden und Nordosten Asiens. Diese Emissionen verringern unter anderem die Menge an Sonnenlicht, die auf die Erde fällt, was Einfluss auf Wasserzirkulation, Landwirtschaft und Gesundheit hat. Aus Gesundheitssicht ist aber nicht nur die niedrigere Menge an Sonnenlicht relevant sondern vor allem die sich bildenden Staubpartikel. Zum Beispiel gehen fünf Prozent der zum Tod führenden Lungenerkrankungen auf diese Partikel zurück.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das zentrale Thema der Masterarbeit ein: die Vereinbarkeit von Armutsbekämpfung und Umweltschutz, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern.
2 Definitionen und grundsätzliche Zusammenhänge: Das Kapitel definiert wesentliche Armutsbegriffe sowie Vulnerabilität und Entwicklungsland-Status und beleuchtet deren Entwicklung sowie Ursachen in verschiedenen Regionen.
3 Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum, Einkommensungleichheit, Armut und Umweltqualität: Dieses Hauptkapitel analysiert die komplexen Wechselwirkungen zwischen Umweltdegradierung und Armut, kritisiert Wachstumshypothesen wie die Kuznets-Kurve und untersucht Brasilien als konkretes Fallbeispiel.
4 Vereinbarkeit von Armutsbekämpfung und Umweltschutz: Hier werden Lösungsansätze wie die Änderung von Konsummustern, der Einsatz von Gentechnik, Fair Trade, Mikrokredite, Bildungsförderung und Infrastrukturausbau auf ihre Wirkung hin geprüft.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Politik und Entwicklung keine einfache Zielharmonie bieten, sondern nachhaltige Lösungen erfordern, bei denen ökologische Nachhaltigkeit systematisch in politische Entscheidungen integriert werden muss.
Armutsbekämpfung, Umweltschutz, Entwicklungsländer, Wirtschaftswachstum, Umweltqualität, Kuznets Kurve, Brasilien, Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Mikrokredite, Grüne Gentechnik, Infrastruktur, Fair Trade, Biodiversität, Ressourcenmanagement
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit der Armutsbekämpfung und der Erhaltung einer intakten Umwelt in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die Schwerpunkte liegen auf Armutsindikatoren, der Umweltdegradierung durch menschliches Fehlverhalten, den theoretischen Zusammenhängen von Wachstum und Umwelt sowie praktischen Ansätzen zur Armutsreduktion.
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob Armutsbekämpfung und Umweltschutz in einer Zielharmonie stehen oder ob sie als Zielkonflikt zu betrachten sind.
Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Literaturanalyse, die Auswertung von Statistiken zur Armut und Umweltqualität (u.a. Weltbank-Daten) sowie eine tiefgehende Fallstudie Brasiliens.
Der Hauptteil befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen Wachstum, Ungleichheit und Umwelt sowie einer Analyse konkreter Maßnahmen zur Armutsreduktion und deren Umweltwirkungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Armutsbekämpfung, Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung, Kuznets Kurve und Ressourcenmanagement.
Die Arbeit nutzt die (Umwelt-)Kuznets-Kurve als theoretisches Modell, um kritisch zu hinterfragen, ob mit steigendem Wirtschaftswachstum zwangsläufig eine Verbesserung der Umweltqualität einhergeht.
Brasilien dient als praxisnahes Beispiel für ein Schwellenland, das den vermuteten Wendepunkt der Umwelt-Kuznets-Kurve erreicht hat und somit Aufschluss über die reale Entwicklung von Armut und Umwelt bei fortgeschrittenem Wachstum gibt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass keine automatische Zielharmonie existiert, sondern Nachhaltigkeit explizit in politische Strategien und Investitionen integriert werden muss, um zukünftige Generationen nicht zu gefährden.
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