Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten, Note: sehr gut
Einleitung
1. Collective Action Problems
1.1 Verschiedene Definitionen von Collective Action Problems
1.2 Die verschiedenen Arten von Collective Action Problems
1.3 Relevante Eigenschaften der Spiele für Betrachtung von Collective Action Problems
1.3.1 Anzahl der Nash-Gleichgewichte
1.3.2 Pareto-Optimalität der Gleichgewichte
1.3.3 Konflikt bei der Bewertung der Resultate
1.3.4 Gleiche Auszahlungen bei Pareto-Optimalen Ergebnissen oder Gleichgewichten
1.4 Unterklassen der verschiedenen Collective Action Problems und die Erstellung einer Kategorisierung
1.4.1 Harmonie
1.4.2 Reine Verteilungsprobleme
1.4.3 Reiner Konflikt
1.4.4 Defektionsprobleme
1.4.5 Uneinigkeitsprobleme
1.4.6 Instabilitätsprobleme
2. Das Hirschjagdspiel
2.1 Beschreibung und Herkunft des Spiels
2.2 Die Unterschiede des Hirschjagdspiels zum Gefangenendilemma
2.3 alternative Handlungsstrategien die zu optimalen Lösungen im Hirschjagdspiel führen können
2.3.1 Relative Auszahlung als Instabilitätsfaktor des Hirschjagd-Spiels
2.3.2 Risikodominanz vs. Auszahlungsdominanz im Hirschjagdspiel
2.3.3 Konfliktsituation im Hirschjagdspiel
2.3.4 Verlustvermeidung
2.4 Experiment zur Untersuchung der Verlustvermeidung an Hand des Hirschjagdspiels
2.4.1. Fragestellung von Rydval und Ortmann
2.4.2 Aufbau des Experiments
2.4.3 Ergebnisse der Studie
3.4.4 Schlussfolgerungen der Studie
3. Das Lösen von Collective Action Problems
3.1 Individuelle Lösungsmechanismen
3.2 Kollektive Lösungsmechanismen und Handlungszwänge
3.3 Die Wahl des geeigneten Lösungskonzept für Collective Action Problems
3.4 Lösungsstrategien zum Hirschjagdspiel gemäß Holzinger (2003) und die Rolle des Staates
Schlussfolgerungen
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die zur Entstehung von „Collective Action Problems“ in strategischen Spielen führen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Hirschjagdspiel liegt, um alternative Handlungsstrategien und deren Auswirkungen auf die Stabilität von Kooperationslösungen zu untersuchen.
2.3.2 Risikodominanz versus. Auszahlungsdominanz im Hirschjagdspiel
Im Hirschjagdspiel stellt die Jagd eines Hirsches für beide Spiele eine dominante Strategie dar. Sowohl der individuelle als auch der gemeinschaftliche Nutzen wird durch die gemeinsame Hirschjagd maximiert. Allerdings sind die Spieler bei der Hirschjagd auf die Kooperation des jeweils anderen Spielers angewiesen. Während sie beide den Hasen alleine fangen könnten, müssen sie bei der Hirschjagd darauf hoffen, dass sie der andere Spieler nicht im Stich lässt und selbst auf Hasenjagd geht, obwohl er eigentlich zur Hirschjagd zugestimmt hat.
Aus diesem Grund ist die Hirschjagd mit einem gewissen Risiko behaftet. Beidseitige Kooperation ist zwar einseitiger Defektion vorzuziehen, allerdings stellt einseitige Kooperation das schlechtmöglichste Ergebnis für einen Spieler dar. Das Gleichgewicht Hirsch/Hirsch ist somit für einen risikoaversen Spieler damit nicht unbedingt strategisch dominant. Harsanyi und Selten (1988) führen die Begriffe der Risikodominanz und Auszahlungsdominanz ein. Unter Risikodominanz versteht man, dass die Strategie, die mit dem geringsten Risiko verbunden, die dominante Strategie ist. Im Fall des Hirschjagdspiels wählt der Spieler die Hasenjagd und vermeidet somit das Risiko der Diskoordination bei der gemeinsamen Jagd eines Hirschs.
Im Gegensatz zur Risikodominanz steht die Auszahlungsdominanz. Hier wählen die Spieler die Strategie die mit der höchsten Auszahlung verbunden ist. In diesem Fall ist das Risiko, dass es nicht zur Auszahlung kommt irrelevant, es wird einfach nur die maximal mögliche Auszahlung betrachtet und dementsprechende die Strategie gewählt. Im Hirschjagdspiel ist Hirsch/Hirsch die auszahlungsdominante Strategie. Gewichten beide Spieler ihre Strategiewahl gemäß der Auszahlungsdominanz werden sie in jedem Fall kooperieren. Im Hirschjagdspiel gibt es zwei Gleichgewichte: wobei Hase/Hase risikodominant und Hirsch/Hirsch auszahlungsdominant ist. Unterschiedliche Herangehensweisen beider Spieler können dazu führen, dass keine Kooperation zu Stande kommt.
Einleitung: Einführung in die spieltheoretische Problematik von Collective Action Problems und Zielsetzung der Untersuchung.
1. Collective Action Problems: Definition und Kategorisierung der Probleme basierend auf Nash-Gleichgewichten, Pareto-Optimalität und Fairness-Kriterien.
2. Das Hirschjagdspiel: Detaillierte Betrachtung des Hirschjagdspiels als spezielles Koordinationsspiel, inklusive spieltheoretischer Variationen und empirischer Experimente zur Verlustvermeidung.
3. Das Lösen von Collective Action Problems: Diskussion von individuellen und kollektiven Mechanismen zur Lösungsfindung sowie deren staatlicher Relevanz.
Schlussfolgerungen: Zusammenfassende Erkenntnisse zur Bedeutung einer präzisen Spielanalyse für die Wahl effizienter institutioneller Lösungsstrategien.
Spieltheorie, Collective Action Problems, Hirschjagdspiel, Gefangenendilemma, Nash-Gleichgewicht, Pareto-Optimalität, Kooperation, Defektion, Risikodominanz, Auszahlungsdominanz, Verlustvermeidung, Lösungsmechanismen, Institutionenökonomik, Strategische Konstellation, Koordinationsproblem.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die Entstehung von sogenannten „Collective Action Problems“ in strategischen Spielen, wobei der Fokus auf dem Spezialfall des Hirschjagdspiels liegt.
Zentrale Themen sind die spieltheoretische Kategorisierung von Problemen, die Abgrenzung zum Gefangenendilemma, sowie der Einfluss von Risikowahrnehmung und Verlustaversion auf das Verhalten der Spieler.
Das Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die zur Instabilität in Spielen führen, und aufzuzeigen, welche institutionellen oder individuellen Lösungsansätze effektiv sind.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse spieltheoretischer Ansätze (insbesondere nach Holzinger) und der Auswertung empirischer Feldexperimente, wie jenen von Rydval und Ortmann.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Systematisierung verschiedener Spieltypen, eine tiefgehende Analyse des Hirschjagdspiels sowie eine Diskussion über Lösungsmechanismen, von individuellem Altruismus bis hin zu staatlichen Eingriffen.
Die zentralen Begriffe sind Spieltheorie, Collective Action Problems, Hirschjagdspiel, Koordination, Risikodominanz und Auszahlungsdominanz.
Im Hirschjagdspiel ist die Kooperation für alle Spieler optimal, sofern sie sich gegenseitig absichern können, während beim Gefangenendilemma der Anreiz zur Defektion aufgrund der Auszahlungsstruktur ein zentrales Hindernis darstellt.
Das Experiment zeigt, dass die Angst vor negativen Auszahlungen bei gescheiterter Koordination Spieler dazu veranlassen kann, von der auszahlungsdominanten Strategie abzuweichen, was das Zustandekommen einer optimalen Lösung erschwert.
Da das Hirschjagdspiel ein reines Koordinationsproblem ist, können oft individuelle Lösungsmechanismen ausreichen. Zwangsmaßnahmen oder staatliche Überwachung verursachen hier unnötige Transaktionskosten, die den Nutzen einer Kooperation mindern könnten.
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