Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten, Note: sehr gut
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse von Collective Action Problems im Kontext der Spieltheorie. Ziel ist es, die Entstehung und die verschiedenen Formen dieser Probleme zu beleuchten, sowie Lösungsansätze aufzuzeigen. Das Hirschjagdspiel dient als konkretes Beispiel, um die Problematik und mögliche Handlungsstrategien zu veranschaulichen.
Die Einleitung stellt das Thema Collective Action Problems vor und beschreibt die Herausforderungen, die diese in der Spieltheorie aufwerfen. Es wird auf die Bedeutung des Gefangenendilemmas als ein bekanntes Beispiel hingewiesen und die Arbeit von Holzinger (2008) zum Thema „Transnational Common Goods“ vorgestellt.
Im ersten Kapitel werden verschiedene Definitionen und Arten von Collective Action Problems analysiert. Es werden relevante Eigenschaften von Spielen wie die Anzahl der Nash-Gleichgewichte, die Pareto-Optimalität und die Bewertung der Ergebnisse durch die Spieler betrachtet. Des Weiteren werden Unterklassen von Collective Action Problems wie Harmonie, reine Verteilungsprobleme, reiner Konflikt, Defektionsprobleme, Uneinigkeitsprobleme und Instabilitätsprobleme diskutiert.
Das zweite Kapitel konzentriert sich auf das Hirschjagdspiel. Es beschreibt die Spielmechanik, die Unterschiede zum Gefangenendilemma und alternative Handlungsstrategien. Im Rahmen dieser Strategien werden die Bedeutung der relativen Auszahlung, Risikodominanz vs. Auszahlungsdominanz, Konfliktsituationen und Verlustvermeidung erläutert. Ein Experiment zur Untersuchung der Verlustvermeidung anhand des Hirschjagdspiels wird vorgestellt, wobei die Fragestellung von Rydval und Ortmann, der Aufbau des Experiments und die Ergebnisse der Studie beleuchtet werden.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe dieser Arbeit sind: Collective Action Problems, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Hirschjagdspiel, Nash-Gleichgewichte, Pareto-Optimalität, Handlungsstrategien, Verlustvermeidung, Lösungsansätze, Institutionen.
Es handelt sich um Situationen in der Spieltheorie, in denen individuelles rationales Handeln zu einem kollektiv suboptimalen, instabilen oder ungerechten Ergebnis führt.
Beim Gefangenendilemma ist Defektion die dominante Strategie. Bei der Hirschjagd gibt es zwei Nash-Gleichgewichte (Kooperation oder Sicherheit), wobei Kooperation für beide besser ist, aber Vertrauen erfordert.
Auszahlungsdominanz bedeutet, dass ein Gleichgewicht den höchsten Gewinn bietet. Risikodominanz beschreibt das Gleichgewicht, das bei Unsicherheit über das Verhalten des anderen das geringere Verlustrisiko birgt.
Der Staat kann durch kollektive Lösungsmechanismen und Handlungszwänge (Gesetze, Steuern) Anreize schaffen, die Kooperation fördern und Defektion bestrafen.
Das Experiment untersuchte die Verlustvermeidung im Hirschjagdspiel, um zu sehen, wie Spieler zwischen riskanten hohen Gewinnen und sicheren kleinen Gewinnen wählen.
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