Forschungsarbeit, 2011
161 Seiten
0. Einleitung und Zugänge
0.1. Warum theologisch von Integration sprechen?
0.2. Forschungsfrage und Grundoption
0.3. Gliederung und methodische Struktur der Arbeit
I. Kairos: Integration in Österreich
1.1. Die Perspektive der Immigrantinnen und Immigranten
1.2. Die Perspektive der (Mehrheits-)Gesellschaft
1.2.1. Grundsätzliche Vorbemerkungen
1.2.2. Integration zwischen Eingliederung und Diversität
1.2.2.1. Das Integrationskonzept der Stadt Salzburg
1.2.2.2. Das Integrationskonzept der Stadt Wien
1.3. Machtmomente des Integrationsdiskurses
II. Was ist „Integration“?
2.1. Integration – ein problematischer Begriff
2.1.1. Die problematischen Voraussetzungen gängiger Integrationsbegriffe
2.1.1.1. Die homogene (Mehrheits)Gesellschaft
2.1.1.2. Die gesellschhaftliche „Leitkultur“
2.1.2. Die problematischen Zuschreibungen gängiger Integrationsbegriffe
2.1.2.1. Das „Gegenüber“: Identität, Fremdheit und Andersheit
2.1.2.2. Ausländer/innen, Migrant/innen und Asylant/innen
2.1.3. Die problematischen Ansprüche gängiger Integrationsbegriffe
2.1.3.1. Inklusion und Exklusion
2.1.3.2. Reinheit und Hybridität
2.2. Sozialwissenschaftliche Fundierungen
2.2.1. Sozialintegration und Systemintegration
2.2.2. Assimilation als einzig mögliche Sozialintegration?
2.2.3. Immigration – Versuch einer Typologie
2.3. Theologische Zugänge
2.3.1. Die biblische Perspektive: Fremdheit und Fremdsein im Alten und Neuen Testament
2.3.1.1. Fremde und Fremdsein im alttestamentlichen Israel
2.3.1.2. Fremde und Fremdsein im Licht des Neuen Testaments
2.3.1.3. Die Biblische Hermeneutik der Fremdheit
2.3.2. Die systematische Perspektive: Die trinitarische Gemeinschaft als communio der Verschiedenheit
2.3.3. Die fundamentalethische Perspektive: Der Ort des Anderen
2.3.4. Der Fremde und der Andere – Versuch einer Typologie
2.4. Grundlinien theologischer Rede von Integration
2.4.1. Zuwendung zu und Ausgang von den Anderen/Fremden
2.4.1.1. Die Zuwendung zum Anderen/Fremden
2.4.1.2. Der Ausgang vom Anderen/Fremden
2.4.2. Eine Theologie der Konvivenz
2.5. Beiträge zu einer theologisch fundierten Kriteriologie
2.5.1. Drei biblisch inspirierte Imperative (J. B. Metz)
2.5.1.1. Das Öffnen der Augen
2.5.1.2. Die eigene Fremdheit
2.5.1.3. Die Hermeneutik der Verständigung
2.5.2. Drei ethische Grundprämissen (M. Heimbach-Steins)
2.5.2.1. Gegenseitige Anerkennung
2.5.2.2. Gemeinsame Teilhabe
2.5.2.3. Identitätsbildende Differenz
III. Anfragen an eine Praxeologie
3.1. Anfragen an Politik und Gesellschaft
3.2. Anfragen an Theologie und Kirche
3.3. Visionen von Integration
3.3.1. Diversität als communio
3.3.2. Differenz als Bereicherung
3.2.3. Identität als Fremdheit
3.3.4. Subjekte als Menschen
3.3.5. Integration als Problem?
Die Arbeit untersucht, welche Anfragen sich aus der Perspektive einer Theologie des Anders-Seins an aktuelle soziologische und politische Integrationskonzepte ergeben, um daraus Kriterien für eine theologisch verantwortete Kriteriologie der Integration zu entwickeln.
0.1. Warum theologisch von Integration sprechen?
Ein Blick in die mediale Vermittlung könnte eine schnelle Antwort geben – Integration wird gefordert und gefördert, vorausgesetzt oder kritisiert; in Parolen genauso wie in Diskussionen, auf Plakaten wie in Kommentaren. Das theologische Interesse an der Auseinandersetzung mit Integration speist sich allerdings nicht (nur) aus der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, die der Begriff scheinbar genießt – es wäre sonst ein bloßes Nachtraben hinter sozialen und politischen Entwicklungen, die längst ohne einen theologisch reflektierten Beitrag geschehen sind. Vielmehr hat sich die Theologie seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil verstärkt einem locus theologicus zugewandt, der bisher in Differenz zur Kirche einfach als Gesellschaft bezeichnet wurde. Mit dem Konzil wurde nicht nur diese konstatierte Innen-Aussen-Differenz zumindest ansatzweise aufgehoben, es hat auch die Subjekte eben dieser Gesellschaft in den Mittelpunkt eines theologischen Redens gestellt: Die konkret in ihr lebenden Menschen – vor allem aber jene an den Rändern sozialer und ökonomischer Existenz, wie es die Dokumente von Medellin und Puebla in den Begriffen der Option für die Armen und der Option für die Anderen deutlich gemacht haben.
Dadurch erhält die Kirche ihren Auftrag und – weil die diakonia einer ihrer Grundvollzüge ist – auch ihre Legitimation im Blick auf die Lebens- und Leidensrealitäten der Menschen in den verschiedensten Sphären verschiedenster Gesellschaften.
0. Einleitung und Zugänge: Einführung in die thematische Relevanz der Integration aus theologischer Sicht und Darstellung der methodischen Struktur der Arbeit.
I. Kairos: Integration in Österreich: Empirische Betrachtung der Integrationssituation in Österreich und der politischen Integrationskonzepte der Städte Salzburg und Wien.
II. Was ist „Integration“?: Theoretische und theologische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Integration sowie Erarbeitung einer theologischen Kriteriologie.
III. Anfragen an eine Praxeologie: Synthese der Kriterien aus den vorangegangenen Analysen als Anfragen an Politik, Gesellschaft, Theologie und Kirche zur Entwicklung einer optimierten Praxis.
Theologie, Integration, Migration, Anders-Sein, Pastoraltheologie, Fremdheit, Diversität, communio, Konvivenz, Option für die Anderen, Ethik, Inklusion, Exklusion, Gesellschaftsethik, Subjekthaftigkeit.
Es geht um die theologische Reflexion und Kriteriologie des Integrationsbegriffs in einer durch Migration geprägten Gesellschaft.
Sozialwissenschaftliche Grundlagen von Integration, biblisch-theologische Zugänge zum Fremdsein und die praktische Anwendung durch pastorale Konzepte.
Ein Beitrag zur praktisch-theologischen Kriteriologie, um Integrationsthemen jenseits bloßer machtpolitischer Zuschreibungen diskursfähig zu machen.
Die Arbeit folgt der pastoraltheologischen Methodik in drei Schritten: Kairologie (empirische Analyse), Kriteriologie (theoretische Reflexion) und Praxeologie (Synthese/Synthese).
Neben einer kritischen Analyse gesellschaftlicher Leitbilder werden theologische Grundlagen (Trinitätstheologie, biblische Hermeneutik der Fremdheit) erarbeitet.
Integration, Anders-Sein, Pastoraltheologie, Fremdheit und Diversität.
Sie fungiert als Grundoption, die den diakonischen Blick weg von einer rein funktionellen Hilfe hin zur Subjekthaftigkeit der betroffenen Menschen lenkt.
Er hinterfragt sie kritisch hinsichtlich ihrer "Top-Down"-Dynamik und mangelnden Partizipation der Betroffenen, ohne dabei die guten Ansätze zur Diversität (Wien) oder Einbeziehung (Salzburg) zu leugnen.
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