Diplomarbeit, 2011
94 Seiten, Note: 1,3
1 Ziel und methodischer Aufbau der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Strategie
2.2 Erfolgspotenziale
2.3 Definition der zu betrachtenden Umwelt
2.4 Strategisches Management
3 Analyse des brasilianischen Marktes
3.1 Politische Dimension
3.1.1 Methodik
3.1.2 Analyse des brasilianischen Marktes
3.2 Wirtschaftliche Dimension
3.2.1 Methodik
3.2.2 Analyse des brasilianischen Marktes
3.3 Sozio-kulturelle Dimension
3.3.1 Methodik
3.3.2 Analyse des brasilianischen Marktes
4 Entwicklung der Strategie
4.1 Detailanalyse der Regionen und Bundesstaaten Brasiliens
4.1.1 Methodik
4.1.2 Analyse der Regionen
4.1.2.1 Analyse der Region Südost
4.1.2.2 Analyse der Region Süd
4.1.2.3 Analyse der Region Nordost
4.1.2.4 Analyse der Region mittlerer Westen
4.1.2.5 Analyse der Region Nord
4.1.3 Konsequenzen für Unternehmen
4.2 Gestaltung der Unternehmensorganisation
4.3 Unternehmensführung unter Berücksichtigung der brasilianischen Kultur
4.4 Handlungsempfehlungen für die Geschäftstätigkeit
5 Exemplarische Anwendung der Unternehmensstrategie
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die wirtschaftlichen Potenziale Brasiliens für deutsche Unternehmen im B2C-Geschäft zu identifizieren. Sie erarbeitet eine spezifische Unternehmensstrategie, die den lokalen politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen Rechnung trägt, um die sogenannte „liability of foreignness“ zu überwinden und nachhaltigen Erfolg auf dem größten südamerikanischen Markt zu gewährleisten.
4.1.2.1 Analyse der Region Südost
In der sehr industrialisierten Region Südost sind für deutsche Unternehmen die Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro und Minas Gerais wirtschaftlich besonders interessant.
Der Bundesstaat São Paulo hat insgesamt 41,3 Mio. Einwohner, wovon 96 Prozent in Städten leben. Die drei größten Städte sind São Paulo mit 11,2 Mio. Einwohnern, Guarulhos, eine Vorstadt São Paulos, mit 1,2 Mio. Einwohnern sowie Campinas mit 1,1 Mio. Einwohnern. Der Bundesstaat São Paulo sorgte im Jahr 2008 mit 401 Mrd. Euro für ein Drittel des brasilianischen BIP. Eine Durchschnittsfamilie verdiente im Zeitraum 2008/2009 1.380 Euro pro Monat. Neben diesen attraktiven Wirtschaftsdaten verfügt der Staat mit zwei internationalen Flughäfen in São Paulo und Campinas sowie acht regionalen Flughäfen und drei Häfen über eine exzellente Infrastruktur.
Der Bundesstaat Rio de Janeiro zählt insgesamt ca. 16 Mio. Einwohner und hat eine Urbanisierungsquote von 97 Prozent. Das Durchschnittsfamilieneinkommen pro Monat betrug 2008/2009 1.339 Euro und das BIP 137 Mrd. Euro. Die größten Städte des Bundesstaates sind Rio de Janeiro (6,3 Mio. Einwohner), São Gonçalo (999.901 Einwohner) und Duque de Caxias (855.046 Einwohner). Rio de Janeiro verfügt über einen internationalen Flughafen und es existieren im gesamten Bundesstaat drei weitere Regionalflughäfen und vier Häfen. Damit ist die Infrastruktur vergleichbar gut entwickelt wie die des Bundesstaates São Paulo.
Der dritte wirtschaftlich interessante Bundesstaat im Südosten ist Minas Gerais mit ca. 20 Mio. Einwohnern und einer Urbanisierung von 85 Prozent. Das monatliche Durchschnittseinkommen pro Familie beträgt etwas mehr als 1.000 Euro. Die Hauptstadt des Staates ist Belo Horizonte, eine Stadt mit 2,4 Mio. Einwohnern und einem internationalen Flughafen. Die Vorstadt Belo Horizontes, Contagem, sowie Uberlândia mit jeweils 600.000 Einwohnern sind weitere Großstädte in diesem Bundesstaat. Insgesamt hat Minas Gerais acht Regionalflughäfen sowie einen Hafen.
1 Ziel und methodischer Aufbau der Arbeit: Einleitung in die Relevanz Brasiliens als Wachstumsmarkt und Definition des methodischen Rahmens der Arbeit.
2 Begriffliche Grundlagen: Theoretische Herleitung der für die Arbeit zentralen Begriffe wie Strategie, Erfolgspotenziale und strategisches Management.
3 Analyse des brasilianischen Marktes: Systematische Untersuchung der politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Faktoren Brasiliens als Basis für die Strategieentwicklung.
4 Entwicklung der Strategie: Erarbeitung einer angepassten Unternehmensstrategie inkl. Standortanalyse, Organisationsstruktur und konkreter Handlungsempfehlungen.
5 Exemplarische Anwendung der Unternehmensstrategie: Übertragung der entwickelten Strategie auf ein fiktives Unternehmen der Unterhaltungselektronik.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Anregungen für die zukünftige Forschung sowie praktische Umsetzung.
Brasilien, Unternehmensstrategie, Markteintritt, B2C, BRIC-Staaten, Strategisches Management, Wirtschaftswachstum, Mittelschicht, Organisationsstruktur, Unternehmenskultur, Marketing, Infrastruktur, Erfolgspotenziale, Kaufkraft, Investitionen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Unternehmensstrategie, die es deutschen Unternehmen ermöglicht, die wirtschaftlichen Potenziale des brasilianischen Marktes zu erschließen und dort erfolgreich zu agieren.
Die Arbeit analysiert Brasilien anhand der drei Dimensionen Politik, Wirtschaft und Sozio-Kultur. Zudem werden regionale Standortanalysen vorgenommen und Konzepte für Organisation und Führung erarbeitet.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für deutsche Unternehmen zu formulieren, um die „liability of foreignness“ zu überwinden und durch eine Tochtergesellschaft in Brasilien erfolgreich im B2C-Segment zu bestehen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Strategieentwicklung, die auf der Analyse bestehender Literatur und aktueller Wirtschaftsdaten basiert und diese in einem strukturierten Managementprozess (Analyse, Strategieentwicklung, Implementierung) anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der brasilianischen Umweltfaktoren, die detaillierte Untersuchung der Regionen zur Standortwahl sowie die Entwicklung einer hybriden Organisationsstruktur und eines spezifischen Managementkonzepts.
Kernbegriffe sind Brasilien, Unternehmensstrategie, Markteintritt, Mittelschicht, Organisationsstruktur sowie interkulturelle Managementanpassung.
Sie ist die am stärksten industrialisierte Region Brasiliens, beherbergt die Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro, verfügt über die beste Infrastruktur und bietet die höchste Kaufkraft.
Aufgrund der hohen Machtdistanz, der kollektivistischen Ausprägung und der Bedeutung persönlicher Beziehungen ist eine rein westliche Managementlogik oft nicht effektiv; erforderlich ist ein gemischter, paternalistisch geprägter und beziehungsorientierter Führungsstil.
Da Verbraucherrechte in Brasilien nur schwach ausgeprägt sind und viele lokale Anbieter derartige Services vernachlässigen, kann sich ein deutsches Unternehmen durch Qualitätssicherung und Kundendienst als vertrauenswürdige Premiummarke differenzieren.
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