Diplomarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Radio Frequency Identification (RFID)
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Geschichte und Entwicklung der RFID
3 Technologie der RFID
3.1 Funktionsweise der RFID
3.2 Hardwareeigenschaften
3.2.1 Server mit zugehöriger Software
3.2.2 Lesegeräte
3.2.3 RFID – Transponder
3.2.3.1 Passive Transponder
3.2.3.2 Semi – aktive Transponder
3.2.3.3 Aktive Transponder
3.2.3.4 Frequenzen
3.2.3.5 Bauformen
3.2.3.5.1 Glas- oder Plastikgehäuse
3.2.3.5.2 RFID – Etiketten
3.2.3.5.2.1 Klassische Transponder
3.2.3.5.2.2 Smart Labels im Hochfrequenzbereich
3.2.3.5.2.3 Smart Labels im Ultrahochfrequenzbereich
3.2.3.5.2.4 Mikrowellentransponder
3.2.3.5.3 Plastikkarten
3.3 Standards und Normen
4 Konkurrenztechnologie
4.1 Barcode
4.2 Optical Character Recognition (OCR)
4.3 Speicherkarten
4.4 Biometrische Verfahren
4.4.1 Fingerabdruckverfahren
4.4.2 Iris – Erkennung
4.4.3 Sprachidentifizierung
5 RFID in der Logistik
5.1 Begriffsdefinition der Supply Chain (SC), des Supply Chain Managements (SCM) sowie deren Abgrenzung gegenüber der Logistik
5.2 Anwendungen der RFID in der Logistik
5.2.1 Tracking & Tracing
5.2.2 Wareneingang
5.2.3 Lagerhaltung und -organisation
5.2.4 Just – In – Time
5.2.5 Produktionslogistik
5.2.6 Kommissionierung
5.2.7 Warenausgang
5.2.8 Behältermanagement
5.3 Vorteile der RFID in der Logistik
5.3.1 Rückverfolgung
5.3.2 Automatisierungseffekt
5.3.3 Informationseffekt (Transparenz)
5.3.4 Transformationseffekt
5.3.5 Kurze Amortisationszeit
5.3.6 Papierlose Datenspeicherung
5.3.7 Diebstahlreduzierung
5.3.8 Erfassung der Daten ohne Sichtkontakt
5.3.9 Beweislast
5.4 Nachteile der RFID in der Logistik
5.4.1 Hohe Folgekosten
5.4.2 Kurze Reichweiten
5.4.3 Keine flächendeckende Nutzung
5.4.4 Unterschiedliche Standards
5.4.5 Störungen
5.4.6 Totale Überwachung am Arbeitsplatz
5.4.7 Strahlenbelastung auf Menschen
5.5 Grenzen und Voraussetzungen der RFID in der Logistik
5.5.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
5.5.2 Electronic Product Code (EPC)
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) im Kontext der Unternehmenslogistik. Das primäre Ziel ist es, die Grundlagen dieser Technologie zu erläutern, ihren Nutzen für die Optimierung logistischer Prozesse zu analysieren und eine fundierte Einschätzung zur praktischen Implementierung unter Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen zu liefern.
3.2.3.1 Passive Transponder
Passive Transponder werden zurzeit bevorzugt verwendet, da sie günstiger in der Herstellung und somit die Einkaufskasse der Käufer am Wenigsten belasten. Diese haben, entgegen von aktiven Tags, keine eigene Energiequelle. Die Stromzufuhr kann durch unterschiedliche Verfahren erfolgen. Zu Beginn der Entwicklung von passiven Tags wurde ein hochfrequentes Magnetfeld erzeugt, welches nur im Niedrig- und Hochfrequenzbereich arbeitet. Dadurch bekam der Tag seine Energie. Bei diesem Verfahren wird durch die Wicklung der Leserantenne Strom gesendet, wodurch das Magnetfeld erzeugt wird. Die Schwingungen des Magnetfeldes an der Antennenspule des Transponders erzeugen eine Wechselspannung. Im Transponder wird diese Wechselspannung in Gleichspannung umgewandelt und der integrierte Kondensator damit aufgeladen. Dieser dient als Kurzzeitspeicher und somit wird der mobile Datenspeicher mit Energie versorgt. Diese induktive Methode wird teilweise heutzutage noch verwendet.
In der Regel jedoch findet die Energiezufuhr durch die Aussendung einer elektromagnetischen Welle durch das Leseterminal statt. Um Daten vom Transponder zum Leser zu schicken, geschieht das über Lastmodulation. D. h. ein Widerstand im Rhythmus der Daten wird dem Datenstrom aufgesetzt. Diesen minimalen Spannungseinbruch registriert die Sendeantenne des Interrogators und wertet sie aus. Dadurch kann der Leser Daten an den angeschlossenen Rechner schicken und somit für den User zugänglich machen. Eine eigenständige Erzeugung eines Magnetfeldes durch die Transponder findet nicht statt. Durch diese Methode werden Distanzen bis zu einem Meter, mit dementsprechender Antennenlänge, möglich. Standardfrequenzen von 125 kHz im Niedrigfrequenzbereich oder 13,56 MHz im Hochfrequenzbereich finden hier normalerweise ihre Anwendung. Diese Frequenzen sind weltweit freigeschaltet und deshalb besonders für das „global sourcing“ von Vorteil. Ebenso die einfache und exakte Steuerung des Feldgebietes wirkt sich positiv auf die Einführung eines induktiven Systems aus. Insbesondere werden, bei mehreren Lesegeräten in einem Bereich, Beeinträchtigungen untereinander oder Feldüberschneidungen vermieden.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung identifiziert die Relevanz der RFID-Technologie in diversen Lebensbereichen und beschreibt den strukturellen Aufbau der Arbeit zur Untersuchung ihrer logistischen Anwendungen.
2 Radio Frequency Identification (RFID): Hier werden die technologischen Grundbegriffe definiert und ein geschichtlicher Überblick über die Entwicklung der Funkidentifikation gegeben.
3 Technologie der RFID: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Funktionsweise, Hardwarekomponenten (Server, Leser, Transponder), Frequenzbereiche und geltende Standards.
4 Konkurrenztechnologie: Es erfolgt eine Analyse alternativer Identifikationsverfahren wie Barcode, OCR, Speicherkarten und biometrischer Methoden im Vergleich zur RFID.
5 RFID in der Logistik: Dieser Hauptteil widmet sich dem Einsatz der RFID in der Supply Chain, definiert logistische Begriffe und beleuchtet sowohl die Vorteile als auch die Nachteile und rechtlichen Grenzen.
6 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für eine flächendeckende Nutzung der RFID-Technologie in der Logistik.
RFID, Radio Frequency Identification, Logistik, Supply Chain, Transponder, Smart Label, Tracking & Tracing, Barcode, Automatisierung, Datenspeicherung, Frequenzbänder, EPC, Standardisierung, Biometrie, Warenwirtschaft
Die Arbeit beschäftigt sich mit der RFID-Technologie, deren technischen Grundlagen und deren praktischem Nutzen sowie den Herausforderungen innerhalb der modernen Unternehmenslogistik.
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Hardware, dem Vergleich zu Konkurrenztechnologien (wie Barcode), Anwendungsbereichen in der Lieferkette, ökonomischen Amortisationsfaktoren und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, die Grundlagen von RFID zu klären und zu untersuchen, welche Auswirkungen der Einsatz dieser Technologie auf logistische Prozesse in Unternehmen hat und ob sie eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Studien und Praxisbeispielen, um die Vor- und Nachteile der RFID-Systeme systematisch darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Beschreibung der Komponenten, eine Gegenüberstellung mit alternativen Identifikationssystemen und eine detaillierte Erläuterung der Einsatzgebiete wie etwa Tracking & Tracing oder Behältermanagement.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie RFID, Supply Chain Management, Transponder, Tracking & Tracing, Automatisierungseffekt und Datensicherheit geprägt.
Der Barcode ist aktuell der verbreitetste Konkurrent. Die Arbeit zeigt, dass RFID zwar effizienter und automatisierbar ist, aber aufgrund höherer Stückkosten oft noch eine Abwägung zwischen technologischem Vorteil und Investitionskosten erfordert.
Insbesondere das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist relevant, falls durch die Technologie personenbezogene Daten verknüpft oder verarbeitet werden, was eine sorgfältige Handhabung erfordert.
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