Examensarbeit, 2010
110 Seiten, Note: 1,0
1. Vorspann
2. Kurzspielfilm: Gattungsreflexion
2.1 Eine Frage der Länge?
2.2 Besonderheiten der Narration
2.2.1 Handlungsgerüst
2.2.2 Erzählperspektive
2.2.3 Charaktere und Charakterisierung
2.3 Produktionskontext und Ästhetik
2.4 Zugänge und Stellenwert – die „unsichtbare Gattung“
2.5 Zwischenfazit
3. Ziele und Perspektiven der Filmdidaktik
3.1 Mediendidaktische Schwerpunkte
3.1.1 Medienkompetenz
3.1.2 Spielfilmkompetenz
3.1.3 Wahrnehmungsschulung
3.1.4 Filmerleben
3.2 Ästhetische Bildung und Literarisches Lernen
3.2.1 Identität und Alterität
3.2.2 Narrative Kompetenz
3.2.3 Realitäts-Fiktionalitäts-Unterscheidungskompetenz
3.3 Zwischenfazit
4. Zugänge und methodische Vorüberlegungen
4.1 Filmanalyse
4.1.1 Funktionen
4.1.2 Vorgehensweisen und Analyseschemata
4.1.3 Instrumentarium und Hilfsmittel
4.1.4 Grenzen der analytischen Filmbetrachtung
4.2 Der Produktive Literaturunterricht und Spielfilmbildung
4.2.1 Eine produktive Hermeneutik
4.2.2 Imaginationsfördernde Verfahren
4.2.3 Selbsterfahrung durch Kunst: Die Kreative Rezeption
4.3 Zwischenfazit
5. Unterrichtsvorschläge
5.1 Begründung der Filmauswahl
5.2 Zenit (2007)
5.2.1 Filmografische Daten
5.2.2 Inhalt
5.2.3 Didaktische Analyse
5.2.4 Didaktische Intention
5.2.5 Vorgehen und Methoden
5.3 Zur Zeit verstorben (2003)
5.3.1 Filmografische Daten
5.3.2 Inhalt
5.3.3 Didaktische Analyse
5.3.4 Didaktische Intention
5.3.5 Vorgehen und Methoden
5.4 Meine Eltern (2003)
5.4.1 Filmografische Daten
5.4.2 Didaktische Analyse
5.4.3 Didaktische Intention
5.4.4 Vorgehen und Methoden
5.5 Reflexion und Zwischenfazit
6. Abspann
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Einbindung von Kurzspielfilmen in den Literaturunterricht am Gymnasium. Das primäre Ziel ist es, ein schülerzentriertes und methodisch fundiertes Konzept zu entwickeln, das über eine rein deskriptive Filmanalyse hinausgeht und Kurzfilme als eigenständige, ästhetisch anspruchsvolle Kunstform für literarische Lernprozesse nutzbar macht.
2. Kurzspielfilm: Gattungsreflexion
So leicht, wie der Festivalleiter der Kurzfilmtage Oberhausen Lars Henrik Gass salopp bemerkt, ist eine Definition der Gattung Kurzfilm nicht zu leisten. Die Schwierigkeiten diesbezüglich werden in allen Publikationen zur kurzen Form des Films deutlich. Katrin Heinrich hebt hervor, dass „eine dauerhafte Definition des Kurzfilms kaum zu erreichen ist, da sie sich in kontinuierlichem Wandel befindet“ (1998, 22). Die ästhetische, formale und thematische Vielfalt des Kurzfilms resultiert nicht zuletzt aus den spezifischen Produktionsbedingungen, auf die ich im Folgenden näher eingehen werde (Kap. 2.3). Reinhard Wolf bestätigt, dass „[w]er versucht, Kurzfilm zu definieren, (…) automatisch vor dem Dilemma [steht], dass es außer der Laufzeit keine präzisen Kriterien oder eindeutigen Merkmale gibt, die auf alle Kurzfilme zutreffen“ (Jahn/Kaminski/Wolf 2006, 5). Erschwerend kommt hinzu, dass sich bei den Kurzfilmen, anders bei Langspielfilmen, keine Genres herausgebildet haben, die die Zuordnung einzelner Werke erleichtern würden (vgl. Heinrich 1998, 23).
Eine Abgrenzung entlastet die Betrachtung der Gattung im Rahmen dieser Arbeit allerdings ungemein: Da hier der Fokus auf den literarischen Charakteristika der Kurzfilme liegt, werden alle nicht-fiktionalen Formen desselben ausgenommen. Im Verlauf dieser Arbeit werde ich ausschließlich auf die Form des Kurzspielfilms eingehen und versuchen, mich diesem unter mehreren Gesichtspunkten, wie etwa den Besonderheiten der Narration oder der Ästhetik und des Produktionskontextes, zu nähern. Dabei ist es nicht mein Ziel, einen normativen Katalog von Merkmalen aufzustellen, sondern eine theoretische Basis für die vorliegende Arbeit zu schaffen. Außerdem, und daher ist der Punkt „Gattungsreflexion“ durchaus doppeldeutig angelegt, sollen die daraus resultierenden Implikationen für den Einsatz der Kurzspielfilme im Literaturunterricht erwogen werden.
1. Vorspann: Einleitung in die Thematik des Kurzspielfilms im Literaturunterricht, wobei die bisherige Vernachlässigung des Films in der Literaturdidaktik kritisiert und die Relevanz für moderne Medienbildung betont wird.
2. Kurzspielfilm: Gattungsreflexion: Theoretische Auseinandersetzung mit der Definition und den narrativen Merkmalen des Kurzspielfilms, wie Plotstruktur, Erzählperspektive und Charakterisierung im Vergleich zur Kurzgeschichte.
3. Ziele und Perspektiven der Filmdidaktik: Detaillierte Darstellung medienpädagogischer und literaturdidaktischer Kompetenzmodelle, um einen theoretischen Rahmen für die Spielfilmbildung in der Schule zu schaffen.
4. Zugänge und methodische Vorüberlegungen: Diskussion analytischer Verfahren und produktiver Unterrichtsmethoden (wie die Kreative Rezeption), um filmästhetische Betrachtung und Filmerleben integrativ zu verbinden.
5. Unterrichtsvorschläge: Konkrete, didaktisch ausgearbeitete Beispiele für den Unterrichtseinsatz der Kurzfilme „Zenit“, „Zur Zeit verstorben“ und „Meine Eltern“ unter Berücksichtigung methodischer Phasenmodelle.
6. Abspann: Fazit und Appell an die Schulpolitik, dem Spielfilm einen gleichberechtigten Stellenwert neben der traditionellen Buchkultur in den Bildungsplänen einzuräumen.
Filmdidaktik, Kurzspielfilm, Literaturunterricht, Medienkompetenz, Spielfilmkompetenz, Literarisches Lernen, Produktiver Unterricht, Ästhetische Bildung, Filmanalyse, Narrative Kompetenz, Wahrnehmungsschulung, Filmerleben, Fiktionalität, Identitätsbildung, Intermedialität
Die Arbeit untersucht, wie Kurzspielfilme sinnvoll und methodisch reflektiert in den Literaturunterricht am Gymnasium integriert werden können, um literarische und medienästhetische Kompetenzen bei Schülern zu fördern.
Zu den zentralen Themen gehören die Gattungsspezifik des Kurzfilms, die Entwicklung von Spielfilmkompetenz, die Verknüpfung von Filmanalyse mit produktiven Unterrichtsmethoden sowie die Rolle des Films bei Identitätsfindung und literarischem Lernen.
Das Ziel ist es, Lehrkräften theoretische Grundlagen und praxisnahe methodische Werkzeuge an die Hand zu geben, um den Kurzspielfilm als vollwertige „vierte Großgattung“ in den Literaturunterricht zu etablieren.
Es handelt sich um eine literatur- und mediendidaktische Facharbeit, die den aktuellen Forschungsstand zur Filmbildung aufarbeitet, existierende Kompetenzmodelle (z.B. Groeben, Wermke) kritisch diskutiert und ein eigenes didaktisches Grundmodell für die Praxis ableitet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Reflexion zur Gattung, die Begründung didaktischer Ziele (Kompetenzmodelle) und eine methodische Darlegung. Den Abschluss bilden konkrete Unterrichtsentwürfe mit detaillierten didaktischen Analysen und methodischen Schritten.
Filmdidaktik, Kurzspielfilm, Medienkompetenz, Literarisches Lernen, Spielfilmkompetenz, Produktiver Literaturunterricht und Filmanalyse sind die prägenden Begriffe.
Die Autorin plädiert gegen ein „Sezieren“ von Filmen. Stattdessen sollen analytische Phasen mit produktiven, schülerzentrierten Methoden wie der „Kreativen Rezeption“ kombiniert werden, um das Filmerleben nicht zu zerstören, sondern vertieft zu reflektieren.
Sie dienen als praktische Anwendungsbeispiele. Die Arbeit zeigt für die Filme „Zenit“, „Zur Zeit verstorben“ und „Meine Eltern“ auf, wie theoretische Konzepte (z.B. Identitätsfindung, Wahrnehmungsschulung) in konkrete Unterrichtssequenzen übersetzt werden können.
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