Fachbuch, 2011
132 Seiten
Widmung / Seite 5
Dank / Seite 9
Vorwort / Seite 13
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze Seite 15
Homotherium: Die hyänenartige Säbelzahnkatze Seite 30
Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt Seite 76
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen Seite 101
Der Autor 107
Literatur 109
Bildquellen 123
Die vorliegende Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Biologie, die Verbreitung und die Forschungsgeschichte der prähistorischen Raubkatzengattung Homotherium sowie verwandter Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze
Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.
Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Herausforderungen bei der Benennung dieser ausgestorbenen Raubtiere und erklärt die wissenschaftliche Einteilung in verschiedene Stämme.
Homotherium: Die hyänenartige Säbelzahnkatze: Der Abschnitt konzentriert sich auf die Gattung Homotherium, ihre Verbreitung über mehrere Kontinente und die Debatte über ihr Aussehen und Jagdverhalten.
Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt: Hier findet sich eine detaillierte Auflistung bedeutender Fundorte und der dort entdeckten Arten, geordnet nach geografischen Regionen.
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Institutionen weltweit, die Fossilien oder Modelle dieser prähistorischen Raubtiere in ihren Sammlungen ausstellen.
Homotherium, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze, Paläontologie, Fossilien, Eiszeitalter, Machairodus, Smilodon, Megantereon, Raubkatzen, Evolution, Zoologie, Untermaßfeld, Mosbach-Sande
Das Buch bietet eine fundierte Übersicht über die Gattung Homotherium und andere prähistorische Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen sowie deren Fossilgeschichte.
Im Fokus stehen die wissenschaftliche Einordnung, die anatomischen Unterschiede, die Jagdmethoden und die weltweite Verbreitung dieser ausgestorbenen Raubtiere.
Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über diese faszinierenden Raubtiere verständlich zusammenzufassen und aufzuzeigen, wo ihre Fossilien entdeckt wurden.
Die Arbeit basiert auf der Auswertung paläontologischer Funde, Fachliteratur und Altersdatierungen, etwa mittels der Radiocarbon-Methode.
Der Hauptteil gliedert sich in die taxonomische Klärung, die spezifische Betrachtung von Homotherium sowie umfangreiche Listen der wichtigsten internationalen Fundorte.
Die wichtigsten Begriffe sind Homotherium, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze, Fossilien, Pleistozän und Paläontologie.
Homotherium besaß eine eher hyänenartige Gestalt mit längeren Vorderbeinen und kürzeren Eckzähnen, was auf eine Anpassung an ausdauernde Jagdtechniken in offenen Landschaften hindeutet.
Diese Fundstätte ist weltweit die ergiebigste für Homotherium-Fossilien und lieferte entscheidende Belege für die soziale Struktur und Beutevorlieben der Raubkatzen.
Die Einteilung ist wissenschaftlich sinnvoll, wird aber durch neue Funde wie Xenosmilus, das Merkmale beider Gruppen vereint, immer wieder zur Diskussion gestellt.
Ja, archäologische Belege zeigen, dass Frühmenschen und Raubkatzen im gleichen Lebensraum existierten und die Katzen durchaus eine Gefahr darstellten, bevor sich die Waffentechnik der Menschen entscheidend verbesserte.
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