Masterarbeit, 2024
123 Seiten, Note: 1,9
Die vorliegende Masterarbeit zielt darauf ab, die Haltung von Studierenden in Karlsruhe gegenüber der Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ zu untersuchen. Sie erforscht, inwiefern sich das politische und Umweltengagement der Studierenden von ihrer Meinung über die „Letzte Generation“ und deren Aktionen beeinflusst.
1 Einleitung
„Wir sind die letzte Generation, die noch etwas tun kann. Für zukünftige Generationen wird es zu spät sein, um den Klimawandel als existenzielle Krise noch aufzuhalten.“ (Rackete, 2019). Dieses Zitat veröffentlicht die „Letzte Generation“ auf ihrer Internetseite als Aussage einer Aktivistin ihrer Gruppe. Unter dieser Devise polarisiert die Klimaanorganisation besonders in der letzten Zeit und ergreift hierfür mannigfaltige Maßnahmen: das Anmalen von Gebäuden und Statuen in der Warnfarbe Orange, das Festkleben auf Straßen sowie Sitzstreiks und das Konfrontieren von Politikern sind einige der bekanntesten Aktionen der Gruppe. Den Titeln von Pressemeldungen lässt sich entnehmen, dass ein Zwiespalt in der Gesellschaft darüber herrscht, was von der „Letzten Generation“ zu halten ist. Der bayrische Rundfunk titelt „Die Letzte Generation – Legitim oder kriminelle Vereinigung?“ (Krone, 2023), was nicht nur den rechtlichen Disput über die Gruppe in den Raum wirft, sondern auch die Unentschlossenheit über ein konkretes Urteil bezüglich der Gruppe verdeutlicht. Die Ziele der Gruppe sind im Wesentlichen die Klimaneutralität Deutschlands, die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels, das Tempo von 100 km/h auf deutschen Autobahnen und die Einführung des 9€-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Hier tut sich die Frage auf, inwiefern die oben genannten Maßnahmen für die Durchsetzung dieser Ziele gerechtfertigt sind und inwieweit die deutsche Gesellschaft hinter dem Aktionismus der Gruppe steht.
Daher betrachtet die vorliegende Masterarbeit die Stadt Karlsruhe als Aktionsraum der „Letzten Generation“ und erörtert die zentrale Forschungsfrage, inwiefern sich die Studenten der Stadt Karlsruhe durch die Umweltgruppe der „Letzten Generation“ vertreten fühlen und deren Aktionen unterstützen. Als Indizien für die Beantwortung dieser zentralen Frage, dienen wiederum vier untergeordnete Fragestellungen, die zunächst untersuchen, wie sich das politische und Umweltengagement der Karlsruher Studenten generell gestaltet und welche Haltungen sie gegenüber der Organisation der „Letzten Generation“ zeigen. Hier gilt es, die Hypothese, dass die Aktionen der „Letzten Generation“ durch die Studenten insgesamt als eher unangemessen oder unangemessen bewertet werden, zu prüfen. Des Weiteren wird erfragt, wie die Wissensbasis der Studenten mit der Haltung gegenüber der Umweltgruppe zusammenhängt. Hier besteht die Vermutung darin, dass je weniger die Studenten über die „Letzte Generation“ wissen, desto stärker ist ihre Haltung gegenüber dieser. Hierbei werden sowohl positive, als auch negative Tendenzen geprüft. Abschließend dient die Frage, inwiefern das politische und das Umweltengagement der Studenten von der Resonanz auf den Aktivismus der „Letzten Generation“ abhängig ist, als Indiz zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage. Hier wird die Hypothese aufgestellt, dass die Aktionen der „Letzten Generation“ von den Studenten generell als eher unangemessen oder unangemessen bewertet werden, dazu führen, dass die Bereitschaft der Befragten, sich für Umweltschutz zu engagieren, gehemmt wird.
Als zentrale Forschungsmethode zur Ergründung der oben genannten Aspekte wird eine quantitative empirische Befragung im Format eines Online-Fragebogens angewandt. Hierbei bilden die Studenten Karlsruhes die Grundgesamtheit, aus der eine Stichprobe in der Größe von mindestens 100 Befragten gezogen wird. Die Ergebnisse dieser Befragung werden im Anschluss statistisch ausgewertet und in Form von entsprechenden Diagrammen und Tabellen veranschaulicht.
1 Einleitung: Stellt die Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ und ihre Aktionen vor, leitet die zentrale Forschungsfrage der Arbeit zur Haltung Karlsruher Studierender gegenüber der Gruppe ein und skizziert die methodische Vorgehensweise.
2 Theoretische Grundlagen: Beleuchtet die Entwicklung des Umweltschutzes in Deutschland, aktuelle Umweltbewegungen wie „Fridays for Future“ und die „Letzte Generation“, und diskutiert deren Phasen, Aktionen und Forderungen.
3 Material und Methoden: Beschreibt das quantitative Forschungsdesign mittels eines standardisierten Online-Fragebogens, erläutert die Datenerhebung bei Karlsruher Studierenden und diskutiert methodische Aspekte der Stichprobe und Auswertung.
4 Karlsruhe als Untersuchungsgebiet und Aktionsraum der „Letzten Generation“: Detailliert, wie sich Karlsruhe als spezifischer Aktionsraum für die „Letzte Generation“ darstellt und welche lokalen Proteste und Reaktionen dort stattgefunden haben.
5 Ergebnisdarstellung der empirischen Befragung: Präsentiert die Resultate der Befragung zu den Haltungen der Studierenden gegenüber der „Letzten Generation“, ihrem politischen Engagement und dem Wissen über die Gruppe, inklusive standortspezifischer Erkenntnisse.
6 Diskussion der Ergebnisse: Interpretiert die Ergebnisse der empirischen Befragung im Kontext der theoretischen Grundlagen und beleuchtet die Korrelationen zwischen Haltung, Wissen und Engagement der Studierenden.
7 Resümee und Ausblick: Fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Bestätigung oder Falsifizierung der Hypothesen und bietet einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Klimaschutzaktivismus, Letzte Generation, Karlsruhe, Studierende, Umweltengagement, politische Haltung, Protestformen, Klimawandel, empirische Befragung, Meinungsforschung, soziale Resonanz, Fridays for Future, Umweltbewegungen, Nachhaltigkeit.
Die Masterarbeit untersucht die Haltung von Studierenden in Karlsruhe gegenüber der Klimaschutzgruppe „Letzte Generation“ und analysiert deren politische und umweltbezogene Engagement in Abhängigkeit ihrer Meinung über die Gruppe.
Die Arbeit fokussiert auf die Meinungen von Studierenden zur „Letzten Generation“, die Entwicklung deutscher Umweltbewegungen, die Analyse von Protestaktionen, das studentische Engagement sowie die Wechselwirkung zwischen Wissen, Haltung und Engagement.
Das primäre Ziel ist es, die Haltung Karlsruher Studierender zur „Letzten Generation“ zu erfassen und zu ergründen, wie sich ihr politisches und Umweltengagement durch ihre Einschätzung der Gruppe beeinflusst.
Es wird eine quantitative empirische Methode angewandt, bei der ein standardisierter Online-Fragebogen zur Befragung von Studierenden in Karlsruhe eingesetzt wurde.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Umweltbewegungen, die Methodik der Befragung, Karlsruhe als Untersuchungsgebiet und präsentiert detailliert die empirischen Ergebnisse sowie deren Diskussion.
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Klimaschutzaktivismus, Letzte Generation, Studierende, Umweltengagement, politische Haltung und Protestformen charakterisiert.
Karlsruhe wurde als Untersuchungsgebiet gewählt, um die lokalen Aktionen und die Reaktionen der Studierenden auf die „Letzte Generation“ in einem spezifischen städtischen Kontext detailliert zu analysieren und zu verorten.
Die Arbeit untersucht explizit, wie die Wissensbasis der Studierenden über die „Letzte Generation“ mit ihrer Haltung gegenüber dieser Umweltgruppe zusammenhängt.
Es wurden unter anderem das Anmalen von Gebäuden, Festkleben auf Straßen und Sitzstreiks in Karlsruhe untersucht, um die Meinungen der Studierenden dazu zu erfassen.
Eine zentrale Hypothese ist, dass die Aktionen der „Letzten Generation“ von den Studierenden insgesamt als eher unangemessen bewertet werden.
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