Examensarbeit, 2002
90 Seiten, Note: gut
Abstract
1. Einleitung
2. Die John Taylor High School in Staffordshire, England
2.1 Darstellung der Schule
2.2 Fachbereich Modern Foreign Languages (MFL)
3. Durchführung einer Fallstudie im Fachbereich MFL
3.1 Vorbereitungsphase
3.1.1 Pretest
3.1.2 Fragebogen für MFL-Lehrkräfte
3.1.3 Umfragebogen für Schüler von year 7 bis year 13
3.2 Feldphase
3.3 Bezugsrahmen zum Fremdsprachenunterricht – eine Übersicht
3.3.1 Das NC für key stage 3 und 4
3.3.2 Schemes of work
3.3.3 Subject criteria für die sixth form
3.3.4 Aims und objectives
3.4 Auswertungsphase
3.4.1 Der methodologische Rahmen des Fremdsprachenunterrichts
3.4.2 Ausgewählte Konzepte im Lehrprozess des Fremdsprachenunterrichts der JTHS
3.4.2.1 Sozialformen des Unterrichts
3.4.2.2 Differenzierung
3.4.2.3 Ressourcen
3.4.3 Problembereiche im Lehrprozess des Fremdsprachenunterrichts der JTHS
3.4.3.1 Das Problem der Grammatik
3.4.3.2 Gebrauch der Zielsprache
3.5 Entwicklung von cultural awareness
3.5.1 Zugänge zur Zielsprache
3.5.2 Die Rolle eines Foreign Language Assistant (FLA) im Fremdsprachenunterricht
3.5.2.1 Einsatz und Nutzen eines FLA im Fremdsprachenunterricht
3.5.2.2 Aufgabenbereiche eines FLA
3.5.2.3 Bewertung des Einsatzes eines FLA in der JTHS
3.5.2.4 Reflexion meiner Tätigkeit als FLA
4. Die Einstellung der Schüler zum Fremdsprachenunterricht
5. Fremdsprachenunterricht in der JTHS – ein Ausblick
6. Fazit
7. Nachwort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Fremdsprachenlehren und -lernen an der John Taylor High School (JTHS) in England, mit besonderem Fokus auf der Rolle des Fremdsprachenassistenten (FLA). Ziel ist es, durch eine Fallstudie unter Lehrkräften und Schülern Einblicke in methodische Konzepte und bestehende Problembereiche zu gewinnen und den Nutzwert eines muttersprachlichen Assistenten im Unterricht zu evaluieren.
3.4.2.1 Sozialformen des Unterrichts
Sozialformen sind als „alle Arten der Zusammenarbeit von Schülern“ (Piepho 1995: 201) im Unterricht zu erfassen, die bestimmte Möglichkeiten der Interaktion einschließen und der zielbewussten Bearbeitung schulischer Aufgaben nutzen. Da eindeutig bewiesen ist, dass der Lehrer die Kriterien für erfolgreiche Interaktion im Unterricht festlegt und die Äußerungen der Schüler nach der genauen Bearbeitung dieser Kriterien bewertet, wird ein Merkmal auffälliger „Lehrerzentriertheit“ (Knapp-Potthoff/Knapp 1982: 192) im Klassenzimmer sichtbar.
Besonders im Fremdsprachenunterricht bestätigt sich diese Vorgabe der Form und Anzahl der möglichen Äußerungen. In Untersuchungen von Hüllen/Lörscher (1979: 313-326) ist die dominierende Stellung der Lehrer deutlich nachgewiesen worden und daher auch schon auf Kritik gestoßen, die zur Einschränkung dieser Lehrerdominanz durch den Einsatz anderer Sozialformen – wie z.B. Partner- und Gruppenarbeit – geführt hat (vgl. Knapp-Potthoff/Knapp 1982: 193). Partner- und Gruppenarbeit gelten erfahrungsgemäß für Interaktion als geeignet und schränken gleichzeitig den Frontalunterricht ein (vgl. Sheils 1994: 7). Es ist interessant herauszufinden, inwieweit Kenntnisse über verschiedene Sozialformen die Verwendung im Unterricht der elf befragten Lehrkräfte beeinflussen.
1. Einleitung: Die Verfasserin beschreibt ihre Intention, während ihrer achtmonatigen Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin in einer englischen Schule Einblicke in den Unterricht zu gewinnen und Konzepte sowie Probleme mittels Fragebögen und Umfragen zu evaluieren.
2. Die John Taylor High School in Staffordshire, England: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Schule als comprehensive school, ihre Struktur sowie die Ausstattung und Organisation des Fachbereichs Modern Foreign Languages (MFL).
3. Durchführung einer Fallstudie im Fachbereich MFL: Hier werden die methodische Vorgehensweise, die Phasen der Untersuchung sowie die theoretischen Bezugsrahmen (National Curriculum, Schemes of work) und die Rolle des FLA detailliert dargelegt.
4. Die Einstellung der Schüler zum Fremdsprachenunterricht: Das Kapitel analysiert die Motivation und die Einstellung der Schüler zum Fach MFL, wobei insbesondere die Bedeutung des Faktors "Enjoyment" und der Einfluss des FLA auf das Sprachlerninteresse beleuchtet werden.
5. Fremdsprachenunterricht in der JTHS – ein Ausblick: Es werden zukünftige Planungen und Strategien (Department improvement plan) des Fachbereichs vorgestellt, um den Fremdsprachenunterricht sowie die Lehr- und Lernorganisation in den kommenden Jahren zu verbessern.
6. Fazit: Die wichtigsten Ergebnisse der Fallstudie werden zusammengefasst, wobei die Bedeutung kommunikativer Kompetenz und der positive Beitrag eines Fremdsprachenassistenten unterstrichen werden.
Fremdsprachenunterricht, England, Fallstudie, John Taylor High School, Fremdsprachenassistent, Kommunikation, Cultural awareness, National Curriculum, Methodik, Differenzierung, Grammatikunterricht, Schülerbefragung, Sprachlernmotivation, Lehrerzentriertheit, Unterrichtsressourcen.
Die Arbeit analysiert das Fremdsprachenlehren an einer englischen Gesamtschule und beleuchtet dabei, wie Lehrkräfte methodische Anforderungen umsetzen und wie der Einsatz eines muttersprachlichen Fremdsprachenassistenten den Unterricht beeinflusst.
Zentrale Felder sind der methodologische Rahmen (CLT), die Verwendung von Sozialformen und Ressourcen, Differenzierungsmaßnahmen, das Problem der Grammatik sowie die Förderung von kulturellem Bewusstsein.
Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Fallstudie Einblicke in die Konzepte und Problembereiche des Fremdsprachenunterrichts zu gewinnen und die Wirksamkeit eines Foreign Language Assistants aus der Sicht von Lehrern und Schülern kritisch zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Fallstudie, die durch Hospitationen, persönliche Gespräche sowie eine standardisierte schriftliche Befragung (Fragebögen für Lehrkräfte und Umfragebögen für Schüler) durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Schulumfeldes, die Beschreibung des methodologischen Rahmens (National Curriculum), die Auswertung der Befragungsdaten zu Lehrkonzepten und Ressourcen sowie eine vertiefende Reflexion der eigenen Tätigkeit als FLA.
Neben dem zentralen Begriff des Fremdsprachenunterrichts sind die Konzepte "Communicative Language Teaching" (CLT), "Cultural awareness" sowie die Rolle des "Foreign Language Assistant" (FLA) entscheidende Begriffe.
Es wird das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit einer präzisen grammatikalischen Anleitung und dem Fokus auf kommunikative Kompetenz thematisiert, wobei die Lehrkräfte nach Wegen suchen, Grammatik nicht isoliert, sondern funktional in Handlungszusammenhänge einzubetten.
Schüler betrachten den Assistenten vor allem als Motivationsfaktor, der den Unterricht auflockert, authentisches Sprechen ermöglicht und hilfreiche Unterstützung bei der Aussprache und dem Verständnis anderer Kulturen bietet.
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