Diplomarbeit, 2009
172 Seiten, Note: 1,3
Einleitung und Zielstellung
1. Theorie der Dienstleistungen
1.1 Gesamtwirtschaftler Wandel und Rolle der Dienstleistungen
1.1.2 Veränderung makroökonomischer Rahmenbedingungen
1.1.2.1. Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaftsbeziehungen
1.1.2.2. Tendenzen der Flexibilisierung
1.1.2.3. Die Herausbildung der Wissensökonomie
1.1.2.4. Neue Technologien
1.2 Charakterisierung des Strukturwandels unter Einbeziehung makro- und mikroökonomischer Veränderungen
1.3 Der Strukturwandel und die Bedeutung für das Dienstleistungswachstum
1.4 Zusammenfassung
2. Unternehmensorientierte Dienstleistungen
2.1. Das Problem der exakten Abgrenzung unternehmensorientierter Dienstleistungen
2.1.1 Das Problem des Dienstleistungskonzeptes
2.1.2 Die Reflektion unternehmensorientierter Dienstleistungen in der statistischen Berichterstattung
2.1.3 Die Heterogenität des unternehmensorientierten Dienstleistungsbereiches
2.1.4 Die Schnittmengenproblematik
2.2 Wachstumsdeterminanten der unternehmensorientierten Dienstleistungen
2.2.1 Ein komplexeres Unternehmensumfeld
2.2.2 Wachsende Vernetzung des tertiären Sektors mit produzierenden Wirtschaftsbereichen
2.2.3 Externalisierung als Zeichen organisatorischer Neuausrichtung und zunehmender Arbeitsteilung
2.2.4 Wachsende Technologieorientierung und hoher Wissensbedarf im Dienstleistungssektor
2.2.5 Internationalisierung von Dienstleistungen
3. Das Standortmuster und die -dynamik von Dienstleistungsunternehmen in der Theorie
3.1 Die Bedeutung von Agglomerationen als Standort unternehmensorientierter Dienstleistungsunternehmen
3.2 Das innerstädtische Standortverhalten von unternehmensorientierte Dienstleistungen oder die Standortwahl von Bürobetrieben
3.2.1 Die Integration der Immobilienwirtschaft in die statische Analyse von Dienstleistungsstandorten
3.2.1.1 Die Bürostandortforschung
3.2.2 Regulative Wirkung des Bodenmarktes
3.3 Verlagerungsprozesse – Standortdynamik vs. Standortpersistenz
3.3.1 Endogene Stimuli des Verlagerungsprozesses
4. Die Standortbetrachtung Leipzigs
4.1 Die Entwicklung der Stadt Leipzig unter dem Einfluss des Strukturwandels
4.1.1 Die konjunkturelle und wirtschaftsstrukturelle Entwicklung in Leipzig
4.1.1.1 Die räumliche Dimension
4.1.2 Die Rolle der Verkehrsinfrastruktur im Strukturwandel
4.1.3 Die Bevölkerungsentwicklung in Leipzig
4.2 Der Leipziger Immobilienmarkt – Spiegel des wirtschaftlichen Strukturwandels
Exkurs: Besonderheiten des Büroimmobilienmarktes
4.2.1 Der Büromarkt in Leipzig – Ausgangssituation
4.2.2 Die Entwicklung des Leipziger Büromarktes seit der Wiedervereinigung
4.2.2.1 Der Leipziger Büromarkt im Immobilienzyklus
4.2.2.2 Die Entwicklung wichtiger Kennziffern
4.2.2.3 Fazit
4.2.3 Die Büromarktzonen in Leipzig
4.2.4 Der Struktureffekt
4.2.5 Der Sacheffekt
4.2.6 Die Rolle der Stadtentwicklungsplanung für den Büromarkt
5. Methodik und Untersuchungsdesign
5.1 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
5.1.1 Der Untersuchungsraum
5.1.2 Die unternehmensorientierten Dienstleister in dieser Arbeit
5.2 Das Untersuchungsdesign
5.2.1 Die Vorleistungen
5.2.2 Das Fragebogendesign
5.2.3 Die Online-Befragung
5.3 Die Datenerhebung
5.4 Eine Methodenkritik
6. Das Standortverhalten der Büroflächennachfrager
6.1 Die Analyse des Standortverhaltens anhand der Vermietungsstatistik
7. Untersuchungshypothesen
8. Empirische Analyse
8.1 Strukturelle Merkmale der unternehmensorientierten Dienstleister
8.2 Die Bedeutung für den Leipziger Büromarkt
8.3 Die Standortstruktur der unternehmensorientierten Dienstleistungen in Leipzig
8.4 Die Standortdynamik der unternehmensorientierten Dienstleistungen in Leipzig
8.5 Beantwortung der Untersuchungsfragen
9. Resümee
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche und räumliche Bedeutung von unternehmensorientierten Dienstleistungsunternehmen in der Stadt Leipzig. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Standortstruktur und Standortdynamik, wobei insbesondere untersucht wird, wie diese Akteure den Leipziger Büroimmobilienmarkt beeinflussen und welche Faktoren ihre Standortentscheidungen bestimmen.
1.1 Gesamtwirtschaftler Wandel und Rolle der Dienstleistungen
Der Weg einer Volkswirtschaft in die Dienstleistungsgesellschaft ist nichts Ungewöhnliches, sondern spiegelt den normalen Reifeprozess einer Volkswirtschaft wider. Volkswirtschaften durchlaufen langfristig mehrere Entwicklungsphasen, da volkswirtschaftliche Wachstumsfaktoren dynamisch sind.
Mehrere Ansätze bzw. Theorien widmen sich den Veränderungen von Wirtschaftsstruktur oder deren Teilbereichen. Laut Corsten (1990, S. 1) haben Zyklen-, Stufen- und Sektorentheorien das gleiche Ziel: die Bestimmungsgründe für strukturelle Veränderungen zu erfassen und zu beschreiben.
Die Zyklentheorie basiert auf einer eher intrasektoralen Perspektive, die in ein Konzept langfristiger gesamtwirtschaftlicher Entwicklung überführt wird. Ausgangspunkt sind die sog. Basisinnovationen, die Auslöser einer gesamtwirtschaftlichen Krise sind, da sie die traditionellen Kombinationen (d.h. Technologien und Produkte) vom Markt verdrängen. Wirtschaftliche Integration und gesellschaftliche Akzeptanz neuer Kombinationen ergeben im zweiten Schritt neue Wachstumspotenziale, die die volkswirtschaftlichen Verluste des vorangegangenen Abschwungs (über)kompensieren. Die Basisinnovationen sind im Wesentlichen als sektorspezifisch zu charakterisieren, da sie primär durch eine bis wenige Branchen wirkte. Durch die arbeitsteilige Verflechtung ergriffen in der Abschwungphase die Rezessionserscheinungen auch andere Branchen. Gleichwohl sorgte die gesamtwirtschaftliche Vernetzung auch für das Übergreifen der Fortschritte mitsamt den Multiplikatoreffekten auf andere Sektoren und ermöglichte somit den darauf folgenden gesamtwirtschaftlichen Aufschwung und letztendlich auch den Bedeutungswandel der einzelnen Sektoren zueinander, der typisch für den intersektoralen Strukturwandel sind.
Einleitung und Zielstellung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des wirtschaftlichen Wandels hin zur Dienstleistungsgesellschaft ein und definiert den Fokus der Arbeit auf die unternehmensorientierten Dienstleister in Leipzig.
1. Theorie der Dienstleistungen: In diesem Kapitel werden die globalen Megatrends (Globalisierung, Flexibilisierung, Wissensökonomie) und deren Rolle im Strukturwandel sowie für das Wachstum des Dienstleistungssektors theoretisch beleuchtet.
2. Unternehmensorientierte Dienstleistungen: Hier wird der Untersuchungsgegenstand definiert, die Heterogenität des Sektors aufgezeigt und die Ursachen für dessen Wachstum, insbesondere durch Interaktion mit produzierenden Bereichen, diskutiert.
3. Das Standortmuster und die -dynamik von Dienstleistungsunternehmen in der Theorie: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen für das räumliche Verhalten von Dienstleistern, wie Standortwahl, Agglomerationseffekte und Verlagerungsprozesse.
4. Die Standortbetrachtung Leipzigs: Es wird das Raumbeispiel Leipzig eingeführt, wobei die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Stadt sowie die spezifischen Bedingungen des Leipziger Immobilienmarktes analysiert werden.
5. Methodik und Untersuchungsdesign: Das Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung, insbesondere die Abgrenzung der Dienstleister, die Stichprobenziehung und das Design der Online-Befragung.
6. Das Standortverhalten der Büroflächennachfrager: Hier wird das Standortverhalten anhand von Sekundärstatistiken der Bürovermietung analysiert, um erste Trends zur räumlichen Verteilung von Nachfragen zu gewinnen.
7. Untersuchungshypothesen: Auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen werden zentrale Hypothesen formuliert, die im empirischen Teil der Arbeit überprüft werden sollen.
8. Empirische Analyse: Dieser Teil wertet die Ergebnisse der Unternehmensbefragung aus, um strukturelle Merkmale, Standortpräferenzen und Verlagerungsentscheidungen der Leipziger Dienstleister empirisch zu fundieren.
9. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die die Standortstruktur und Mobilität der untersuchten Dienstleistungsunternehmen kritisch reflektiert.
Unternehmensorientierte Dienstleistungen, Strukturwandel, Leipzig, Büromarkt, Standortwahl, Immobilienmarkt, Wissensökonomie, Tertiärisierung, Verlagerungsprozesse, Büroflächennachfrage, Standortdynamik, Standortpersistenz, Agglomeration, Wirtschaftsstruktur, Dienstleistungswachstum.
Die Diplomarbeit analysiert die Rolle unternehmensorientierter Dienstleister im urbanen Raum Leipzigs, insbesondere deren Bedeutung als Nachfrager am dortigen Büroimmobilienmarkt und deren spezifisches Standortverhalten.
Zentral sind der wirtschaftliche Strukturwandel, die Charakteristika unternehmensorientierter Dienstleistungsbranchen, Standorttheorien für Bürobetriebe sowie die spezifische Marktentwicklung von Leipzig seit der Wiedervereinigung.
Das Ziel ist es, die ökonomische Relevanz dieser Dienstleistungssegmente in Leipzig sowie deren Raumwirksamkeit zu verstehen, insbesondere in Hinblick auf Standortentscheidungen und Verlagerungsmobilität im städtischen Büromarkt.
Der Autor kombiniert theoretische Ableitungen aus der wirtschaftsgeographischen Literatur mit einer empirischen Analyse, die auf einer Online-Unternehmensbefragung sowie einer Auswertung von Vermietungsstatistiken basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Dienstleistungssektor, eine detaillierte Analyse der Leipziger Standortfaktoren und Stadtentwicklungsgeschichte sowie eine empirische Untersuchung des tatsächlichen Verhaltens der Unternehmen.
Neben dem zentralen Begriff der unternehmensorientierten Dienstleistungen sind dies vor allem Standortpersistenz, Tertiärisierung, Büroflächenbedarf und die Transformation städtischer Ökonomien.
Die Standortwahl wird nicht rein rational, sondern als komplexes Zusammenspiel aus harten Standortfaktoren (Lage, Mietpreis, Infrastruktur) und weichen, subjektiven Faktoren (Image, Präferenzen der Geschäftsführung) interpretiert.
Leipzig dient als Raumbeispiel für eine Stadt, die einen radikalen industriellen Niedergang erlebte und sich infolge des Strukturwandels zu einem Dienstleistungszentrum mit einer spezifischen, noch immer nachwirkenden Immobilienmarktdynamik entwickelt hat.
Nein, der Autor stellt eine überraschend hohe Standortpersistenz fest. Die Unternehmen wechseln ihren Standort deutlich seltener als vermutet, was gegen die Annahme einer hohen Dynamik spricht.
Die Studie relativiert die klassische Cityhypothese, da viele hochwertige Dienstleister in Leipzig eine eher "cityunabhängige" Standortwahl zeigen und den Cityrand oder Innenstadtrand aufgrund besserer Rahmenbedingungen wie Parkplatzsituation bevorzugen.
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