Bachelorarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,7
Kapitel I: Einführung
1. Problemstellung der Arbeit
2. Gang der Untersuchung
3. Zielsetzung der Arbeit
Kapitel II: Unternehmenszusammenschluss
1. Begriff und Bedeutung des Unternehmenszusammenschluss
2. Mögliche Motive und Ziele eines Unternehmenszusammenschluss
3. Systematisierung von Unternehmenszusammenschlüssen
3. 1 Kooperation zwischen Markt und Hierarchie – der Begriff und die Bedeutung der Kooperation
3. 2 Formen von Kooperationen
Kapitel III: Strategische Allianz
1. Die wachsende Bedeutung strategischer Allianzen
2. Kategorisierung von strategischen Allianzen
2. 1 Einteilung nach den Ressourcenprofilen
2. 2 Einteilung nach der Partneranzahl
2. 3 Einteilung nach der geografischen Ausdehnung
3. Theoretische Erklärungsansätze von strategischen Allianzen
3. 1 Transaktionskostentheorie
3. 2 Ressourcenbasierter Ansatz
3. 3 Spieltheorie
4. Motive und Ziele anhand ausgewählter Technologiebranchen
Kapitel IV: Kooperation und Konkurrenz - Das Phänomen Coopetition
1. Erscheinungsformen von Coopetition
1. 1 Einteilung nach der Beziehung zwischen Kooperation und Wettbewerb
1. 2 Einteilung nach Kooperationsrichtung und Konkurrenzform
1. 3 Einteilung nach dem Kooperationsniveau
2. Coopetition in strategischen Allianzen
Kapitel V: Wissen und Wissenstransfer in strategischen Allianzen
1. Der Begriff Wissen und seine Bedeutung für das Unternehmen
2. Formen von Wissen
3. Wissenstransfer als Motiv zur Bildung strategischer Allianzen
4. Formen von Wissenstransfer
Kapitel VI: Wissenstransfer in strategischen Allianzen junger konkurrierender Technologieunternehmen
1. Besonderheiten junger Technologieunternehmen
2. Motive zur Bildung von strategischen Allianzen bei jungen Technologieunternehmen
3. Chancen von Coopetition in strategischen Allianzen junger Technologieunternehmen
4. Wissenstransfer junger Technologieunternehmen mit etablierten Konkurrenten
5. Probleme des Wissenstransfers in strategischen Allianzen von jungen Technologieunternehmen und dazugehörige Erfolgsfaktoren
Kapitel VII: Schlussbetrachtung
1. Zusammenfassung
2. Ausblick
3. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für den Begriff der strategischen Allianz und deren spezifische Anwendung in Technologiebranchen zu vermitteln, wobei der Fokus auf dem Wissenstransfer zwischen den Partnern liegt. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Faktoren für den Erfolg strategischer Allianzen junger Technologieunternehmen entscheidend sind und wie potenzielle Risiken im Wissensaustausch mit Konkurrenten minimiert werden können.
1. Problemstellung der Arbeit
Der deutsche Automobilhersteller VW kündigte für Januar 2010 eine strategische Allianz mit dem japanischen Autobauer Suzuki an. In dieser Partnerschaft werden beide Unternehmen eigenständig bleiben, unterstützen sich aber bei der Entwicklung und Herstellung von umweltschonenden Kleinwagen. Aufgrund der strategischen Allianz verschafft sich Suzuki Zugang zu den Technologien des VW Konzerns. Gleichzeitig sichert sich der deutsche Autobauer eine verbesserte Wettbewerbsposition im asiatischen Automobilmarkt und erhofft sich damit den Hauptkonkurrenten Toyota im Wettbewerb zu überholen. Diese geplante Allianz ist nicht die erste Zusammenarbeit mit einem Konkurrenten. Es liegen bereits Partnerschaften zwischen Renault und Nissan und zwischen Peugeot, Citroen und Mitsubishi sowie Daimler Chrysler, BMW und GM vor (vgl. o. V. 2009; Wallentowitz et al. 2009, S. 47).
Diese Beispiele zeigen den ansteigenden Trend zu strategischen Allianzen in der Automobilbranche (vgl. o. V. 2009). Auch in anderen wissensbasierten Branchen – Elektronikindustrie, Biotechnologie oder Chemieindustrie – ist die Zunahme strategischer Allianzen sichtbar (vgl. Corsten/Reiß 2008, S. 548). Grund für die zunehmende Bedeutung dieser Form der Zusammenarbeit sind die neuen Herausforderungen in der Umwelt, z. B. Globalisierung und technologischer Wandel. So sind die meisten Technologieunternehmen gezwungen, sich flexibler und schneller zu verändern und anzupassen. Dazu gehört die Erweiterung der Ressourcen, speziell die Verbesserung des Know How. Die strategische Allianz bietet den beteiligten Unternehmen die Chance neues Wissen und damit Know How zu akquirieren und im eigenen Unternehmen anzuwenden (vgl. Dyer et al. 2001, S. 37).
Dieser Wissenstransfer zwischen den konkurrierenden Firmen bringt, neben wesentlichen Vorteilen, auch Gefahren mit sich. Wissen kann ungewollt an das andere Unternehmen abfließen oder ein Unternehmen imitiert das Andere (vgl. Norman 2002, S. 187). Die Gestaltung des Wissensaustauschs in strategischen Allianzen, insb. bei jungen Technologiebranchen, ist ausschlaggebend für einen Erfolg oder auch Misserfolg der Zusammenarbeit konkurrierender Unternehmungen.
Kapitel I: Einführung: Einführung in die Thematik der strategischen Allianz, der Problemstellung sowie der Zielsetzung und des Gangs der Untersuchung.
Kapitel II: Unternehmenszusammenschluss: Erläuterung der Begriffe, Motive und einer Systematisierung von Unternehmenszusammenschlüssen unter besonderer Berücksichtigung der Kooperation.
Kapitel III: Strategische Allianz: Darstellung der Bedeutung, Kategorisierung und theoretischen Erklärungsansätze von strategischen Allianzen in Technologiebranchen.
Kapitel IV: Kooperation und Konkurrenz - Das Phänomen Coopetition: Analyse der Erscheinungsformen von Coopetition und deren Rolle innerhalb strategischer Allianzen.
Kapitel V: Wissen und Wissenstransfer in strategischen Allianzen: Definition und Kategorisierung von Wissen sowie Analyse des Wissenstransfers als Motiv für Allianzen.
Kapitel VI: Wissenstransfer in strategischen Allianzen junger konkurrierender Technologieunternehmen: Anwendung der vorangegangenen Konzepte auf junge Technologieunternehmen, beleuchtet durch Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren.
Kapitel VII: Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit, Ausblick auf zukünftige Trends und Schlussfolgerung.
Strategische Allianz, Coopetition, Wissenstransfer, junge Technologieunternehmen, Kooperation, Wettbewerb, Wissensmanagement, Ressourcenausstattung, Innovationsniveau, Vertrauen, Kontrolle, technologische Dynamik, F&E-Bereich, Unternehmenskooperation, Wissensgesellschaft.
Die Arbeit untersucht das Phänomen strategischer Allianzen, insbesondere im Kontext der "Coopetition" (Kooperation und Konkurrenz), und deren Bedeutung für den Wissenstransfer zwischen jungen und etablierten Technologieunternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf Unternehmenskooperationen, dem Konzept der Coopetition, den verschiedenen Formen des Wissenstransfers und den speziellen Bedingungen für junge Technologieunternehmen (JTU) in diesen Netzwerken.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für strategische Allianzen in Technologiebranchen zu schaffen und zu klären, welche Erfolgsfaktoren bei einem Wissenstransfer zwischen konkurrierenden Partnern beachtet werden müssen, um Risiken wie ungewollten Wissensabfluss zu minimieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, die auf einem umfassenden Literaturstudium basiert, um bestehende Konzepte der Kooperationsforschung auf die spezifische Situation junger Technologieunternehmen zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffe, Motive, Erklärungsansätze), die Analyse des Coopetition-Phänomens, die Grundlagen des Wissenstransfers und die Anwendung dieser Aspekte auf die spezifischen Herausforderungen junger Technologieunternehmen.
Zu den prägenden Begriffen gehören strategische Allianz, Coopetition, Wissenstransfer, junge Technologieunternehmen, Innovationsniveau sowie Vertrauen und Kontrolle als Schutzmechanismen.
Junge Technologieunternehmen sind meist kapitalschwach und benötigen Ressourcen aus dem F&E-Bereich, setzen sich jedoch durch die Allianz mit etablierten Konkurrenten dem Risiko der Ausbeutung und eines ungewollten Wissensverlustes aus.
Vertrauen reduziert die Unsicherheit und die Notwendigkeit für kostspielige Kontrollmechanismen, da es als Basis für echte kooperative Absichten fungiert und somit den effektiven Wissenstransfer trotz bestehender Konkurrenzsituation ermöglicht.
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