Fachbuch, 2011
107 Seiten
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze
Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein
Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen
Der Autor
Dieses Buch bietet einen fundierten Überblick über die prähistorische Raubkatzengattung Machairodus sowie verwandte Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den paläontologischen Funden in der rheinhessischen Region liegt. Das Hauptziel der Arbeit ist es, die wissenschaftliche Einordnung, die Lebensweise sowie die geografische Verbreitung dieser faszinierenden Tiere anhand von fossilen Belegen und aktuellen Forschungserkenntnissen verständlich aufzuarbeiten.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze
Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.
Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.
Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Schwierigkeiten bei der Benennung dieser Raubtiere und differenziert zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Bezeichnungen.
Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein: Hier steht die Gattung Machairodus im Fokus, insbesondere die historische Erforschung der Fossilien in den rheinhessischen Dinotheriensanden.
Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt: Eine systematische Auflistung zahlreicher weltweiter Fundorte, die belegen, wie weit verbreitet diese Raubkatzen in prähistorischer Zeit waren.
Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen: Ein Überblick über Institutionen weltweit, die bedeutende Fossilien oder Rekonstruktionen dieser Tiere in ihren Ausstellungen präsentieren.
Der Autor: Eine kurze biographische Skizze zum Werdegang und der publizistischen Tätigkeit von Ernst Probst.
Machairodus, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze, Fossilien, Ur-Rhein, Dinotheriensande, Paläontologie, Obermiozän, Homotherium, Megantereon, Smilodon, Raubtiere, Evolutionsgeschichte, Fundorte, Säugetierfauna.
Das Buch bietet eine umfassende Einführung in die Welt der prähistorischen Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen mit einem besonderen Fokus auf die Gattung Machairodus.
Die Themen umfassen die Systematik, die anatomischen Besonderheiten, die Verbreitung sowie die Entdeckung und Dokumentation von Fossilien dieser Raubtiere.
Das Ziel ist die wissenschaftliche Aufarbeitung und Verbreitung von Wissen über diese ausgestorbenen Raubtiere für ein breiteres Publikum, inklusive einer detaillierten regionalen Funddokumentation.
Es handelt sich primär um eine paläontologische Literatur- und Fundstellenanalyse, ergänzt durch historische Grabungsberichte.
Neben der Beschreibung der Tiere bildet die detaillierte Darstellung der Fundgeschichte in Rheinhessen, insbesondere um Eppelsheim, den inhaltlichen Kern.
Die Begriffe Säbelzahnkatze, Machairodus, Paläontologie, Fossilien und Ur-Rhein stehen für den inhaltlichen Schwerpunkt.
Er suggeriert eine enge Verwandtschaft mit dem heutigen Tiger und eine bestimmte Körpergröße, die auf die prähistorischen Arten so nicht zutrifft.
Sie gilt als eine der fossilreichsten Fundstellen Europas, da dort ungewöhnlich gut erhaltene Skelette von Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden, die unser Bild von deren Lebensweise maßgeblich verändert haben.
Die Einteilung erfolgt primär nach dem Körperbau und der Form der Eckzähne: Säbelzahnkatzen waren eher schlank, Dolchzahnkatzen hingegen robuster gebaut.
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