Diplomarbeit, 2010
133 Seiten, Note: Gut
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Methodische Verfahrensweise
4. Serientheorie
4.1. Die Serie
4.2. Serienformate
5. Dramaturgische Besonderheiten in TV-Serien
5.1. Die Aktstruktur
5.2. Die sukzessive Exposition
5.3. Die „Zopfdramaturgie“
5.4. Charaktere und Konflikte
6. Die neue Seriengeneration
7. Die Netzwerkgesellschaft
7.1. Die Genese einer neuen Gesellschaft
7.2. Das informationstechnologische Paradigma
7.3. Die Netzwerk-Struktur
7.4. Die interaktive Gesellschaft
7.4.1. Die Entwicklung des Internets
7.4.2. Internetspezifische Merkmale
7.4.3. Information – Vernetzung – Partizipation
7.5. Der Wandel der Fernsehindustrie in den USA
8. Lost
8.1. Entstehung und Produktion von Lost
8.2. Lost – Der Inhalt
8.3. Format und Genre
8.4. Distribution der TV-Serie Lost
8.5. Die Erzählstruktur
8.6. Die Handlungsstränge
8.7. Die Charaktere
8.8. Die Konflikte
8.9. Das Figurennetzwerk
8.10. Die Hierarchie der Rätsel
8.11. Zwischenfazit: Die narrative Komplexität in Lost
9. Transmedia Storytelling in Lost
9.1. Das „Transmedia Storytelling“- Konzept
9.2. Transmediale Erzählstrategien in Lost
10. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Netzwerkgesellschaft und neuer Informationstechnologien auf die Dramaturgie und Distribution der TV-Serie "Lost". Dabei wird analysiert, wie technologische Entwicklungen den narrativen Aufbau der Serie und die Art ihrer Verbreitung beeinflusst haben und inwiefern "Lost" als wegweisendes Beispiel für eine neue Seriengeneration fungiert.
8.3. FORMAT UND GENRE
Bei der Serie Lost handelt es sich um eine Fortsetzungsserie, die sich am Serienformat der Prime Time Soap orientiert. Lost ist in vier Akte unterteilt, die durch die Werbeunterbrechungen determiniert werden. Es findet eine sukzessive Exposition statt, das bedeutet, es wird an den unterschiedlichsten Stellen der Narration Information an den Zuschauer vergeben.
Ein besonderes Merkmal von Lost ist die Genre-Vielfalt. Zum einen handelt es sich um eine Drama-Serie, die aber auch Elemente der Familien-Serie enthält. Außerdem sind in jeder Folge Action-Elemente vorhanden, wie etwa der Flugzeugabsturz am Anfang der ersten Staffel. Dazu kommt eine Vielzahl von Schlägereien und Verfolgungen.
Lost enthält auch Elemente der Abenteuer-Serie, da sich die Story an einem unbekannten, exotischen Ort abspielt, der voll von Geheimnissen und Bedrohungen ist. Die Überlebenden müssen im Laufe der Serie immer wieder um ihr Leben kämpfen und werden mit gefährlichen Situationen konfrontiert. Da das Übernatürliche in der Serie eine große Rolle spielt, erfüllt Lost ebenso die Kriterien einer Mystery-Serie. Viele Dinge die in der Serie passieren, sind für den Zuschauer nicht zu erklären. Diese Rätsel sind ein wichtiger Bestandteil der Serie.
Die Serie Lost kann demnach mehr als zwei Genres zugeordnet werden, wodurch sie sich von konventionellen Serien unterscheidet. Durch die Genre-Vielzahl ergibt sich auch eine Fülle an Möglichkeiten für Dramaturgie und Narration.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den gesellschaftlichen Wandel hin zur Netzwerkgesellschaft und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Einfluss auf Dramaturgie und Distribution der Serie "Lost".
2. Forschungsstand: Das Kapitel gibt einen Überblick über relevante Theorien zur Netzwerkgesellschaft nach Castells sowie bisherige Forschungsarbeiten zur Serie "Lost".
3. Methodische Verfahrensweise: Hier wird der methodische Ansatz der Sequenzprotokolle erläutert, um den narrativen Aufbau und die Figurenkomplexität der Serie zu erfassen.
4. Serientheorie: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Fernsehserien sowie die Unterschiede zwischen episodischen Serien und Fortsetzungsserien.
5. Dramaturgische Besonderheiten in TV-Serien: Hier werden zentrale dramaturgische Konzepte wie Aktstruktur, Exposition, "Zopfdramaturgie" sowie die Rolle von Charakteren und Konflikten beleuchtet.
6. Die neue Seriengeneration: Das Kapitel beschreibt den Wandel im Fernsehen seit den 1990er Jahren, der durch komplexere Handlungsstränge und weniger werbegesteuerte Strukturen gekennzeichnet ist.
7. Die Netzwerkgesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die Theorie von Manuel Castells über den Wandel zur informationellen Gesellschaft und die Rolle des Internets als Basisstruktur.
8. Lost: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung von Produktion, Inhalt, Erzählstruktur, Figurennetzwerk und der Hierarchie der Rätsel innerhalb der Serie.
9. Transmedia Storytelling in Lost: Dieses Kapitel analysiert, wie die Serie über klassische Fernsehkanäle hinaus durch alternative Medien wie "Alternative Reality Games" und "Mobisodes" erweitert wird.
10. Fazit: Die abschließende Reflexion fasst zusammen, wie "Lost" als Ausdruck einer konvergenten Medienwelt die Interaktion der Zuschauer durch narrative Komplexität und transmediale Strategien maßgeblich verändert hat.
Lost, Netzwerkgesellschaft, TV-Serie, Transmedia Storytelling, Dramaturgie, Narrative Komplexität, Distribution, Alternative Reality Games, Medienwandel, Zuschauer-Engagement, Internet, Seriengeneration, Figurennetzwerk, Informationstechnologie, Interaktivität
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss der Netzwerkgesellschaft und moderner Informationstechnologien auf die US-Fernsehserie "Lost", insbesondere in Bezug auf ihre Erzählweise und Verbreitungswege.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Netzwerkgesellschaft nach Manuel Castells, serientheoretische Grundlagen, dramaturgische Besonderheiten moderner Serien sowie das Konzept des Transmedia Storytelling.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie technologische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte den narrativen Aufbau von "Lost" sowie dessen Distribution beeinflusst haben und wie die Serie das Phänomen einer neuen Seriengeneration repräsentiert.
Der theoretische Teil basiert auf Fachliteratur, während der empirische Teil durch Sequenzprotokolle ausgewählter Episoden von "Lost" gestützt wird, um dramaturgische Konzepte wie Rückblenden und Figurenverbindungen zu veranschaulichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Serientheorie und Netzwerkgesellschaft sowie die detaillierte Analyse der Serie "Lost", inklusive ihrer Produktion, Distribution, Erzählstruktur und transmedialen Strategien.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Lost, Netzwerkgesellschaft, Transmedia Storytelling, narrative Komplexität, Distribution, Alternative Reality Games und Zuschauer-Engagement.
"Lost" wird als innovatives Beispiel für die "neue Seriengeneration" betrachtet, da sie die Möglichkeiten der TV-Branche durch narrative Komplexität und eine aktive, interaktive Einbindung der Fans erweitert hat.
ARGs fungieren als transmediale Erzählstrategien, die die fiktionale Welt von "Lost" erweitern, Zuschauer binden und als innovative Marketingplattform dienen, um das "Lost-Universum" über das Fernsehen hinaus zu vergrößern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

