Bachelorarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 1,5
1. Einführung
1.1. Betrachtungsrahmen und Aufbau der Arbeit
1.2 Begriffsbestimmung Europa - Was ist paneuropäisches Fernsehen?
1.3 Anmerkungen zum derzeitigen Forschungsstand
2. Organe und Akteure in der Europapolitik – Grundlagen und Medienpolitische Relevanz
2.1 Das EU-Parlament
2.2 Der Rat der Europäischen Union
2.3 Der Europäische Rat
2.4 Die Europäische Kommission
2.5 Der Europäische Gerichtshof
2.6 Der Europarat
2.7 Zusammenfassung – Medienpolitische Relevanz der Akteure
3. Geschichte und Entwicklung des transnationalen Fernsehens in Europa
3.1 Verbreitung europaweiter Sendungen – technische Entwicklungen
3.2 Politische und gesellschaftliche Relevanz paneuropäischer Sendungen
3.3 Wie entstanden paneuropäische Programme?
3.3.1 Die frühen 80er Jahre; Neue Ansätze in der EG-Informationspolitik
3.3.2 Eurikon und Europa TV - Transnationale Fernsehversuche
3.3.2.1 Eurikon
3.3.2.2 Europa TV
4. Stand und Entwicklungspotenzial der Rahmenbedingungen für paneuropäisches Fernsehen in der EU
4.1 Rechtliche Grundlagen
4.1.1 Entwicklung der Europäischen Menschenrechtskonvention und EU-Grundrechte
4.1.2 Die EU-Fernsehrichtlinie und ihre Entwicklung von 1984 bis 2010
4.1.3 Die Kabel- und Satellitenrichtlinie
4.2 Institutionen und Förderinstrumente
4.2.1 Die European Broadcasting Union
4.2.2 VPRT
4.2.3 MEDIA-Programme
4.2.4 MIDAS
4.2.5 I 2010
4.2.6 Das Forschungsprogramm Media ACT
4.3 Gesellschaft & Europäische Öffentlichkeit
4.3.1 Identität und Mentalität - Wahrnehmung Europas
4.3.2 Unterschiede und Eigenarten nationaler Medienlandschaften
4.4 Der Europäische Fernsehmarkt
4.4.1 Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanbieter
4.4.2 Private Rundfunkanbieter
5. Analyse: Paneuropäische Fernsehsender in der Praxis
5.1 Eurosport
5.1.1 Entstehung & Konzept
5.1.2 Sendesprachen
5.1.3 Programmstruktur
5.1.4 Finanzierung
5.1.5 Reichweite & Resonanz
5.2 ARTE
5.2.1 Entstehung & Konzept
5.2.2 Sendesprachen
5.2.3 Programmstruktur
5.2.4 Finanzierung
5.2.5 Reichweite & Resonanz
6. Fazit & Zukunftsperspektive
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfolgspotenziale paneuropäischer Medienprodukte am Beispiel des Fernsehens unter Berücksichtigung der komplexen politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Europäischen Union. Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen für solche transnationalen Projekte zu identifizieren und auf Basis der Analyse der Sender Eurosport und ARTE Strategien sowie Zukunftsperspektiven für das paneuropäische Fernsehen abzuleiten.
3.3.2.1 Eurikon
Der erste transnationale Versuchskanal trug den Namen „Eurikon“ und wurde von der European Broadcasting Union initiiert. Ziel des Projekts war der Versuch, die Rahmenbedingungen eines gesamteuropäischen Programms in verschiedenen Sprachen mit sämtlichen organisatorischen Anforderungen zu testen und einem transnationalen Publikum bestehend aus Rundfunkspezialisten zu präsentieren. Inhaltlich sollte mit Europa-orientierten Inhalten aus Wirtschaft, Politik und Kultur ein vielfältiges Programm verbreitet werden. Beteiligte Rundfunkunternehmen waren die britische IBA, der österreichische ORF, die italienische RAI, die niederländische NOS und in Vertretung für die Bundesrepublik Deutschland die ARD.
Inhaltlich war das Ziel von Eurikon „(...)ein Kontrast- oder Ergänzungsprogramm zu den nationalen Systemen zu offerieren.“
Die Anstalten waren im Wechsel für die Programmgestaltung der jeweiligen Sendewoche verantwortlich. Die übrigen Anstalten lieferten Inhalte in ihren Originalsprachen, die dann in weitere Fremdsprachen übersetzt wurden, zu. Die Sendesprachen von Eurikon waren englisch, französisch, deutsch, italienisch, spanisch und holländisch. Eben in dieser Vielsprachigkeit lag jedoch das große Manko des Testkanals. Die Notwendigkeit der Übersetzung der Sendungen in sechs verschiedenen Sprachen und der daraus resultierende finanzielle Aufwand stellten die beteiligten Akteure vor enorme Schwierigkeiten. Untertitel, Dolmetscher und Synchronisation wurden nicht sauber umgesetzt.
1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum trotz der europäischen Einigung die mediale Landschaft weiterhin stark national geprägt ist und welche Rolle das Fernsehen dabei spielt.
2. Organe und Akteure in der Europapolitik – Grundlagen und Medienpolitische Relevanz: Dieses Kapitel stellt die politischen Institutionen der EU vor und erläutert ihre spezifischen Kompetenzen sowie ihre medienpolitische Bedeutung.
3. Geschichte und Entwicklung des transnationalen Fernsehens in Europa: Hier werden die historischen Versuche der 80er Jahre beleuchtet, paneuropäisches Fernsehen zu etablieren, sowie die technischen Entwicklungen, die dies erst ermöglichten.
4. Stand und Entwicklungspotenzial der Rahmenbedingungen für paneuropäisches Fernsehen in der EU: Das Kapitel widmet sich den rechtlichen Fundamenten, den Förderinstrumenten und dem soziologischen Kontext der europäischen Öffentlichkeit.
5. Analyse: Paneuropäische Fernsehsender in der Praxis: Dieses Hauptkapitel analysiert exemplarisch die Sender Eurosport und ARTE anhand ihrer Konzepte, Programmstrukturen und Finanzierungsmodelle.
6. Fazit & Zukunftsperspektive: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Erfolgsaussichten paneuropäischer Fernsehprojekte in einem ausdifferenzierten Markt bewertet.
Paneuropäisches Fernsehen, Europäische Union, Transnationale Fernsehprojekte, Medienpolitik, Eurosport, ARTE, Europäische Öffentlichkeit, Rundfunkrecht, MEDIA-Programme, Satellitenübertragung, Medienkonvergenz, Europäische Identität, Marktanteile, Spartenkanal, Fernsehmarkt
Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen paneuropäisches Fernsehen in der EU erfolgreich sein kann, und beleuchtet dazu die politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Arbeit behandelt die medienpolitischen Strukturen der EU, die Geschichte des transnationalen Fernsehens, rechtliche Vorgaben wie die Fernsehrichtlinie, Förderprogramme sowie die Analyse von Praxisbeispielen.
Das Ziel ist die Identifizierung von Erfolgspotenzialen und Schwierigkeiten bei transnationalen Fernsehprojekten, um zu verstehen, wie Akteure diese Herausforderungen in der Praxis meistern.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse politischer, rechtlicher und historischer Rahmenbedingungen sowie eine qualitative Fallstudienanalyse der beiden Sender Eurosport und ARTE.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EU-Organe, die historische Entwicklung, die rechtlichen Grundlagen, Förderinstrumente und die detaillierte Untersuchung der Fallbeispiele hinsichtlich Konzept und Finanzierung.
Paneuropäisches Fernsehen, EU-Medienpolitik, Eurosport, ARTE, europäische Öffentlichkeit, Rundfunkrecht und transnationale Medienprojekte.
Diese beiden Sender dienen als gegensätzliche Beispiele für erfolgreiche Konzepte: Eurosport als privatwirtschaftlich profitabler Sportsender und ARTE als öffentlich-rechtlich finanzierter Kulturkanal.
Mehrsprachigkeit stellt laut der Arbeit sowohl eine Notwendigkeit als auch eine enorme finanzielle und logistische Herausforderung dar, die maßgeblich über das Gelingen solcher Projekte mitentscheidet.
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