Examensarbeit, 2007
18 Seiten, Note: 1
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Topos der Mütterlichkeit in zwei Stücken Bertolt Brechts: "Der kaukasische Kreidekreis" und "Mutter Courage und ihre Kinder". Das Ziel ist es, die verschiedenen Ausprägungen von Mütterlichkeit innerhalb dieser Werke zu analysieren und ihre gesellschaftlichen Dimensionen zu beleuchten. Dabei werden die Beziehungen zwischen Müttern und Kindern im Kontext der jeweiligen Stücke betrachtet, um die Einflüsse auf die Entwicklung von Mütterlichkeit und Nicht-Mütterlichkeit zu verstehen.
Das erste Kapitel behandelt die einleitenden Überlegungen zur Mütterlichkeit als gesellschaftliches Thema und stellt die zentralen Fragestellungen der Arbeit dar. Es wird auf die unterschiedlichen Aspekte von Mütterlichkeit eingegangen und die Bedeutung der gesellschaftlichen Einflüsse auf die Entwicklung von Individuen hervorgehoben. Im zweiten Kapitel wird der Topos der Mütterlichkeit im "Kaukasischen Kreidekreis" untersucht. Hier werden die Figuren, die als Mütter oder mütterlich agieren, in ihren individuellen Handlungsweisen und Motiven analysiert. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Beziehung zwischen Natella Abaschwili, Grusche Vachnadze und der Bäuerin sowie deren jeweilige Produktivität und Mütterlichkeit gelegt.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen Mütterlichkeit und Gesellschaft in Bertolt Brechts Stücken. Die Analyse fokussiert auf die Charakterisierung der Mütterfiguren in "Der kaukasische Kreidekreis" und "Mutter Courage und ihre Kinder", die unterschiedlichen Ausprägungen von Mütterlichkeit, sowie die Bedeutung von sozialer Klasse und Produktivität für die Entwicklung von Mütterlichkeit und Nicht-Mütterlichkeit.
Brecht betrachtet Mütterlichkeit nicht nur biologisch, sondern als soziales Verhalten, das eng mit Fürsorge, Produktivität und gesellschaftlicher Klasse verknüpft ist.
Er verdeutlicht den Gegensatz zwischen biologischer Mutterschaft (Natella) und sozialer Mütterlichkeit (Grusche), wobei diejenige als wahre Mutter gilt, die das Kind schützt und fördert.
Mutter Courage versucht, ihre Kinder durch den Krieg zu bringen, verliert sie aber letztlich, weil ihr Geschäftssinn (Produktivität im Kapitalismus) mit ihrer mütterlichen Fürsorge kollidiert.
Produktivität bezieht sich bei Brecht auf das tätige Sorgen für das Leben und die Entwicklung anderer, was oft im Widerspruch zu rein egoistischen oder ökonomischen Interessen steht.
Die Arbeit zeigt auf, dass gesellschaftliche Strukturen und materielle Not das mütterliche Verhalten maßgeblich beeinflussen oder sogar deformieren können.
Es ist ein Brecht'sches Motiv, bei dem eine Figur (wie Grusche) trotz persönlicher Gefahr impulsiv handelt, um einem hilflosen Wesen beizustehen.
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