Bachelorarbeit, 2011
117 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Aktuelle Strukturen des Lokaljournalismus in Deutschland
3 Web-TV
3.1 Technische Voraussetzungen
3.2 Anbieter von Web-TV in Deutschland
3.3 Rechtliche Bedingungen für Web-TV
3.4 Reichweitenentwicklung von Web-TV in Deutschland
3.5 Aussichten für Web-TV
4 Journalistische Qualität
4.1 Qualität in der Diskussion
4.1.1 Definitionen journalistischer Qualität
4.1.2 Messbarkeit journalistischer Qualität
4.1.3 Dimensionen journalistischer Qualität
4.2 Wissenschaftliche Anforderungen an journalistische Qualitätsdimensionen
4.2.1 Aktualität
4.2.2 Objektivität
4.2.3 Relevanz
4.2.4 Vielfalt
4.2.5 Richtigkeit
4.2.6 Rechtmäßigkeit
4.2.7 Akzeptanz
4.2.8 Vermittlung
5 Vergleich lokale Magazinsendung mit lokalem Web-TV-Auftritt
5.1 Zielsetzung
5.2 Die Anbieter
5.2.1 ksta.tv
5.2.2 WDR Lokalzeit aus Köln
5.3 Methodik
5.3.1 Grundlagen zur Methodik
5.3.2 Festlegung der Variablen
5.3.3 Festlegung der Codes
5.3.4 Filterung der Analyseeinheiten
5.3.5 Datengrundlage
5.3.6 Untersuchungszeitraum
5.3.7 Methodenkritik
5.4 Übersicht der Ergebnisse
5.4.1 Erhebungstechnische Variablen
5.4.2 Kategorisierungs-Variablen
5.4.3 Formale Analyse
5.4.4 Journalistisch-qualitative Variablen
5.4.5 Variablen zur Beitragsqualität
5.5 Auswertung der Ergebnisse
5.5.1 Aktualität
5.5.2 Objektivität
5.5.3 Relevanz
5.5.4 Vielfalt
5.5.5 Richtigkeit
5.5.6 Vermittlung
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den Ist-Zustand journalistischer Qualität im lokalen Web-TV im Vergleich zu einer etablierten öffentlich-rechtlichen lokalen Magazinsendung. Ziel ist es herauszufinden, ob Web-TV das Potenzial besitzt, das klassische Fernsehen in lokaler Berichterstattung qualitativ zu ergänzen oder zu ersetzen, und welche inhaltlichen Schwerpunkte dabei jeweils gesetzt werden.
3.1 Technische Voraussetzungen
Web-TV wird per Datenleitung übertragen. Der Empfänger benötigt also einen Internetanschluss.
„Für den Empfang von Web-TV und den Abruf von Videodiensten im Internet reicht ein ISDN-Anschluss kaum aus. Besser eignet sich ein Breitbandzugang (ab 2 Mbit/s im Downstream) über DSL (Digital Subscriber Line) oder Fernsehkabel, wobei die Qualität der Übertragung häufig stark schwankt. Je höher die Übertragungsleistung, desto besser ist die Qualität der übertragenen Bilder.“
Für die kontinuierliche Übertragung von Videosignalen in Fernsehqualität werden Datenleitungen mit einer Übertragungsrate von mindestens sieben Megabit pro Sekunde benötigt. Soll hochauflösende HDTV-Qualität erreicht werden, sind etwa zwölf bis 15 Megabit pro Sekunde nötig. Solche Datengeschwindigkeiten erreicht zum Beispiel ein ADSL2+-Anschluss.
Der Datentransfer erfolgt über ein eigenständiges Netzwerkprotokoll, beim RealPlayer ist es das Real Time Streaming Protocol (RTSP). Während der Übertragung wird ein kontinuierlicher Datenstrom zwischen dem Anbieter-Server und dem Empfänger aufgebaut. Wegen der relativ großen Datenmengen kann der Server des Anbieters nur eine bestimmte Anzahl an Empfängern gleichzeitig bedienen.
Als Empfangsgerät benötigt der Web-TV-Nutzer einen PC oder ein mobiles Endgerät wie ein internetfähiges Handy, Smartphone oder einen Tablet-PC. Es ist auch möglich, einen Fernseher als Endgerät zu nutzen, wenn dieser mit einer Set-Top-Box oder integrierten Rechner- und Modemelementen erweitert wird. „Für jeden zweiten Käufer eines Fernsehers ist Web-TV schon heute ein wichtiges Kriterium.“
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Web-TV als neues Medium ein und definiert die Forschungsfrage, die den qualitativen Vergleich zwischen Web-TV und öffentlich-rechtlichem Lokalfernsehen zum Gegenstand hat.
2 Aktuelle Strukturen des Lokaljournalismus in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert den Medienwandel im lokalen Bereich, insbesondere den Rückgang der Zeitungsauflagen und den Anstieg digitaler Bewegtbildangebote.
3 Web-TV: Hier werden die technischen Grundlagen, die Anbieterlandschaft, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Nutzerzahlen von Web-TV erläutert.
4 Journalistische Qualität: Es erfolgt eine theoretische Aufarbeitung des Qualitätsbegriffs im Journalismus mit einer detaillierten Erläuterung der relevanten Qualitätsdimensionen wie Aktualität, Objektivität, Vielfalt und Vermittlung.
5 Vergleich lokale Magazinsendung mit lokalem Web-TV-Auftritt: Das Kernstück der Arbeit, in dem das methodische Vorgehen definiert und die Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse von ksta.tv und WDR Lokalzeit gegenübergestellt werden.
6 Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Erkenntnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Web-TV hinsichtlich der journalistischen Qualität gegenüber etablierten Fernsehformaten.
Lokaljournalismus, Web-TV, Journalistische Qualität, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Bewegtbild, Medienwandel, Inhaltsanalyse, Aktualität, Objektivität, Medienkonvergenz, Nutzerwahrnehmung, ksta.tv, WDR Lokalzeit, Qualitätsdimensionen, Informationsbeschaffung
Die Arbeit analysiert die journalistische Qualität lokaler Bewegtbildangebote im Internet (Web-TV) und vergleicht diese mit einer klassischen öffentlich-rechtlichen lokalen Fernsehsendung.
Die zentralen Themen sind der Strukturwandel im Lokaljournalismus, die technischen Rahmenbedingungen von Web-TV sowie die wissenschaftliche Fundierung und messbare Anwendung journalistischer Qualitätskriterien.
Ziel ist es zu überprüfen, ob Web-TV-Angebote bei der journalistischen Berichterstattung über lokale Ereignisse ähnliche Qualitätsstandards erreichen wie etablierte Fernsehformate.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt, bei der sowohl ksta.tv als auch die WDR Lokalzeit anhand eines spezifischen Kodierschemas auf ihre journalistischen Qualitätsdimensionen hin untersucht wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Qualitätskriterien im Journalismus und den empirischen Vergleich, bei dem Merkmale wie Aktualität, Objektivität, Relevanz und Vermittlung ausgewertet werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lokaljournalismus, Web-TV, journalistische Qualität, Medienkonvergenz und Inhaltsanalyse charakterisiert.
Die Ergebnisse zeigen Unterschiede vor allem in der Aktualitätsverarbeitung und in der journalistischen Tiefe der Recherchen; während der WDR bei der Professionalität und Quellenarbeit stärker abschneidet, bietet Web-TV andere Formen der thematischen Gewichtung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Web-TV eine wichtige Ergänzung darstellt, jedoch bei der journalistischen Professionalität und der Einhaltung hoher Qualitätsstandards in vielen Punkten noch Nachholbedarf gegenüber öffentlich-rechtlichen Angeboten hat.
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