Examensarbeit, 2003
63 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Transformation des Schulsystems in der SBZ/DDR während der Nachkriegszeit und untersucht die Entwicklung von der Weichenstellungsphase bis zur Etablierung eines sozialistischen Bildungssystems. Dabei werden die unterschiedlichen Handlungsweisen der Besatzungsmächte, die Rolle der SED, die Instrumentalisierung von Institutionen wie der FDJ und Pionierorganisation sowie die Bedeutung politischer Erziehung in Schulfächern beleuchtet.
Die vorliegende Hausarbeit konzentriert sich auf die Transformation des Schulsystems in der SBZ/DDR, die Instrumentalisierung des Bildungssystems zur Durchsetzung der sozialistischen Ideologie und die Bedeutung politischer Erziehung in der DDR. Zentrale Begriffe sind: Bildungspolitik, Sozialismus, SED, Besatzungsmächte, Entnazifizierung, Neulehrer, FDJ, Pionierorganisation, polytechnische Oberschule, Gegenwartskunde, Staatsbürgerkunde, Geschichtsunterricht, Föderalismus, Zentralismus.
Das Schulsystem wurde zentralisiert und nach sozialistischen Idealen umgestaltet, mit dem Ziel, das Denken der Kinder und Jugendlichen im Sinne der SED-Staatsführung zu beeinflussen.
Dieses Gesetz von 1946 bildete die Grundlage für die Schulreform in der SBZ. Es schaffte das mehrgliedrige Schulsystem ab und legte den Grundstein für die Einheitsschule und die Entnazifizierung des Lehrkörpers.
Neulehrer waren Personen, die oft aus der Arbeiterschicht stammten und in Kurzlehrgängen ausgebildet wurden, um die politisch belasteten Lehrer der NS-Zeit zu ersetzen und die sozialistische Erziehung zu garantieren.
Diese Organisationen waren Instrumente zur Politisierung des Schulalltags. Sie dienten der ideologischen Schulung, der Kontrolle der Freizeit und der Bindung der Schüler an das Staatssystem.
Die POS war der Standard-Schultyp in der DDR (ab 1959), eine 10-jährige Einheitsschule, die eine enge Verbindung zwischen allgemeiner Bildung und praktischer, produktiver Arbeit in Betrieben anstrebte.
Während die BRD auf Föderalismus und pluralistische Bildung setzte, war das DDR-System streng zentralistisch und auf die Vermittlung des Marxismus-Leninismus in Fächern wie Staatsbürgerkunde ausgerichtet.
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