Magisterarbeit, 2010
87 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1. Die Fragestellung
2. Das Untersuchungsprogramm
Hauptteil
I. Die Marktkarriere
1. Der faktische Erfolg der Romane
2. Die Vermarktungskette der Romane
II. Die Genres
1. Motivgeschichte
a.) Die Zeitreise
b.) Der Vampirismus
2. Das Bestsellerpotential
a.) Die Zeitreise
b.) Der Vampirismus
aa.) Der narrative Kern der Vampirfigur
bb.) Flexible Deutungsmuster der Vampirfigur
cc.) Die Anpassung an den Zeitgeschmack
3. Die Aktualisierung des Potentials
a.) Zeitreisen in Die Frau des Zeitreisenden
b.) Vampirismus in Twilight
III. Der Genremix
1. Die Zusammenführung mit dem Liebesthema
a.) Die Frau des Zeitreisenden
b.) Twilight
2. Die Entwicklung der Liebesthematik in Zeitreise- und Vampirgeschichten von der „Romantic Line“ zum Zentralmotiv
3. Die soziale Bedeutung von Liebe
IV. Die Globalisierung der Erzählungen
1. Der Bezug aus Weltkultur-Milieus in Die Frau des Zeitreisenden
2. Der Bezug auf Weltkultur-Milieus in Twilight
V. Die Darstellungsstrategien
1. Die direkte Rede
2. Die Perspektive
3. Die Abschnittslänge
VI. Zielgruppen-Orientierung
1. Jugend, Pubertät und Adoleszenz in Twilight
2. Die erwachsene Sichtweise in Die Frau des Zeitreisenden
Die Arbeit untersucht, wie „Die Frau des Zeitreisenden“ und die „Twilight“-Saga als globalisierte Bestseller funktionieren, indem sie traditionelle Genre-Motive mit modernen Liebesthemen und spezifischen Zielgruppenstrategien kombinieren, um den internationalen Erfolg als geplanten Prozess zu analysieren.
1. Die Fragestellung
Obwohl die Romane auf dem ersten Blick keine Gemeinsamkeiten zu haben scheinen - bei Twilight handelt es sich um einen Vampirgeschichte für Jugendliche, wo hingegen sich Die Frau des Zeitreisenden an ein erwachsenes Publikum richtet und sich mit dem Science-Fiction-Thema „Zeitreise“ beschäftigt – weisen die Bücher verblüffende Ähnlichkeiten in der Marktkarriere auf. Beide Romane scheinen vordergründig nur ein Randpublikum anzusprechen, erwiesen sich jedoch tatsächlich als überdurchschnittlich erfolgreich und konnten ihre Bestsellerqualitäten nicht nur auf dem Buchmarkt bzw. in den Filmtheatern unter Beweis stellen, sondern breiteten sich darüber hinaus gewinnbringend auf andere Vermarktungszweige (z.B. Hörbücher, Soundtracks etc.) aus. Beide Texte entwickelten sich außerdem innerhalb kurzer Zeit zu herausragenden Verkaufsschlagern auf mehreren Kontinenten.
Der zeitnahe Start in den verschiedenen Ländern lässt vermuten, dass mit einem relativ geringen kaufmännischen Risiko kalkuliert wurde. Tatsächlich wurde nicht abgewartet, ob sich die Romane nach ihrer Erstveröffentlichung als verkaufsstark erweisen würden. Außerdem wurden die Filmrechte derart zügig verkauft, dass es bei Die Frau des Zeitreisenden bereits vor der Veröffentlichung zum Vertragsabschluss kam. Beide Umstände lassen vermuten, dass von der Vertreiberseite mit einem Erfolg gerechnet wurde. Die Frau des Zeitreisenden und Twilight weisen übereinstimmende Marktkarrieren auf, deren Verlauf von Händlerseite wohl bereits in dieser Art erwartet worden war. Obschon beide Romane dies auf den ersten Blick kaum vermuten lassen, müssen sie deutliche Kennzeichen eines potentiellen Bestsellers aufweisen.
Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden Romane vor, skizziert die Fragestellung bezüglich ihrer Erfolgsmerkmale und erläutert das methodische Vorgehen.
I. Die Marktkarriere: Dieses Kapitel analysiert den faktischen Erfolg beider Romane und ihre systematische Einbindung in globale mediale Verwertungsketten.
II. Die Genres: Hier werden die Motivgeschichte und das Bestsellerpotential der Zeitreise- und Vampirthematik untersucht, einschließlich ihrer Modernisierung für den zeitgenössischen Markt.
III. Der Genremix: Das Kapitel betrachtet, wie die phantastischen Elemente mit Liebesgeschichten verschmelzen und welche soziale Bedeutung der Liebe in modernen Erzählungen zukommt.
IV. Die Globalisierung der Erzählungen: Diese Sektion zeigt auf, wie die Romane durch Bezüge zu Weltkultur-Milieus, Marken und Produkten international anschlussfähig und somit globalisiert werden.
V. Die Darstellungsstrategien: Es wird analysiert, wie erzählerische Techniken wie direkte Rede, Perspektive und Abschnittslängen eine filmische Adaption vorbereiten.
VI. Zielgruppen-Orientierung: Der letzte Hauptteil beleuchtet die unterschiedliche Ausrichtung der Romane auf jugendliche versus erwachsene Leserschaften und deren jeweilige psychologische Bedürfnisse.
Bestseller, Globalisierung, Zeitreise, Vampirismus, Liebesroman, Marktkarriere, Genremix, Literaturadaption, Zielgruppenorientierung, Adoleszenz, Moderne, Motivgeschichte, Verwertung, Erfolgsanalyse, Mediale Vermarktung.
Die Arbeit analysiert, wie die Romane „Die Frau des Zeitreisenden“ und „Twilight“ international zu überdurchschnittlich erfolgreichen Bestsellern wurden und welche Strategien zur globalen Vermarktung dabei eine Rolle spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Marktkarriere, der Analyse traditioneller Genres (Zeitreise und Vampir), der Verbindung zum Liebesthema sowie der gezielten Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Romane auf Textebene spezifische Kennzeichen aufweisen, die ihren Erfolg als geplant und strategisch kalkuliert ausweisen.
Die Verfasserin nutzt eine Literatur- und Medienanalyse, um die erzählerischen Merkmale, die Motivtradition sowie die Einbettung in gesellschaftliche Diskurse und Vermarktungsstrukturen zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in Marktkarriere, Motivgeschichte der Genres, den Genremix aus Liebe und Phantastik, die Globalisierungsstrategien, Darstellungsstrategien sowie eine detaillierte Zielgruppenanalyse.
Neben Begriffen wie Bestseller und Globalisierung stehen Konzepte wie Motivgeschichte, Genremix und die sozialpsychologische Bedeutung der Liebesthematik in der Moderne im Vordergrund.
Twilight fokussiert auf die Lebenswelt von Jugendlichen und Teenagern, während Die Frau des Zeitreisenden eine erwachsene Perspektive einnimmt und sich mit komplexeren, eher „realistischen“ Beziehungsproblemen auseinandersetzt.
Marken und populärkulturelle Anspielungen dienen als „Weltkultur-Pool“, der es ermöglicht, die Geschichten unabhängig von geographischen Grenzen global zu verbreiten und für den modernen „Weltbürger“ verständlich zu machen.
Sie fungiert als Ersatz für traditionelle religiöse Requisiten und ermöglicht den Vampiren, als moralisch reflektierende Individuen zu agieren, die trotz ihrer Natur eine Wahl treffen können.
Die Autorin stellt die These auf, dass durch die Wahl bewährter Genres, die Anpassung an moderne Bedürfnisse und die Vorwegnahme einer Verfilmung der ökonomische Erfolg von Beginn an in die Konzeption der Romane eingearbeitet wurde.
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