Magisterarbeit, 2010
120 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage und Problembeschreibung
1.2 Ziel der wissenschaftlichen Untersuchung
1.3 Fragestellung und Thesen
1.4 Gliederung der Arbeit
2. MEDIENKINDHEIT
2.1 Medienausstattung und -nutzung der Kinder
2.2 Kontextuelle Verständnis der Medienaneignung
2.3 Definition von Kindermedien
2.4 Der Kindermedienmarkt
3. MEDIENKOMPETENZ
3.1 Kindliche Medienkompetenzen
3.2 Die Forderung nach Medienkompetenz
3.3 Handlungsorientierte Medienpädagogik
4. AKTIVE MEDIENARBEIT
4.1 Mündigkeit und Emanzipation
4.2 Adressaten- und Lebensweltorientierung
4.3 Kommunikative Kompetenz
4.4 Handlungskompetenz
4.5 Handelndes Lernen
4.5.1 Interaktives Lernen
4.5.2 Lernen als Prozessuale Emanzipation
4.5.3 Gruppenarbeit
4.5.4 Exemplarisch Lernen
4.5.5 Lernen in authentischer Erfahrung
4.6 Ziele und Grenzen der Aktiven Medienarbeit
4.7 Aktive Medienarbeit ohne „alte“ Medien
5. BUCH – PROBLEMLAGE UND FORSCHUNGSINTERESSE
5.1 Ein altes Medium mit modernem Gesicht
5.2 Der Wandel des Buches
5.3 Die Stellung des Buches
5.4 Lesehäufigkeit von Kindern
5.5 Lesekompetenz in Deutschland
5.6 Perspektiven der Leseförderung
5.7 Buch – Ein vertrauenserweckendes Medium?
5.8 Buch – Ein vernachlässigtes Medium?
5.9 Buchprojekte
6. KONZEPT UND DURCHFÜHRUNG DER WISS. UNTERSUCHUNG
6.1 Auswahl des Forschungsgegenstandes
6.2 Eine qualitative Studie
6.3 Triangulation
6.4 Literatur- und Produktanalyse
6.5 Teilnehmende Beobachtung
6.5.1 Beobachtungsprotokoll
6.5.2 Beobachtung anderer Bereiche der Buchkinderarbeit
6.6 Interview
6.6.1 Experteninterview
6.6.2 Mitarbeiterinterviews
6.6.3 Interviews mit Buchkindern
7. DARSTELLUNG DES PROJEKTES
7.1 Entstehung der Buchkinder
7.2 Struktur und Aufbau
7.3 Finanzierung
7.4 Mitarbeiter
7.5 Zielgruppe
7.6 Die Buchkinderbücher
7.7 Die Werkstatt Grafische Höfe
7.8 Kursablauf Grafische Höfe
7.9 Die Werkstatt Lindenau
7.10 Kursablauf Lindenau
7.11 Lesungen
7.12 Ausgangspunkt: Freinet-Pädagogik
7.13 Ablauf einer Buchentstehung
7.14 Die vier Buchkinderregeln
7.15 Theorie vs. Praxis
8. AUSWERTUNG
8.1 Zur Vorgehensweise der Auswertung
8.1.1 Das Kategoriensystem
8.1.2 Auswahl und Charakterisierung des Materials
8.2 Adressatenorientierung
8.2.1 Zielgruppenkenntnisse
8.2.2 Konzept und Arbeitsmethoden
8.3 Lebensweltorientierung
8.3.1 Themen der Kinder
8.3.2 Einbezug der Lebenswelt in die Arbeitsmethode
8.4 Medienkompetenz
8.4.1 Medienwissen
8.4.1.1 Funktionswissen
8.4.1.2 Strukturwissen
8.4.1.3 Orientierungswissen
8.4.1.4 Zusammenfassung Medienwissen
8.4.2 Medienanalyse und Medienkritik
8.4.3 Medienhandeln
8.5 Weitere emanzipierende Kompetenzen
8.5.1 Selbstbewusstsein fördern
8.5.2 Kommunikative Kompetenz
8.5.2.1 Schreiben
8.5.2.2 Lesen
8.5.2.3 Ausdruck fördern
8.5.2.4 Kritik geben und nehmen lernen
8.5.3 Handlungskompetenz
8.6 Handelndes Lernen
8.6.1 Interaktives Lernen
8.6.2 Lernen als prozessuale Emanzipation
8.6.3 Gruppenarbeit
8.6.4 Exemplarisches Lernen
8.6.5 Zusammenfassung Handelndes Lernen
8.7 Lernen in authentischer Erfahrung
8.7.1 Die Erprobung in der Erwachsenenwelt
8.7.2 Medienproduzent sein
8.7.3 Kritisch seine Weltsicht äussern
8.7.4 Reichweite des Projektes
8.7.5 Grenzen des Projektes
9. ZUSAMMENFASSUNG
9.1 Projektvorstellung
9.2 Der Adressat und seine Lebenswelt stehen im Mittelpunkt
9.2.1 Adressatenorientierung
9.2.2 Lebensweltorientierung
9.3 Medienkompetenz
9.3.1 Medienwissen
9.3.2 Medienanalyse und Medienkritik
9.3.3 Medienhandeln
9.4 Weitere emanzipierenden Kompetenzen
9.4.1 Selbstbewusstsein fördern
9.4.2 Kommunikative Kompetenz
9.4.3 Handlungskompetenz
9.5 Handelndes Lernen
9.5.1 Interaktives Lernen
9.5.2 Lernen im Prozess
9.5.3 Gruppenlernen
9.5.4 Exemplarisches Lernen
9.5.5 Zusammenfassung Handelndes Lernen
9.6 Authentische Erfahrung
9.6.1 Die Erprobung in der Erwachsenenwelt
9.6.2 Medienproduzent sein
9.6.3 Kritisch seine Weltsicht äußern
9.6.4 Reichweite
9.6.5 Grenzen
9.7 Fazit
10. FORSCHUNGSEVALUATION UND AUSBLICK
10.1 Evaluation der Forschung
10.2 Ausblick
Die Magisterarbeit untersucht das Projekt „Buchkinder“ in Leipzig hinsichtlich seiner Eignung als Fallbeispiel für das medienpädagogische Konzept der „Aktiven Medienarbeit“ nach Fred Schell. Dabei wird analysiert, inwieweit das Medium Buch dazu genutzt werden kann, Kindern und Jugendlichen Kompetenzen für eine emanzipierte Teilhabe an der Gesellschaft zu vermitteln.
1.1 AUSGANGSLAGE UND PROBLEMBESCHREIBUNG
„Das Buch ist (auch) ein Medium“, wirbt 2009 die Fakultät für Buchwissenschaft der Universität Nürnberg/Erlangen für ihren Studiengang. Spricht man von Medien, so meint man tatsächlich meist die elektronischen. Auch Kinder nutzen das breite Angebot der elektronischen Medien. Fernsehen und Computer sind bei ihnen besonders beliebt. Doch was ist mit dem ältesten Kindermedium: dem Buch? Für über 50% Prozent gehört es noch dazu, auch neben der Schule zu lesen. Auch wenn insgesamt die Nutzung der elektronischen Medien angestiegen ist, so ist die Buchnutzung seit den 50er Jahren stabil geblieben. Bücher bestehen neben den neuen Medien und bleiben beliebt. Zudem vermittelt die Rezeption mit dem verstaubten Medium Schlüsselqualifikationen, welche für die aktive Teilnahme an der heutigen Lebenswelt unerlässlich sind.
Zweifellos ist die Lesekompetenz die entscheidende Qualifikation für den Umgang mit fast allen Medien. Die Fähigkeit, komplizierte Informationen zu lesen und zu verstehen ist für den Erfolg in der Ausbildung, am Arbeitsplatz und im Alltagsleben unverzichtbar, ebenso der Umgang mit Büchern. In medienpädagogischen Projekten liegt der Schwerpunkt jedoch deutlich auf dem Erlernen eines kompetenten Umgangs mit den neuen oder elektronischen Medien. Dies wird auch von politischer Seite erkannt und unterstützt. Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation für die Informations- und Kommunikationsgesellschaft soll vor allem über die neuen Medien bezogen werden. Die Medienarbeit mit dem Buch ist rückläufig, schon aus dem Grund, dass die Forderung nach Medienpädagogik meist erst mit einem öffentlichen Aufbegehren gegen potenzielle Mediengefahren wach wird. Und diese verkörpern momentan die elektronischen Medien. Das Buch wird zum vernachlässigten Medium.
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der Arbeit, das Ziel der Untersuchung sowie die leitenden Fragestellungen bezüglich der Anwendbarkeit aktiver Medienarbeit auf das Buch.
2. MEDIENKINDHEIT: Analysiert die aktuelle Lebenswelt von Kindern, die von einer globalisierten Medien- und Konsumkultur geprägt ist, und beleuchtet den Kindermedienmarkt.
3. MEDIENKOMPETENZ: Erläutert den Stellenwert von Medienkompetenz als notwendige Kulturtechnik und die Bedeutung der handlungsorientierten Medienpädagogik.
4. AKTIVE MEDIENARBEIT: Stellt das Konzept der aktiven Medienarbeit nach Fred Schell vor, das auf Mündigkeit, Emanzipation und dem Prinzip des handelnden Lernens basiert.
5. BUCH – PROBLEMLAGE UND FORSCHUNGSINTERESSE: Diskutiert den Wandel des Buches vom Kult- zum Massenmedium und plädiert für die Wiederentdeckung der Bucharbeit in der Pädagogik.
6. KONZEPT UND DURCHFÜHRUNG DER WISS. UNTERSUCHUNG: Beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Studie anhand des Projekts Buchkinder, einschließlich Beobachtungen und Interviews.
7. DARSTELLUNG DES PROJEKTES: Bietet einen detaillierten Einblick in die Entstehungsgeschichte, Struktur und Arbeitsweise der Buchkinder-Werkstätten.
8. AUSWERTUNG: Analysiert die Ergebnisse der Untersuchung im Hinblick auf Kategorien wie Adressatenorientierung, Medienkompetenz und handelndes Lernen.
9. ZUSAMMENFASSUNG: Führt die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und vergleicht das Projekt Buchkinder mit den Anforderungen aktiver Medienarbeit.
10. FORSCHUNGSEVALUATION UND AUSBLICK: Reflektiert kritisch über den Forschungsprozess und formuliert Empfehlungen für eine zukünftige, fundiertere Bucharbeit.
Medienpädagogik, Buchkinder, aktive Medienarbeit, Medienkompetenz, Lesekompetenz, Freinet-Pädagogik, Kinderliteratur, Medienaneignung, Buchprojekt, qualitative Forschung, Handlungsorientierung, Mündigkeit, Buchherstellung, Kindermedien, Medienproduktion.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Analyse des Leipziger Projekts „Buchkinder“ und untersucht, ob das medienpädagogische Konzept der „Aktiven Medienarbeit“ erfolgreich auf das Medium Buch übertragen werden kann.
Die Arbeit behandelt die kindliche Mediensozialisation, das Konzept der Medienkompetenz, die aktuelle Stellung des Buches sowie die pädagogische Methodik der Buchproduktion durch Kinder.
Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Konzept der Aktiven Medienarbeit nach Fred Schell – welches primär für elektronische Medien entwickelt wurde – auf das Medium Buch angewendet werden kann, um Kinder bei der Medienproduktion zu fördern.
Die Autorin wählt eine qualitative Untersuchungsmethode, die auf dem Prinzip der Triangulation basiert. Dies umfasst Literatur- und Produktanalysen, teilnehmende Beobachtungen in Kursen sowie Experten- und Teilnehmerinterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Medienpädagogik und des Buchwesens, eine ausführliche Projektvorstellung der „Buchkinder“ sowie eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf medienpädagogische Kernkategorien.
Wichtige Begriffe sind Aktive Medienarbeit, Buchkinder, Medienkompetenz, Freinet-Pädagogik und handlungsorientiertes Lernen.
Es dient als praxisnahes Modell, da es Kinder aktiv als Autoren und Illustratoren in den Prozess der Buchentstehung einbindet und somit Potenziale bietet, die über das reine Lesen hinausgehen.
Die pädagogische Methodik des Projekts orientiert sich an Célestin Freinet, insbesondere durch das Prinzip des freien Schreibens und die Einbindung der Kinder als aktive Schöpfer ihrer eigenen Medien.
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