Bachelorarbeit, 2010
44 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Diese Arbeit untersucht die Funktion der Großaufnahme bei der Darstellung des jüdischen Gesichts in antisemitischen Propagandafilmen. Im Fokus stehen die Filme "Der Ewige Jude" und "Jud Süß". Die Arbeit analysiert die Rolle der Großaufnahme im Kontext der nationalsozialistischen Rassenlehre und Propaganda, wobei sie die historischen und theoretischen Grundlagen des Antisemitismus beleuchtet.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Motivation für die Analyse der Großaufnahme im Kontext antisemitischer Propagandafilme. Kapitel 2 beleuchtet die historische Entwicklung der Physiognomik und ihrer Verbindung zur Rassenlehre. Es werden exemplarische Beispiele antisemitischer Rassentheorien vorgestellt, um das antisemitische Klima in Deutschland vor dem Nationalsozialismus aufzuzeigen. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der nationalsozialistischen Rassenlehre, insbesondere mit der physiognomischen Beschreibung jüdischer Gesichter. Kapitel 4 analysiert die nationalsozialistische Propaganda, mit besonderem Fokus auf den NS-Film. Es werden antisemitische Tendenzen im NS-Film beleuchtet. Kapitel 5 stellt unterschiedliche Theorien zur Funktion der Großaufnahme vor. Kapitel 6 analysiert die Gesichtsbilder in den Filmen "Der Ewige Jude" und "Jud Süß" und untersucht deren Funktion im Kontext der antisemitischen Propaganda. Kapitel 7 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen.
Antisemitismus, Rassenlehre, Physiognomik, Großaufnahme, Propaganda, Nationalsozialismus, "Der Ewige Jude", "Jud Süß", Gesichtsbilder, Film, Jüdische Gesichter, Antisemitische Propagandafilme.
Großaufnahmen wurden genutzt, um jüdische Gesichter physiognomisch zu dekonstruieren und im Sinne der NS-Rassenlehre als "fremd" oder "böse" zu markieren.
"Der Ewige Jude" nutzt einen dokumentarischen Schein mit Laienaufnahmen, während "Jud Süß" ein inszenierter Spielfilm ist, der professionelle Schauspieler nutzt, um antisemitische Klischees zu verkörpern.
Die Tonspur gibt den Bildern oft erst die eindeutig antisemitische Richtung vor, da die reinen Gesichtsbilder ohne Kommentar beim Publikum teils Mitleid erregten.
Die Physiognomik diente als pseudowissenschaftlicher Vorläufer der Rassenlehre, indem sie versuchte, vom äußeren Erscheinungsbild auf den Charakter zu schließen.
Die Arbeit nennt unter anderem Houston Stewart Chamberlain und Alfred Rosenberg als einflussreiche Ideengeber für Hitlers Weltbild.
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