Diplomarbeit, 2010
90 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Rückblick: Vorgeschichte des Challenge-Hindrance-Stressor-Modells
1.2 Ausblick: Vorhaben dieser Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Stress
2.2 Coping
2.2.1 Definition und Begriffsbestimmung
2.2.2 Transaktionales Stressmodell
2.2.3 Stressbewältigung im Arbeitskontext
2.2.4 Coping als Trait oder als State?
2.2.5 Wahrgenommene Kontrolle und die „Goodness-of-Fit“-Hypothese
2.3 Innovatives Verhalten und Kreativität
2.3.1 Definition
2.3.2 Begriffsbestimmung
2.3.3 Bedingungen von innovativem Verhalten und Kreativität
2.4 Aktueller Stand der Forschung nach dem Challenge-Hindrance-Modell
3. Hypothesen
3.1 Unterschiedshypothesen
3.2 Zusammenhangshypothesen
3.2.1 Challenge-Stressors
3.2.2 Hindrance-Stressors
3.3 Mediatorhypothesen
4. Methoden
4.1 Operationalisierung
4.2 Instrumente
4.2.1 Stressors
4.2.2 Wahrgenommene Kontrolle
4.2.3 Coping
4.2.4 Kreativität und innovatives Verhalten
4.2.5 Kontrollvariablen
4.3 Stichprobe
5. Ergebnisse
5.1 Unterschiedshypothesen
5.2 Zusammenhangshypothesen
5.3 Mediatorhypothesen
6. Diskussion
6.1 Bewertung der Ergebnisse
6.1.1 Gesamtbewertung
6.1.2 Bewertung der Hypothesen
6.1.3 Die Rolle des Handlungsspielraums
6.2 Einschränkungen dieser Studie
6.3 Hinweise für künftige Forschung
6.4 Hinweise für die Praxis
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Stress, Kontrollierbarkeit, Coping und dem innovativen Verhalten sowie der Kreativität von Arbeitnehmern. Ziel ist es zu klären, welche Mechanismen (insbesondere durch das Challenge-Hindrance-Stressor-Modell beschrieben) das innovative Verhalten beeinflussen und ob die wahrgenommene Kontrolle und der Coping-Stil als Mediatoren fungieren.
1. Einleitung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Stress und Kreativität so wie innovativem Verhalten am Arbeitsplatz. Dass Stress einen Einfluss auf viele arbeitsbezogene Kriterien hat, von Verhalten am Arbeitsplatz, Arbeitsleistung im engeren und weiteren Sinne bis hin zu psychischen Erkrankungen, ist hinreichend bekannt. Dass sich bestimmte Stressoren auch positiv auswirken können, ist noch nicht so lange bekannt, und der Gedanke hat sich noch nicht durchgesetzt. Zu dieser Thematik möchte ich etwas beitragen und dabei helfen, Stress differenzierter zu betrachten. Hier wird die Auswirkung von Stress auf ein besonders empfindliches Verhalten, nämlich Kreativität und innovatives Verhalten bei Arbeitnehmern, untersucht. Kreativität und innovatives Verhalten von Arbeitnehmern spielen für die Anpassungsfähigkeit von Organisationen an eine sich schnell ändernde Umwelt eine große Rolle. Dabei sind keine Arbeitsplätze gemeint, die per Definition ein großes Maß an Kreativität erfordern. Das Zusammenspiel der beiden Konstrukte Stress so wie Kreativität und innovatives Verhalten wurde bisher wenig beachtet.
Untersuchungen zu herausforderndem Stress (so genanntem Challenge-Stress) und Kreativität so wie innovativem Verhalten gibt es bisher gar nicht. Erstmals wird beleuchtet, ob sich herausfordernder Stress, wie bei so vielen anderen arbeitsbezogenen Kriterien positiv auf Kreativität und innovatives Verhalten bei Arbeitnehmern auswirkt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Stress am Arbeitsplatz ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Stressoren (Challenge/Hindrance) und innovativem Verhalten dar.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen theoretischen Konzepte wie Stress, Coping-Prozesse, das transaktionale Stressmodell sowie die Definition von Kreativität und Innovation im Arbeitskontext erarbeitet.
3. Hypothesen: In diesem Kapitel werden die aufgestellten Unterschieds-, Zusammenhangs- und Mediatorhypothesen präzise formuliert.
4. Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Operationalisierung der Konstrukte sowie die verwendeten Messinstrumente und die Stichprobe.
5. Ergebnisse: Hier werden die statistischen Auswertungen der Daten präsentiert und die Hypothesen auf Basis der Berechnungen bewertet.
6. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, bewertet die Hypothesen, diskutiert die Bedeutung des Handlungsspielraums und formuliert Einschränkungen sowie Hinweise für Forschung und Praxis.
Stress, Challenge-Stressor, Hindrance-Stressor, Kreativität, Innovatives Verhalten, Kontrollierbarkeit, Coping, Stressbewältigung, Transaktionales Stressmodell, Handlungsspielraum, Arbeitsplatz, Stressverarbeitung, Motivation, Arbeitsleistung, Organisationspsychologie
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Arten von Arbeitsstress (herausfordernd vs. hindernd) die Kreativität und das innovative Verhalten von Mitarbeitern beeinflussen.
Die Themenfelder umfassen arbeitspsychologische Stressmodelle, Coping-Strategien, wahrgenommene Kontrolle am Arbeitsplatz sowie innovative Arbeitsleistungen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und wie die psychischen Prozesse der Stressverarbeitung (Kontrolle und Coping) zwischen dem Auftreten von Stressoren und dem kreativen Verhalten vermitteln.
Es wurde eine quantitative Feldstudie mit 157 Arbeitnehmern aus 14 Unternehmen durchgeführt, wobei Daten mittels Fragebögen erhoben und statistisch durch Regressionsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Ableitung von Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Durchführung sowie die Präsentation und kritische Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind Stressoren, Coping-Stil, wahrgenommene Kontrolle, Kreativität und innovatives Verhalten am Arbeitsplatz.
Die Bewertung durch Vorgesetzte wurde gewählt, um Artefakte und den Einfluss stabiler Persönlichkeitsmerkmale zu reduzieren, die bei Selbstratings auftreten könnten.
Der Handlungsspielraum erwies sich als eine der einflussreichsten Kontrollvariablen, die einen signifikanten Beitrag zur Varianzaufklärung in den Modellen leistete.
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