Bachelorarbeit, 2010
27 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Definition grundlegender Begriffe
2.1. Raum
2.2. Virtualität
2.3. Virtueller Raum
2.4. Cyberspace
2.5. Metapher
3. Der Raum
3.1. Geschichte des Raumes
3.2. Virtuelle Räume
4. Aktueller Forschungsstand
4.1. Raum als interdisziplinäres Forschungsfeld
4.1.1. Raumkonzepte
5. Ausgewählte Aspekte des virtuellen Raums
5.1. Virtualität & Wirklichkeit
5.2. Grenzenloser Raum
5.2.1. Virtualität vs. Realität
5.2.2. Virtualität & Simulation
5.3. Raum & Körper(lichkeit)
5.3.1. Technik, Fiktionalität & das Ich in der virtuellen Welt
6. Auswirkungen auf die Gesellschaft
6.1. Virtuelle Gesellschaft
6.1.1. Virtuelle Räume als soziale Interaktionsräume
6.2. Die Informationsgesellschaft
7. Konklusion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des virtuellen Raums im postmodernen Zeitalter, mit einem besonderen Fokus auf die Entstehung, Berechtigung und Auswirkung der gebräuchlichen Raummetaphern im Internet, um die gesellschaftskulturellen Konsequenzen der zunehmenden Digitalisierung aufzuzeigen.
5.2. Grenzenloser Raum?
In seiner Etymologie bedeutet das Wort Raum, das vom althochdeutschen Vokabel ‚rum‘ kommt, Weite, Freiheit und freier Raum (www.uni-rostock.de)3. Demnach ist ein Raum eine Matrize, die es zu füllen gilt. In der aktuellen Diskussion muss aus diesem Verständnis heraus ein grundlegender Wandel gedacht werden, da aus geographischer Sichtweise materielle Raumkonzeptionen durch ihre Grenzen definiert und strukturiert und durch die Art und Anordnung ihrer Dinge, Fundamente und Menschen (Löw 2001: S.23) hergestellt werden. Im Netz jedoch können Räume keine ‚wirkliche‘ Materialität erreichen, weil sie lediglich aufgrund kommunikativer Handlungen und semantischer Informationen in Form von Zeichenkombinationen bestehen. Der virtuelle Raum bildet sich demzufolge durch eine Menge von Zeichen und Informationen, was ihn zu einem „Raum der Repräsentation“ (Becker 2004: S.110) macht. Die Frage, die in diesem Kontext auftaucht, ist vielmehr, ob es Abgrenzungen im sog. „grenzenlosen Raum“ gibt, wo die Grenzen der virtuellen Räume zu verorten sind, oder ob im Kontext unfassbarer Datenmengen und der gängigen Metapher des Netzes, welche einmal mehr den Anschein der Unendlichkeit proklamiert und damit die Macht des Netzes stärkt, gesprochen werden kann. Die Grenzen der virtuellen Räume sind nicht auf deren virtuelle und aus internet- und technikdeterministischer Sichtweise irreale Konzeptionen beschränkt, viel weniger noch kann von nationalstaatlichen Grenzen gesprochen werden, bedingte doch das Netz die Unterminierung nationalstaatlicher Grenzen, wodurch sich der Raum zum internationalen Territorium entwickelt(e) (vgl. Niedermaier 2004: S.126).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den grundlegenden gesellschaftlichen Wandel durch das digitale Medienzeitalter und stellt die Forschungsfrage nach der Funktion von Raummetaphern im Internet.
2. Definition grundlegender Begriffe: Es werden fundamentale Begriffe wie Raum, Virtualität, virtueller Raum, Cyberspace und Metapher definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Der Raum: Dieses Kapitel widmet sich der Geschichte des Raumbegriffs und der Einführung virtueller Räume als neue, postmoderne Raumkonzeptionen.
4. Aktueller Forschungsstand: Der virtuelle Raum wird als junges, interdisziplinäres Forschungsfeld beleuchtet, wobei grundlegende Raumkonzepte nach Ahrens vorgestellt werden.
5. Ausgewählte Aspekte des virtuellen Raums: Dieser Hauptteil untersucht die Dichotomie zwischen Virtualität und Wirklichkeit, die Problematik der Grenzenlosigkeit sowie die Konstruktion von Körperlichkeit im Netz.
6. Auswirkungen auf die Gesellschaft: Es wird analysiert, wie sich das Zusammenleben in eine virtuelle Gesellschaft transformiert und welche Rolle dabei Informationsgesellschaft und soziale Interaktionsräume spielen.
7. Konklusion: Das Fazit fasst die Transformation durch das Netz zusammen und betont die Rolle des Menschen als kommunikatives Wesen, das sich stetig in neu geschaffenen Welten bewegt.
Virtueller Raum, Cyberspace, Digitalisierung, Virtualität, Raummetaphern, Informationsgesellschaft, Kommunikation, Interaktion, Körperlichkeit, Postmoderne, Medienkultur, Simulation, Internet, soziale Räume, Vernetzung.
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation unserer Lebenswelt durch das Internet und der Frage, wie wir den virtuellen Raum in unserer Gesellschaft wahrnehmen und konstruieren.
Zu den Schwerpunkten zählen Raumtheorien, die Wirkung digitaler Metaphern, die Veränderung sozialer Interaktionen sowie die Auswirkungen auf unsere Identität und Körperlichkeit.
Das Ziel ist es, die im Internet gebräuchlichen Raummetaphern auf ihre Entstehung und Berechtigung zu prüfen und die gesellschaftlichen Konsequenzen dieser Entwicklungen aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse medien- und kommunikationswissenschaftlicher Diskurse sowie auf die Einbettung in soziologische Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme aktueller Raumkonzepte sowie eine tiefgehende Untersuchung zur Virtualität, zur Simulation und zum Einfluss neuer Medien auf das gesellschaftliche Zusammenleben.
Zentrale Begriffe sind virtueller Raum, Cyberspace, Virtualität, Informationsgesellschaft und soziale Interaktionsräume.
Das Internet führt laut Autor dazu, dass der Raum nicht mehr rein an physische Größen gebunden ist, sondern als Ortlosigkeit begriffen wird, was neue, flexible Formen des Handelns ermöglicht.
Der Begriff wird verwendet, um das Internet als einen Ort zu beschreiben, der zwar virtuell ist, aber als immaterieller Gegenentwurf zur materiellen Welt fungiert und somit unsere Wirklichkeit ergänzt.
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