Examensarbeit, 2001
74 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Der Werkstoff Gips als Ausgangsmaterial
2.2 Die kulturelle Bedeutung der Maske
2.3 Die Gestaltung der Plastik
2.4 Die Gestaltungstechnik der Verfremdung
2.4.1 Die werkstofftechnische Verfremdung
2.4.2 Die farbliche Verfremdung
2.5 Die emotional verfremdete Maske
3. Überlegungen zur Organisation und den Rahmenbedingungen
3.1 Verwendete Werkstoffe, Werkzeuge und Medien
3.4 Ordnungsrahmen
3.5 Räumlichkeiten
4. Vorüberlegungen zum Unterrichtsvorhaben
4.1 Lernausgangslage der Klasse
4.2 Didaktische Begründung des Unterrichtsvorhabens
4.3 Ziele des Unterrichtsvorhabens
4.4 Methodische Vorüberlegungen
5. Durchführung des Unterrichtsvorhabens
5.1 Tabellarischer Aufbau des Unterrichtsvorhabens
5.2 Ausführliche Beschreibung der Einführungsstunde
5.2.1 Sachanalyse
5.2.2 Lernvoraussetzungen
5.2.3 Didaktische Begründung
5.2.4 Methodische Begründung
5.2.5 Verlaufsplanung
5.2.6 Reflexion
5.3 Die 2. Unterrichtsstunde
5.3.1 Verlaufsplanung
5.3.2 Reflexion
5.4 Die 3. Unterrichtsstunde
5.4.1 Verlaufsplanung
5.4.2 Reflexion
5.5 Ausführliche Beschreibung der 4. Unterrichtsstunde
5.5.1 Sachanalyse
5.5.2 Lernvoraussetzungen
5.5.3 Didaktische Begründung
5.5.4 Methodische Begründung
5.5.5 Verlaufsplanung
5.5.6 Reflexion
5.6 Abschlußstunde
5.6.1 Verlaufsplanung
5.6.2 Reflexion
6. Reflexion und Auswertung des Unterrichtsvorhabens
7. Verzeichnisse
7.1 Literaturverzeichnis
7.2 Internetquellen
8. Anhang
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob Schüler einer dritten Klasse in der Lage sind, einen emotionsneutralen Gesichtsabdruck aus Gips durch den gezielten Einsatz von Werkstoffen, Farben und Formen in eine emotional ausdrucksstarke Maske zu verwandeln und sich anschließend mit dieser zu identifizieren. Dabei wird erforscht, inwiefern dieser gestalterische Prozess pädagogischen Wert besitzt und den Lernzuwachs der Kinder fördert.
2.1 Der Werkstoff Gips als Ausgangsmaterial
Der Werkstoff Gips dient als Ausgangsmaterial zur Gestaltung der Gesichtsabdrücke. Gips ist ein farbloses bis weißes Calciumsulfat, eine Art Pulver und entsteht durch Auskristallisierung aus übersättigtem Meerwasser. Wichtige Vorkommen in Deutschland sind im Harz, Eisleben in Sachsen-Anhalt und Borken bei Kassel. Dieser Pulvergips wird unter anderem zu Modellgips und Gipsbinden verarbeitet. Modellgips kann gut zur Gestaltung von Plastiken und Skulpturen verwendet werden. Es bietet den Vorteil, dass er sich gut mit anderen Materialien verbindet, schnell austrocknet und so eine Stabilität in der Verbindung mit den anderen Materialien garantiert.
In der Medizin wird der Gipsverband verwendet, der innerhalb von Minuten aushärtet und nach kurzer Zeit voll belastbar ist. In der bildenden Kunst wird Gips für die Gestaltung von Skulpturen und Erstellung von Plastiken verwendet. Schon in der Antike wurde Gips als Baumaterial verwendet.4
Gipsbinden sind Celluloseverbände, welche in speziell zubereitetem Gips eingelegt werden, so dass der Gips sich mit den Fasern verbindet. Gipsbinden werden für medizinische Zwecke sterilisiert, in Folie verpackt und sind der Apotheken erhältlich. So sind sie lange haltbar. Sie eignen sich gut zur Gestaltung von Abdrücken und beugt weitestgehend schmieriger Arbeit vor, da sie eine gebundene Masse sind. Trotzdem sind sie angefeuchtet sehr formbar. Alle modifizierten Massen, die Gips beinhalten, haben die Eigenschaft nach kurzer Zeit zu erhärten. Dies erfolgt aufgrund einer chemischen Abbindung des Gips. So kann nur die Trockenmasse bevorratet werden.
Modellgips wird mit Wasser angerührt und lässt sich im flüssigen Zustand in beliebige Formen gießen. Er läßt sich im leicht angehärteten Zustand auch selber formen und härtet zu einem geringen Härtegrad aus.5
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Formulierung der zentralen Forschungsfrage und Einbettung in den schulischen Kontext.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Bedeutung von Gips als Werkstoff, der kulturellen Maskengeschichte sowie technischer Aspekte der Verfremdung.
3. Überlegungen zur Organisation und den Rahmenbedingungen: Darstellung der benötigten Materialien, Medien sowie struktureller Ordnungsaspekte im Werkraum.
4. Vorüberlegungen zum Unterrichtsvorhaben: Analyse der Lernausgangslage der Klasse und didaktisch-methodische Begründung des Vorhabens.
5. Durchführung des Unterrichtsvorhabens: Detaillierte Dokumentation der einzelnen Unterrichtsstunden, deren Lernziele, Verlaufsplanungen und anschließende Reflexionen.
6. Reflexion und Auswertung des Unterrichtsvorhabens: Zusammenfassende Bewertung des Vorhabens und Beantwortung der Ausgangsfragen.
7. Verzeichnisse: Zusammenstellung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
8. Anhang: Auflistung zusätzlicher Materialien wie Sitzpläne, Medienlisten und Bewertungsbögen.
Gips, Maske, Verfremdung, Emotion, Unterrichtsvorhaben, Werkunterricht, Identifikation, Plastik, Karneval, Kreativität, Gestaltung, Grundschule, Material, Ausdruck, Farblehre.
Die Hausarbeit untersucht die Gestaltung von emotionalen Masken aus Gips-Gesichtsabdrücken im Werkunterricht einer dritten Grundschulklasse.
Die zentralen Felder sind die Materialkunde (Gips), die kulturhistorische Bedeutung von Masken, die psychologische Bedeutung von Emotionen und die methodische Umsetzung im Kunstunterricht.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Drittklässler durch handwerkliches Arbeiten in der Lage sind, ihren eigenen Gesichtsabdruck so zu verfremden, dass ein gewünschter Gefühlsausdruck entsteht, und ob sie eine Identifikation mit diesem neuen Objekt aufbauen können.
Es handelt sich um ein praxisorientiertes Unterrichtsvorhaben mit anschließender Reflexion und Auswertung, gestützt auf fachdidaktische Konzepte und psychologische Theorien zur Entwicklung von Kindern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, organisatorische Rahmenbedingungen, die Vorbereitungen des Vorhabens sowie die detaillierte Durchführung und Reflexion der einzelnen Unterrichtsstunden.
Wichtige Begriffe sind Gips, Verfremdung, Maske, Emotion, Gestaltung und Grundschulunterricht.
Durch die Arbeit in Partnerteams und die einfühlsame Begleitung der Lehrperson konnten Ängste abgebaut und ein Vertrauensverhältnis geschaffen werden, das den Lernprozess stützte.
Karneval bietet einen kulturhistorischen Kontext, der das Verkleiden und die Identitätsveränderung durch Masken in den Mittelpunkt stellt, was das theoretische Thema ideal mit der Lebenswelt der Kinder verbindet.
Die Reflexionsphasen sind zentral, um die eigenen Erfahrungen zu bewerten, Kritik konstruktiv zu formulieren und das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Material, Form und Emotion zu vertiefen.
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