Diplomarbeit, 2009
101 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
1.1 Erkenntnisinteresse
1.2 Fragestellung und Vorgehensweise
2 PIONIERINNEN DER TECHNIK
2.1 Biographien (19.- 20. Jahrhundert)
2.2 Biographien (20.- 21. Jahrhundert)
2.3 Weitere Forschungsgebiete von Frauen
3 THEORETISCHE ANALYSE
3.1 Gender Mainstreaming
3.1.1 Begriffserklärung „Gender“ – „ Mainstreaming“
3.1.2 Berufsorientierung für Mädchen in technischen Berufen
3.1.3 Informationen über technische Berufe
3.1.4 Praktische Anwendungen
3.1.5 Anreize „Bezahlung“
3.1.6 Schnuppertage
3.1.7 Sommercamps für Mädchen/Interesse für Technik wecken
3.1.8 Zusammenfassung
3.2 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE SOZIALISATION
3.2.1 Die Rolle des Elternhauses
3.2.1.1 Hemmende Faktoren
3.2.1.2 Fördernde Faktoren
3.2.2 Die Rolle der Schule
3.2.2.1 Hemmende Faktoren
3.2.2.2 Fördernde Faktoren
3.2.3 Zusammenfassung
3.3 GESCHLECHTSSPEZIFISCHER ZUGANG ZUR TECHNIK
3.3.1 Berufsbild „männlich geprägt“
3.3.2 Technikberufe
3.3.3 Fehlende Vorbilder für Mädchen in der Technik
3.3.4 Doppelorientierung – Beruf und Familie
3.3.5 Männer sehen Frauen in der Technik als „Eindringling“
3.3.6 Zusammenfassung
4 EMPIRISCHE ERHEBUNG
4.1 FRAUEN IN TECHNISCHEN BERUFEN IN KÄRNTEN
4.1.1 Lehrlingsausbildung „Mädchen“ in Kärnten
4.1.2 Chancengleichheiten am Arbeitsmarkt
4.1.3 Zusammenfassung
4.2 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
4.2.1 Analyse
4.2.1.1 Individuelle Ebene
4.2.1.2 Unternehmerische Ebene
4.2.2 Ergebnis
4.3 BEFRAGUNGEN VON TECHNIKERINNEN
4.3.1 Berufsausbildung
4.3.1.1 Eltern
4.3.1.2 Keine Unterschiede zwischen Buben und Mädchen
4.3.1.3 Erfahrungen in der Schule
4.3.1.4 Interesse an technischen Berufen
4.3.1.5 Mehr Lehrerinnen in technischen Schulen
4.3.2 Berufseinstieg und Karriereverlauf
4.3.3 Beschäftigung bzw. Tätigkeit
4.3.4 Berufliche Situationen
4.3.5 Vereinbarkeit von Beruf und Familie
4.4 FALLBEISPIELE
4.4.1 Interview 1
4.4.2 Interview 2
4.4.3 Interview 3
4.4.4 Interview 4
4.4.5 Interview 5
4.4.6 Interview 6
4.5 GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE DER FALLBEISPIELE
4.5.1 Gemeinsamkeiten
4.5.2 Unterschiede
4.6 BEFRAGUNGEN VON UNTERNEHMEN
4.6.1 Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen
4.6.2 Beschäftigte/Anteil der Frauen in Führungspositionen
4.6.3 Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
4.6.4 Gleiche Entlohnung
4.6.5 Karenz/Wiedereinstieg ins Berufsleben
4.6.6 Maßnahmen für die Familie
4.6.7 Zusammenfassung
4.7 FALLBEISPIELE
4.7.1 Interview 1
4.7.2 Interview 2
4.7.3 Interview 3
4.7.4 Interview 4
4.7.5 Interview 5
4.7.6 Interview 6
4.8 RESÜMEE
5 GESAMTERGEBNISSE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen dem normativen Anspruch auf Gleichberechtigung und der gesellschaftlichen Realität von Frauen in technischen Berufen, insbesondere im Bundesland Kärnten. Ziel ist es, die strukturellen Barrieren sowie die Auswirkungen der Sozialisation in Familie und Schule auf die Berufswahl von Mädchen und Frauen zu identifizieren und aufzuzeigen, warum technische Berufe nach wie vor eine männlich dominierte Sphäre darstellen.
2 PIONIERINNEN DER TECHNIK
Im Jahre 1637 wurde erstmals einer Frau ein Patent zugesprochen. Bis zum ersten Weltkrieg 1914 erfanden hunderte von Frauen einige Materialien zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Viele große Unternehmen verdanken ihre Existenz den Frauen durch ihre Ideen. Der Einfallsreichtum der Frauen geriet in Vergessenheit, weil Erfindungen als Domäne des Mannes galten. Patente von Erfindungen wurden unter den Namen der Ehemänner oder Dienstherren registriert. Somit gingen sie gänzlich leer aus. Das Recht sich individuell zu entwickeln in allen Bereichen der Gesellschaft gebührte lange Zeit nur dem Mann. Dieses Denken ist heute noch in den Männerhirnen anzutreffen, obwohl es in der Geschichte der Menschheit zahlreiche Revolutionen gab, wo die Freiheit des selbstständigen, autonomen Individuums erkämpft wurde. Doch diese Strömungen, die den europäischen Menschen geprägt haben, betrafen nur den Mann, Frauen wurden ausgeschlossen. Die Frau wurde finanziell und ökonomisch vom Mann abhängig. Sie verzichtet auf die Entwicklung eigener Anlagen und Talente (nur der Mann hat das Recht sich frei zu entfalten), und verwirklicht sich in anderen Dingen, wie der selbstlosen Liebe, Engagement für den Nächsten (vornehmlich für den Mann) sowie aufopferungsvolle Hingabe. Das waren die einzigen Bereiche in der die Frauen Größe zeigen durften.
Gerade im Bereich von Naturwissenschaft und Technik ist es kaum verwunderlich, dass Frauen bei derart widrigen Strukturen nur auf Umwegen zum Ziel kommen, sie müssen auf alle erdenklichen Aspekte (sachlichen und sozialen Ebenen) achten, damit sie die getrennten Welten von Beruf und Familie vereinbaren können.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert das persönliche und wissenschaftliche Erkenntnisinteresse der Autorin an der Thematik „Frauen – Technik – Führung“ und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.
2 PIONIERINNEN DER TECHNIK: Hier wird der historische Kontext beleuchtet, in dem weibliche Erfindungen oft ignoriert oder unter männlichen Namen registriert wurden, und bedeutende Pionierinnen werden kurz vorgestellt.
3 THEORETISCHE ANALYSE: Dieser Hauptteil analysiert Gender Mainstreaming, die geschlechtsspezifische Sozialisation in Elternhaus und Schule sowie die Barrieren für Frauen beim Zugang zu Technikberufen.
4 EMPIRISCHE ERHEBUNG: Die Autorin untersucht die Situation von Frauen in technischen Berufen in Kärnten durch Datenanalysen sowie qualitative Befragungen von Technikerinnen und Unternehmen.
5 GESAMTERGEBNISSE: Das Fazit fasst zusammen, dass die traditionelle Berufswahl von Frauen weiterhin stark durch Sozialisation und männlich dominierte Strukturen geprägt ist, und fordert mehr gezielte Fördermaßnahmen.
Frauen, Technik, Gender Mainstreaming, Sozialisation, Berufsorientierung, Kärnten, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Geschlechterrollen, Pionierinnen, Vereinbarkeit, Beruf, Familie, Karriere, Ausbildung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in technischen Berufen und den Hintergründen, warum dieser Bereich weiterhin von Männern dominiert wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Rolle der Frau, der geschlechtsspezifischen Sozialisation in Familie und Schule sowie den aktuellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt.
Die Kernfrage lautet, warum Mädchen und junge Frauen trotz moderner Chancen noch immer traditionelle Berufsfelder wählen und wie der Zugang zu Technikberufen verbessert werden kann.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Datenanalyse sowie halbstrukturierten, problemzentrierten Interviews mit Technikerinnen und Unternehmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zur Sozialisation und zum Gender Mainstreaming sowie in eine empirische Studie, die speziell die Gegebenheiten in Kärnten beleuchtet.
Frauen in der Technik, Geschlechtersozialisation, berufliche Gleichstellung, Rollenbilder und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Kärnten dient als konkreter regionaler Untersuchungsraum, für den die Autorin anhand von Statistiken und Interviews nachweist, dass hier die weibliche Erwerbstätigkeit in technischen Branchen besonders niedrig ist.
Die Vorstellung historischer Erfinderinnen dient dazu, weibliche Leistungen in der Technik sichtbar zu machen und das Vorurteil der „Technikferne“ der Frau historisch zu widerlegen.
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