Masterarbeit, 2010
139 Seiten, Note: 1,4
1. Theoretischer Rahmen
1.1 Problemstellung und Forschungsfragen
1.2 Forschungsstand
2. Definitionen
2.1 Destination
2.2 Klimaneutralität
3. Methoden
4. Tourismus und Klimawandel
4.1 Ursachen und Folgen des Klimawandels
4.2 Tourismus als Betroffener des Klimawandels
4.3 Tourismus als Verursacher des Klimawandels
4.4 Politische Rahmenbedingungen
4.5 Ökonomische Rahmenbedingungen
5. Tourismus und Klimaschutz
5.1 Das Tourismus-Klima-System
5.1.1 Anpassung an den Klimawandel
5.1.2 Mitigation der Treibhausgasemissionen
5.1.3 Mitigation als Anpassung an den Klimawandel
5.2 Maßnahmen zum Klimaschutz auf Destinationsebene
5.2.1 Mobilität
5.2.2 Beherbergung
5.2.3 Förderung von klimaschonendem Konsumentenverhalten
5.3 Kompensation von Treibhausgasen
5.4 Klimaschutzrelevante Trends
5.4.1 Umweltbewusstsein in Deutschland
5.4.2 Klimaschutz und Reiseverhalten
5.4.3 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für Klimaschutz aus Sicht der Touristen
5.4.4 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für klimaverträgliche Produkte
6. Die Anpassungsstrategie „klimaneutrale Destination“
6.1 Klimaneutralität als Destinationsprofilierung
6.2 Der Weg zur Klimaneutralität
6.3 Systemgrenzen
6.4 Beispiele für klimaneutrale Urlaubsangebote auf Destinationsebene
6.4.1 Ferienland Schwarzwald
6.4.2 Ferienregion nördlicher Bodensee
6.4.3 Arosa (Schweiz)
6.4.4 Zusammenfassung der Praxisbeispiele
7. Praktikabilität der Umsetzung klimaneutraler Destinationen
7.1 Destinationseingrenzung
7.2 Inventarisierung der Treibhausgasemissionen
7.2.1 Notwendige Daten und deren Verfügbarkeit
7.2.1.1 Energieintensität der touristischen Teilsektoren
7.2.1.2 Quantifizierung der touristischen Nachfragestruktur
7.2.2 Berechnungsmethodik
7.3 Management
7.3.1 Verantwortungsverteilung auf Destinationsebene
7.3.1.1 Akteure
7.3.1.2 Partnerschaften und Kooperationen
7.3.2 Konzeption und Durchführung
7.3.3 Finanzierung
7.3.4 Kommunikation
8. Analyse der Reiseregion Uckermark
8.1 Angebotsanalyse
8.2 Nachfrageanalyse
8.3 Wettbewerbsanalyse
8.4 THG-Inventarisierung
8.5 Akteursanalyse
8.5.1 Methode
8.5.2 Ergebnisse
8.6 SWOT-Analyse
8.7 Potentiale und Handlungsempfehlungen
9. Fazit und Entwicklung eines Kriterienkatalogs
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Erreichung der Klimaneutralität in Destinationen in Deutschland. Ausgehend von theoretischen Grundlagen der Klimaforschung und des Destinationsmanagements sowie einer empirischen Analyse der Reiseregion Uckermark werden praxisnahe Umsetzungsschritte definiert, die sowohl die Emissionsbilanzierung als auch die strategische Einbindung lokaler Akteure umfassen.
4.3 Tourismus als Verursacher des Klimawandels
Laut UNWTO verursachen touristische Aktivitäten rund 5% der weltweiten CO2-Emissionen. In dieser Berechnung wird Tourismus als „Aktivitäten von Personen [bezeichnet, Anm. d. Verf.], welche an einen Ort, außerhalb ihres gewöhnlichen Umfelds reisen, und sich dort für nicht länger als ein Jahr aufhalten aus Freizeit-, Geschäfts- und sonstigen Zwecken, die nicht mit der Ausübung einer bezahlten Aktivität am besuchten Ort verbunden sind.“ Die betrachteten Teilsektoren sind Transport, Übernachtung und Aktivitäten. Es wurden nur direkte Emissionen der Betriebstätigkeit integriert und indirekte Emissionen, welche entlang der touristischen Wertschöpfungskette produziert werden, ignoriert.
Die realen THG-Emissionen, im Sinne des „lifecycle assessment“, sind hier deshalb unterschätzt. Neben CO2-Emissionen wird der Klimawandel durch weitere THG-Emissionen verstärkt. Diese werden im Tourismus primär durch den Flugverkehr freigesetzt, sind aber in ihren Dimensionen und Auswirkungen wissenschaftlich nicht ausreichend zu quantifizieren. Deshalb wird der touristische Beitrag an der anthropogenen Erderwärmung auf 5-14% geschätzt.
Betrachtet man die touristischen Teilsektoren, so generiert der Transport mit rund 75% den größten Anteil der THG-Emissionen, wobei der Flugverkehr 40% und der Autoverkehr 32% der gesamten tourismusbedingten Emissionen ausmachen. Übernachtungen verursachen rund 21% und Aktivitäten ca. 4% der Emissionen.
1. Theoretischer Rahmen: Einführung in die Problematik des Klimawandels im Kontext des Tourismus und Definition der Forschungsfragen.
2. Definitionen: Abgrenzung der Begriffe Destination und Klimaneutralität für die weitere Untersuchung.
3. Methoden: Erläuterung des methodischen Vorgehens bestehend aus Literaturrecherche und empirischen Expertenbefragungen.
4. Tourismus und Klimawandel: Analyse der Ursachen des Klimawandels und der Wechselwirkungen, die den Tourismus sowohl als Betroffenen als auch als Verursacher charakterisieren.
5. Tourismus und Klimaschutz: Untersuchung systemischer Zusammenhänge, Anpassungsstrategien sowie Trends im Konsumentenverhalten.
6. Die Anpassungsstrategie „klimaneutrale Destination“: theoretische Herleitung der Destinationsprofilierung und Vorstellung von Praxisbeispielen aus dem deutschsprachigen Raum.
7. Praktikabilität der Umsetzung klimaneutraler Destinationen: Erarbeitung von Anforderungen, Berechnungsmethodiken zur THG-Inventarisierung und Managementansätzen.
8. Analyse der Reiseregion Uckermark: Anwendung der erarbeiteten Methodik auf das Fallbeispiel Uckermark mittels Angebots-, Nachfrage- und Akteursanalyse.
9. Fazit und Entwicklung eines Kriterienkatalogs: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Präsentation der zentralen Kriterien für die Umsetzung klimaneutraler Destinationen.
Klimaneutrale Destination, Tourismus, Treibhausgasemissionen, Klimaschutz, Uckermark, Destinationsmanagement, Carbon Management, CO2-Bilanz, Nachhaltiger Tourismus, Mobilitätsmanagement, Klimawandel, Emissionskompensation, Tourismuspolitik, Regionalentwicklung, Umweltbewusstsein
Die Arbeit untersucht die Machbarkeit von klimaneutralen Tourismusdestinationen in Deutschland und erarbeitet auf Basis wissenschaftlicher Analysen und Fallstudien einen Kriterienkatalog für die Umsetzung.
Die Arbeit verbindet Klimaforschung und touristisches Destinationsmanagement. Themenfelder sind unter anderem Treibhausgas-Inventarisierung, Mobilitätskonzepte, Energieeffizienz im Gastgewerbe sowie Akteursanalyse und Strategieentwicklung für Regionen.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs, der aufzeigt, wie Destinationen in Deutschland konkret notwendige Schritte zur Erreichung von Klimaneutralität durchlaufen können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus umfassender Literaturrecherche und einer analytisch-empirischen Vorgehensweise, die durch Experteninterviews und eine konkrete Fallstudie zur Reiseregion Uckermark ergänzt wird.
Der Hauptteil behandelt die Identifikation von Systemgrenzen, die Quantifizierung tourismusbedingter Emissionen durch einen Bottom-Up-Ansatz sowie Strategien zur internen Emissionsminderung und externen Kompensation.
Klimaneutrale Destination, Treibhausgas-Inventarisierung, Destinationsmanagement, Klimaschutz, Uckermark und Carbon Management.
Die Uckermark dient als Praxisbeispiel für eine naturnahe Reiseregion in Brandenburg, um die Anwendbarkeit der entwickelten Management-Strategien und THG-Berechnungsmethoden an einer konkreten, dünn besiedelten Zielregion zu überprüfen.
Die Kompensation ist als ergänzende Strategie ("Ergänzungsstrategie") konzipiert. Die Arbeit betont, dass diese erst in Angriff genommen werden sollte, nachdem die "Optimierungsstrategie" (direkte Emissionsminderung/Decarbonisation) Vorrang erhalten hat.
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