Diplomarbeit, 2010
123 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in das Themengebiet
1.1 Problemstellung und Eingrenzung des Themas
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Betrieblicher Umweltschutz in Unternehmen
2.1 Definition und Begriffsabgrenzung
2.2 Die Umweltbetroffenheit von Unternehmen
2.2.1 Der „Öko-Push“ als gesetzlicher Treiber betrieblichen Umweltschutzes
2.2.2 Der „Öko-Pull“ als sozialer Treiber betrieblichen Umweltschutzes
2.3 Alternative betriebliche Umweltschutzstrategien
2.3.1 Aktiv-integriertes versus reaktiv-additives Umweltschutzverhalten
2.3.2 Vier idealtypische Umweltschutzstrategien
2.4 Ökologieorientierte Bilanzierungsinstrumente
2.4.1 Die Produktbilanz
2.4.2 Die Prozessbilanz
2.4.3 Die Betriebsbilanz
2.5 Betriebliche Umweltkennzahlen als Controlling-Instrumente
2.5.1 Die Öko-Effizienz
2.5.2 Die Öko-Effektivität
2.6 Grenzen und Barrieren betrieblicher Umweltschutzaktivitäten
3 Integration betrieblicher Umweltschutzmaßnahmen in das Supply Chain Management Konzept
3.1 Grundlegende Charakterisierung des Supply Chain Management
3.2 Erfolgspotentiale integrativer ökologieorientierter SCM-Konzepte
3.2.1 Marktbezogene Erfolgspotentiale
3.2.2 Kostenbezogene Erfolgspotentiale
3.3 Konzeptionelle Voraussetzungen an eine Integrierbarkeit beider Konzepte
3.4 Ökologieorientierte Supply Chain Management Konzepte
3.4.1 Das Closed-Loop Supply Chain Management
3.4.2 Das Green Supply Chain Management
3.4.3 Das Holistic Environmental Supply Chain Management
3.5 Zusammenfassung und Ableitung empirischen Forschungsbedarfs
4 Empirische Untersuchung zur aktuellen Umsetzungssituation ökologieorientierter SCM-Konzepte in der Automobilzuliefer-industrie
4.1 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung
4.2 Aufbau und Struktur der Befragung
4.3 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Erfolgspotentiale einer Integration von betrieblichem Umweltschutz in das Supply Chain Management (SCM) mit besonderem Fokus auf die deutsche Automobilzulieferindustrie. Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse umweltfokussierter SCM-Konzepte sowie einer empirischen Befragung, den aktuellen Umsetzungsgrad und die wahrgenommenen Potenziale ökologieorientierter Strategien in Wertschöpfungsnetzwerken zu evaluieren.
3.4.2 Das Green Supply Chain Management
In der Literatur finden sich für das GrSCM synonyme Bezeichnungen wie „Environmentally Conscious Supply Chain Management“, „Environmental Supply Chain Management“’ oder „Supply Chain Environmental Management“. Sie alle beschreiben die Verfolgung von Umweltzielen in bereits existierenden Wertschöpfungsnetzwerken, ohne eine zwingende Veränderung des bestehenden SC-Designs herbeiführen zu wollen. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Produkten oder der Umweltleistung von Unternehmen mit dem Ziel, ökologische Risiken zu vermeiden. Entsprechend kann der GrSCM-Ansatz definiert werden als „integrating environmental thinking into supply chain management, including product design, material sourcing and selection, manufacturing processes and delivery of the final product to the consumers”. Im Vergleich zum CL-SCM beschränkt sich dieser Ansatz, wie in Abbildung 3-6 dargestellt, auf eine ökologische Erweiterung der klassischen Wertschöpfungskette, ohne dabei eine Schließung des Wirtschaftskreislaufes in Betracht zu ziehen.
In der Unternehmenspraxis sind Green Supply Chains (GrSC) ansatzweise in der Elektronik-, Textil- oder Automobilindustrie anzutreffen, indem mehrere Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette mit zertifizierten UMS vorhanden sind. Allein diese Tatsache liefert jedoch noch keine Aussage über das Ausmaß kooperativer Umweltschutzaktivitäten entlang der SC. Zu Überprüfen wäre die gemeinsame Nutzung von GrSCM-Instrumenten in den Lieferanten-Abnehmer-Beziehungen. Viele dieser Mechanismen basieren auf Lebenszyklus-Analysen, um eine ganzheitliche Reduktion ökologischer Auswirkungen während des Produktentstehungsprozesses zu gewährleisten. Entsprechend der aufeinanderfolgenden Entstehungsphasen eines Produktes, sollen im nun Folgenden einige Instrumente des GrSCM vorgestellt werden.
1 Einführung in das Themengebiet: Die Arbeit thematisiert den steigenden Druck auf Unternehmen durch Klimawandel und globale Wertschöpfungsnetzwerke und definiert das Ziel, den betrieblichen Umweltschutz in das SCM zu integrieren.
2 Betrieblicher Umweltschutz in Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert Grundlagen des Umweltschutzes, rechtliche sowie soziale Treiber (Öko-Push/Pull), Strategien, Bilanzierungsinstrumente und Kennzahlen.
3 Integration betrieblicher Umweltschutzmaßnahmen in das Supply Chain Management Konzept: Es erfolgt die theoretische Herleitung der Integration von Umweltschutz in das SCM, inklusive der Analyse spezieller Ansätze wie Closed-Loop, Green und Holistic SCM.
4 Empirische Untersuchung zur aktuellen Umsetzungssituation ökologieorientierter SCM-Konzepte in der Automobilzuliefer-industrie: Das Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise, Struktur und Ergebnisse der empirischen Studie bei deutschen Automobilzulieferern.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Erkenntnisse werden reflektiert und ein Ausblick auf den wissenschaftlichen und praktischen Forschungsbedarf gegeben.
Supply Chain Management, Betrieblicher Umweltschutz, Automobilzulieferindustrie, Green Logistics, Nachhaltigkeit, Product Carbon Footprint, Öko-Effizienz, Öko-Effektivität, Umweltschutzstrategien, Umweltkennzahlen, Wertschöpfungskette, Umweltmanagement, Green Purchasing, Closed-Loop Supply Chain, Ökobilanz
Die Arbeit untersucht, wie ökologische Aspekte und betrieblicher Umweltschutz erfolgreich in das Supply Chain Management integriert werden können, um Synergieeffekte und Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Zentral sind die betrieblichen Umweltschutzstrategien, Controlling-Instrumente zur Messung ökologischer Leistung und spezifische SCM-Ansätze wie Green, Closed-Loop und Holistic Environmental SCM.
Das Ziel ist die Aufdeckung von Erfolgspotentialen einer integrativen Verknüpfung von Umweltschutz und SCM sowie die empirische Überprüfung der aktuellen Umsetzungssituation in der deutschen Automobilzulieferindustrie.
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse wird eine standardisierte, schriftliche Online-Umfrage unter Experten der deutschen Automobilzulieferindustrie durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsabgrenzung, die Darstellung existierender umweltfokussierter SCM-Modelle und die detaillierte Auswertung der empirischen Primärdaten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören SCM, Nachhaltigkeit, Green Logistics, ökologische Bilanzierungsinstrumente und die Automobilzulieferindustrie.
Der PCF wird als potenzielle SC-weite Kennzahl zur Erfassung von Schadstoffemissionen diskutiert, wobei die Arbeit kritisch auf die fehlende Standardisierung und die Herausforderungen bei der Implementierung eingeht.
Die empirischen Ergebnisse zeigen ein hohes theoretisches Bewusstsein für die Relevanz des Themas, aber eine noch zögerliche praktische Umsetzung ganzheitlicher, kooperativer Strategien entlang der Wertschöpfungskette.
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