Wissenschaftliche Studie, 2011
194 Seiten
1. Pädagogik der Personalität
1.1 Bilanz charakterdeformierender Erziehung
1.2 Erziehung zum Autoritären Charakter
1.3 Vielfalt der Persönlichkeitsmerkmale
2. Pädagogik der Produktivität
2.1 Produktiver Postmoderner
2.2 Biophile Pädagogik
2.3 Friedenspädagogik
3. Pädagogik der Responsibilität
3.1 Erziehung zur Menschenfreundlichkeit
3.2 Erziehung zum Umwelt- und Tierschutz
3.3 Pädagogik der Globalisierung
4. Pädagogik der Vitalität
4.1 Sexualpädagogik
4.2 Positive Pädagogik
4.3 Erziehung zur Gesundheit
5. Pädagogik der Faszination
5.1 Erlebnispädagogik
5.2 Erziehung zur Kreativität
5.3 Erziehung zum Gestaltungsoptimismus
6. Pädagogik der Initiative
6.1 Pädagogik der Konstruktivität
6.2 Pädagogik der Medienkompetenz
6.3 Pädagogik der Qualität
Das Werk analysiert die Herausforderungen einer humanistischen postmodernen Pädagogik und entwickelt Ansätze zur Förderung der persönlichen Eigenkräfte, um der gesellschaftlichen Entfremdung und Destruktivität entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Erziehung und Bildung in einer modernen Zeit produktiv, kreativ und biophil gestaltet werden können.
1.1 Bilanz charakterdeformierender Erziehung
Kinder und Jugendliche in Deutschland können sich glücklich schätzen. Sie wachsen auf in einem der zehn wohlhabendsten Ländern der Erde in einer freiheitlich-demokratischen Zivilgesellschaft, einer fortgeschrittenen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, in einer Situation der sozialen Sicherheit und im Frieden. Es ist zwar nicht alles vollkommen, aber krasse Ausbeutung, Sklaverei und völlige Chancenlosigkeit sind überwunden. Die Emanzipation und Gleichstellung der Mädchen und Frauen ist weiter fortgeschritten als in den überwiegenden, ärmeren und rückständigeren Ländern der Erde. Die Möglichkeiten der freien Entfaltung der Persönlichkeit und der Talente sind größer als in der Mehrzahl aller Staaten des Erdballs. Die soziale Durchlässigkeit ist nicht absolut, aber doch besser als in Jahrtausenden zuvor.
Und dennoch ist ein größerer Teil der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland nicht glücklich. Zahlreiche Kindheits- und Jugendprobleme schmälern die Freude am Leben.
Schulschwierigkeiten, wie psychische Störungen, Schulangst, Schulabsentismus, Schülerselbstmord, Leistungs- oder Teilleistungs-Störungen oder Prüfungsängste sind weit verbreitet. Individuelle Gründe mögen Minderwertigkeitsgefühle, Schüchternheit oder mangelndes Selbstwertgefühl sein. Schulische Gründe können in Mobbing durch die "lieben" Mitschüler, Identifikationsschwierigkeiten mit der Lehrperson, Leistungsdruck oder entmutigenden Zensuren, ja sogar im Selektionssystem des Schulwesens und in mangelnder Förderung, quasi einer strukturellen Gewalt (GALTUNG) gesucht werden.
Durch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, eine Dyskalkulie, ein ADHS, ein Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, oder sogar eine verkannte Hochbegabung, ein unentdecktes Indigo-Phänomen weicht die ursprüngliche Freude an der Einschulung oft schnell einer krassen Ernüchterung.
1. Pädagogik der Personalität: Dieses Kapitel kritisiert die aktuelle Erziehungssituation und analysiert, wie autoritäre Strukturen und fehlende Identitätsfindung die Entwicklung junger Menschen behindern.
2. Pädagogik der Produktivität: Hier werden Konzepte vorgestellt, wie durch biophile Ansätze nach Erich Fromm Lebenskräfte gestärkt und eine produktive Lebensgestaltung gefördert werden kann.
3. Pädagogik der Responsibilität: Der Schwerpunkt liegt auf der Erziehung zu Menschenfreundlichkeit und globaler Verantwortung, um rechtsextremen Tendenzen und menschenfeindlichen Einstellungen entgegenzuwirken.
4. Pädagogik der Vitalität: Dieses Kapitel befasst sich mit der Integration von Sexualpädagogik, positiver Lebensführung und Gesundheitserziehung, um die vitale Entwicklung zu unterstützen.
5. Pädagogik der Faszination: Hier werden erlebnispädagogische Konzepte sowie Ansätze zur Förderung von Kreativität und einer optimistischen Lebenshaltung detailliert dargestellt.
6. Pädagogik der Initiative: Das letzte Kapitel widmet sich der Förderung von Konstruktivität, Medienkompetenz und der qualitativen Weiterentwicklung des Bildungssystems, um auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren.
Postmoderne Pädagogik, Biophilie, Erlebnispädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Medienkompetenz, Gesundheitserziehung, Kreativität, Menschenrechte, Charakterbildung, Autonomie, Schulkultur, Konfliktlösung, Identität, Bildung.
Das Buch erörtert das Profil einer humanistischen, postmodernen Pädagogik, die darauf abzielt, die Lebenskräfte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie zu einer eigenverantwortlichen sowie biophilen Lebensgestaltung zu befähigen.
Die zentralen Felder umfassen die Förderung der Persönlichkeit, Produktivität, Verantwortung, Vitalität, Faszination sowie Initiative und Medienkompetenz.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Pädagogik den aktuellen Herausforderungen wie Globalisierung, sozialer Entfremdung und psychischen Problemen durch eine lebensbejahende und stärkende Erziehung begegnen kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf tiefenpsychologische Ansätze, kulturkritische Analysen sowie auf Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und Kulturanthropologie.
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Kapitel, die jeweils spezifische pädagogische Handlungsfelder wie beispielsweise Sexualpädagogik, Medienkompetenz oder Umwelterziehung systematisch analysieren.
Wesentliche Begriffe sind Postmoderne Pädagogik, Biophilie, Selbstentwicklung, Erlebnispädagogik und Medienkompetenz.
Es postuliert, dass Menschen eine optimale Entwicklung erfahren, wenn Erfahrungen gemacht werden, an die die menschliche Spezies evolutionär angepasst ist, wie zum Beispiel ständiger Körperkontakt und sofortige Zuwendung durch Bezugspersonen.
Der Autor kritisiert das selektive Leistungs- und Verachtungssystem, das Schüler in Angst und Suizidalität treibt, anstatt deren Förderung und individuelle Begabung in den Mittelpunkt zu stellen.
Der Begriff beschreibt die Freiheit eines Individuums, die eigene Körperform nach eigenen Vorstellungen zu bestimmen, was auch ethische Fragen zur biotechnologischen Veränderbarkeit des Menschen aufwirft.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

