Bachelorarbeit, 2010
83 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen des deutschen Steuerrechts
3 Die Betriebsaufspaltung
3.1 Definition
3.2 Historische Entwicklung und Zweck der Betriebsaufspaltung
3.3 Gründe für die Betriebsaufspaltung
3.3.1 Haftungsbeschränkung
3.3.2 Unternehmenskontinuität
3.3.3 Kapitalbeschaffung
3.3.4 Publizitätspflicht
3.4 Voraussetzung für die Betriebsaufspaltung
3.4.1 Sachliche Verflechtung
3.4.2 Personelle Verflechtung
3.5 Verschiedene Formen der Betriebsaufspaltung
3.5.1 Echte Betriebsaufspaltung
3.5.2 Unechte Betriebsaufspaltung
3.5.3 Umgekehrte Betriebsaufspaltung
4 Einkommensteuerliche Einordnung
4.1 Laufende Besteuerung beim Besitzunternehmen und seinen Gesellschaftern
4.2 Laufende Besteuerung beim Betriebsunternehmen und seinen Gesellschaftern
4.3 Beendigung der Betriebsaufspaltung und ihre steuerlichen Folgen
4.3.1 Folgen der Beendigung
4.3.2 Alternativen zur Beendigung
5 Gewerbesteuerliche Besonderheiten
5.1 Problematik
5.2 Hinzurechnungen
5.2.1 Entgelte für Schulden nach § 8 Nr. 1a) GewStG
5.2.2 Miet- und Pachtzinsen nach § 8 Nr. 1 d) und e) GewStG
5.2.3 Überlassung von Rechten nach § 8 Nr. 1 f) GewStG
5.3 Kürzung nach § 9 Nr.4 GewStG a.F.
5.4 Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008
6 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten
6.1 Einführung in die Erbschaftsteuer
6.2 Problematik
6.3 Bewertung und Vererbung einer Betriebsaufspaltung
7 Bewertung der Betriebsaufspaltung vor dem Hintergrund der Besteuerung
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, das steuerliche Konstrukt der Betriebsaufspaltung vor dem Hintergrund der aktuellen deutschen Gesetzgebung – insbesondere der Unternehmenssteuerreform 2008 und der Erbschaftsteuerreform 2009 – zu analysieren und deren Auswirkungen auf die steuerliche Belastung zu bewerten.
3.1 Definition
Bei der Betriebsaufspaltung wird ein Unternehmen in mindestens zwei, ggf. auch mehr Unternehmen aufgeteilt. Es entstehen dabei eine Besitz- und mindestens eine Betriebsgesellschaft, wobei jeder neue Unternehmensteil handelsrechtlich komplett eigenständig ist. Die Betriebsaufspaltung ist gesetzlich nicht normiert, aber in § 134 UmwG erwähnt und kurz beschrieben. Die Besitzgesellschaft, Eigentümerin des Anlagevermögens, erzielt ihrer Tätigkeit nach keine Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit, da sie wesentliche Betriebsgrundlagen an die Betriebsgesellschaft verpachtet und demnach nur vermögensverwaltend tätig ist. Bei einer Betriebsaufspaltung werden aber diese nicht-gewerblichen Einkünfte umqualifiziert in gewerbliche.
Neben dieser sachlichen Verflechtung (Vermietung einer wesentlichen Betriebsgrundlage) muss eine personelle Verflechtung als weiteres entscheidendes Merkmal vorliegen. Das bedeutet, dass hinter beiden rechtlich unabhängigen Unternehmen dieselbe Person bzw. Personengruppe steht. Nur so kann in beiden Firmen ein einheitlicher geschäftlicher Betätigungswille durchgesetzt werden. In diesem Fall spricht man auch von Beherrsungsidentität.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aktualität des Themas ein und umreißt den Untersuchungsgegenstand sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Grundlagen des deutschen Steuerrechts: Hier werden die Systematik der Besteuerung und das Leistungsfähigkeitsprinzip erläutert, um das Verständnis für die steuerliche Einordnung der Betriebsaufspaltung zu schaffen.
3 Die Betriebsaufspaltung: Dieses Kapitel definiert die Betriebsaufspaltung, erörtert ihre historischen Wurzeln und ihre Zwecke wie Haftungsbeschränkung und Publizitätsvermeidung.
4 Einkommensteuerliche Einordnung: Das Kapitel behandelt die laufende Besteuerung der beteiligten Unternehmen sowie die steuerlichen Folgen und Alternativen bei Beendigung des Konstrukts.
5 Gewerbesteuerliche Besonderheiten: Hier wird die Problematik der gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen (Schulden, Mieten, Pachten) und deren Auswirkung durch die Unternehmenssteuerreform 2008 analysiert.
6 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten: Dieses Kapitel widmet sich der Bewertung und den Verschonungsmöglichkeiten einer Betriebsaufspaltung im Erbfall vor dem Hintergrund der Erbschaftsteuerreform.
7 Bewertung der Betriebsaufspaltung vor dem Hintergrund der Besteuerung: Eine zusammenfassende Bewertung der Vor- und Nachteile der Betriebsaufspaltung unter Berücksichtigung der steuerlichen Reformen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Attraktivität der Betriebsaufspaltung als Steuergestaltungsmodell unter aktuellen Bedingungen.
Betriebsaufspaltung, Besitzgesellschaft, Betriebsgesellschaft, sachliche Verflechtung, personelle Verflechtung, Gewerbesteuer, Hinzurechnung, Erbschaftsteuer, Unternehmenssteuerreform 2008, Beherrsungsidentität, Betriebsübergabe, Verschonungsregel, Steuergestaltung, Einkommensteuer, Betriebsvermögen.
Die Arbeit befasst sich mit dem steuerlichen Konstrukt der Betriebsaufspaltung und dessen Behandlung unter Berücksichtigung von Einkommen-, Gewerbe- und Erbschaftsteuer.
Zentral sind die Voraussetzungen für das Entstehen und Beenden einer Betriebsaufspaltung sowie deren Auswirkungen auf die Steuerlast der beteiligten Besitz- und Betriebsgesellschaften.
Ziel ist es, die steuerlichen Vor- und Nachteile der Betriebsaufspaltung nach den jüngsten Steuerreformen zu evaluieren und festzustellen, ob das Modell weiterhin attraktiv ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der Rechtsprechung (insbesondere BFH-Urteile), gesetzlicher Vorschriften (GewStG, ErbStG, AO) und Fachliteratur.
Der Hauptteil analysiert die Definition und Voraussetzungen, die gewerbesteuerlichen Besonderheiten durch Hinzurechnungen sowie die Komplexität bei erbschaftsteuerlichen Bewertungen.
Die zentralen Schlagworte sind Betriebsaufspaltung, sachliche und personelle Verflechtung, gewerbliche Einkünfte sowie Erbschaftsteuer-Verschonungsregeln.
Sie ist neben der sachlichen Verflechtung eine zwingende Voraussetzung; sie erfordert, dass dieselbe Person oder Personengruppe in beiden Unternehmen einen einheitlichen geschäftlichen Willen durchsetzen kann.
Die Reform hat durch Änderungen bei den Hinzurechnungen und dem Wegfall des Korrespondenzprinzips im Gewerbesteuerrecht zu einer tendenziellen Verschärfung der steuerlichen Belastung geführt.
Aufgrund der komplexen Regelungen zur Bewertung von Betriebsvermögen und der Qualifizierung als begünstigtes oder nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen droht bei Betriebsübergaben oft eine hohe Steuerlast, wenn die Verschonungsregeln nicht voll greifen.
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