Bachelorarbeit, 2010
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Fußballsprache allgemein
2.1 Fußballsprache: Sammelbegriff für drei Teilsprachen
2.2 Exkurs: Fachsprache oder Sondersprache
2.3 Die Entwicklung der Fußballsprache
2.3.1 Die Anfänge
2.3.2 Bedeutung Kochs für die Fußballsprache
2.3.3 Bedeutung der Fußballberichterstattung für die weitere Entwicklung
3. Die Sprache der Fußballberichterstattung in der Presse
3.1 Die Anfänge der Fußballberichterstattung
3.2 Die Zäsur: Radio und Fernsehen als neue „Konkurrenten“
3.3 Allgemeine Merkmale
3.3.1 Das Prinzip der Antonomasie
3.3.2 Tabellensprache, Positionssprache, Spielsprache
3.4 Weitere spezifische Merkmale und Kritik
3.4.1 Emotionalität
3.4.2 Wertungen, Superlative, Hyperbolik
3.4.3 Wortfeld Krieg/Kampf
3.4.4 Weitere bevorzugte Wortfelder
3.4.5 Wortfeld Leistung/Technik
3.4.6 Wortfeld Spiel/Musik/Bühne
3.4.7 Phraseologismen
3.4.8 Fremdwörter
3.5 Arbeitsbedingungen des Fußballjournalisten
4. Die Analyse
4.1 Einleitende Überlegungen
4.2 Das Wortfeld Emotion
4.3 Wertungen, Superlative, Euphemismus
4.4 Wortfelder Krieg/Kampf, Leistung/Technik, Musik/Bühne
4.5 Phraseologismen, Namensspielchen, Ad-hoc-Bildungen
4.6 Anglizismen und andere Fremdwörter
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht aus einer linguistischen Perspektive die spezifische Sprache der Fußballberichterstattung in deutschen Tageszeitungen. Das primäre Ziel ist es, die lexikalischen Besonderheiten, wie den Einsatz von Metaphern, emotionalen Ausdrücken und Phraseologismen, zu erfassen und anhand eines ausgewählten Korpus aus verschiedenen Zeitungstypen (Boulevard, Lokalpresse, Fachzeitschrift) zu analysieren.
3.4.3 Wortfeld Krieg/Kampf
Wie bereits beschrieben gehört es zum Wesen des Sportjournalisten, immer auf der Suche ist nach Umschreibungen, Präzisierungen und Variierungen des Fußballwortschatzes zu sein, um seinen Text sowohl pointierter als auch abwechslungsreicher gestalten zu können. Bevorzugt bedient er sich dabei dem Stilmittel der Metapher. Von zentraler Bedeutung ist hierbei das Schöpfen aus der Kriegs und Kampfsprache. Was auf den ersten Blick Stirnrunzeln hervorrufen könnte, erschließt sich, wenn man sich die Gemeinsamkeiten zwischen einem Fußballspiel und einer Feldschlacht vor Augen führt:
„Zwei Parteien stellen sich auf einem Feld zum Kampfe auf und treten, angeführt von einem Spielführer, mit dem erklärten […] Ziel an, den Gegner zu besiegen, zu schlagen; man spielt nicht mit einer anderen Mannschaft, sondern spielt, kämpft gegen den Gegner. Die Aufstellung der Mannschaft erfolgt nach einem ausgeklügelten Plan […]: Verteidigung des eigenen Bereichs: die Defensive, Angriff auf den gegnerischen Bereich: die Offensive“ (Dankert 1969, S.122f.).
Neben diese prinzipiellen Ähnlichkeiten zwischen Militär und Fußball ist aber auch der vom militärischen Bewusstsein geprägte Entstehungszeitraum des modernen Fußballspiels als Grund dafür zu sehen, warum eine Vielzahl von Fußballfachwörtern ihren Ursprung in der Militärsprache hat. Zur Verdeutlichung lassen sich Wörter wie Schütze, Taktik oder auch Schuss anführen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die enge Verbindung zwischen Fußball und deutscher Sprache ein und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Sprache der Fußballberichterstattung linguistisch zu analysieren.
2. Die Fußballsprache allgemein: Dieses Kapitel definiert die Fußballsprache als ein flexibles Konstrukt aus Fachsprache, Jargon und Berichterstattung und diskutiert die schwierige Einordnung zwischen Fach- und Sondersprache.
3. Die Sprache der Fußballberichterstattung in der Presse: Es werden die historischen Anfänge der Berichterstattung sowie die Auswirkungen neuer Medien wie Radio und Fernsehen beleuchtet und allgemeine Merkmale wie Metaphorik und Antonomasie erläutert.
4. Die Analyse: Im Hauptteil wird die Sprache in drei Zeitungen mittels der zuvor aufgestellten Thesen stichprobenartig untersucht, wobei Wortfelder und die Verwendung von Anglizismen und Phrasen verglichen werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Fußballsprache eine hochrelevante Sprachvarietät darstellt, deren Untersuchung trotz der Kritik an der journalistischen Wortwahl wissenschaftlich wertvoll ist.
Fußballsprache, Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Metaphorik, Lexikalische Analyse, Sondersprache, Krieg/Kampf-Metapher, Phraseologismen, Anglizismen, Medienanalyse, Antonomasie, Wortfelder, Sprachvarietät, Fußballjargon, Printmedien.
Die Arbeit analysiert die sprachlichen Besonderheiten der Fußballberichterstattung in der deutschen Presse unter linguistischen Gesichtspunkten.
Die zentralen Felder umfassen die Definition der Fußballsprache, die metaphorische Gestaltung durch spezifische Wortfelder, die Verwendung von Phraseologismen sowie den Einfluss der Arbeitsbedingungen auf den Journalistenstil.
Das Ziel ist die Identifizierung und Überprüfung lexikalischer Merkmale der Fußballberichterstattung durch eine stichprobenartige Analyse von drei unterschiedlichen Zeitungstypen.
Es wurde eine korpusbasierte, qualitative Analyse angewandt, um die in der Fachliteratur identifizierten Merkmale an aktuellem Zeitungsmaterial zu verifizieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse von Wortfeldern (Emotion, Krieg, Technik, Musik) und der Verwendung von Fremdwörtern sowie Klischees in der Berichterstattung.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fußballsprache, Metaphorik, Sportjournalismus, lexikalische Analyse und Sprachvarietät.
Die Arbeit zeigt, dass die Bild-Zeitung ein stärker auf Krieg/Kampf-Metaphorik konzentriertes, aggressiveres Vokabular nutzt, während Fachpublikationen oder Lokalzeitungen teils maßvollere oder andere Bildfelder verwenden.
Die Arbeit stellt fest, dass enormer Zeitdruck und wirtschaftliche Zwänge zur Verwendung von gebrauchsfertigen Floskeln und Klischees führen, was die Tendenz zur sprachlichen Monotonie erklärt.
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