Fachbuch, 2011
33 Seiten
1. Paula Modersohn-Becker
2. Die Pionierin des Expressionismus
Die vorliegende Publikation zeichnet das Leben und das künstlerische Schaffen von Paula Modersohn-Becker nach, einer bedeutenden Malerin des frühen 20. Jahrhunderts, die als Pionierin des Expressionismus in Deutschland gilt. Dabei werden sowohl ihr persönlicher Werdegang von der Kindheit in Dresden bis zu ihrem frühen Tod in Worpswede als auch ihre künstlerische Entwicklung, ihre Aufenthalte in Paris und ihr Ringen um Anerkennung und individuelle Freiheit thematisiert.
Paula Modersohn-Becker
Mit dem Ehrentitel „Pionierin des Expressionismus in Deutschland“ ging die Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907), geborene Minna Hermine Paula Becker, in die Geschichte der Malerei ein. Innerhalb von knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen, welche die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen. Ihre beliebtesten Motive waren bäuerliche Frauen und Kinder, Selbstbildnisse und Stilleben. Sie vertrat die Auffassung: „Die Stärke, mit der ein Gegenstand erfasst wird (Stilleben, Porträts oder Phantasiegebilde), das ist die Schönheit in der Kunst“. In der Literatur wird sie zuweilen auch „Paula Modersohn“ oder „Paula Becker-Modersohn“ genannt.
Minna Hermine Paula Becker kam am 8. Februar 1876 in Dresden-Friedrichstadt (Sachsen) zur Welt. Sie war das dritte von sieben Kindern des Ingenieurs Carl Woldemar Becker (1841–1901) und dessen aus einer adeligen thüringischen Familie stammenden Frau Mathilde, geborene von Bültzingslöwen. Ihr Vater arbeitete als Bau- und Betriebsinspektor der Berlin-Dresdener-Eisenbahngesellschaft. Carl Woldemar Becker kannte Paris, Sankt Petersburg und London. Neben Russisch sprach er auch Französisch und Englisch. Der Vater von Mathilde von Bültzingsleben war im Ausland Kommandeur eines Truppenkontingents. Einige Brüder von Mathilde sind nach Indonesien, Neuseeland und Australien ausgewandert.
1. Paula Modersohn-Becker: Einleitende biografische Angaben und eine kurze Übersicht über das Lebenswerk und die Bedeutung der Künstlerin.
2. Die Pionierin des Expressionismus: Eine detaillierte Betrachtung ihres Lebenswegs, angefangen bei ihrer Herkunft, über ihre künstlerische Ausbildung in Deutschland und London, ihre prägenden Paris-Reisen bis hin zu ihrem künstlerischen Schaffen und ihrem Tod in Worpswede.
Paula Modersohn-Becker, Expressionismus, Malerei, Worpswede, Künstlerkolonie, Selbstbildnisse, Stilleben, Paris, Kunstgeschichte, Moderne, Frauen in der Kunst, Otto Modersohn, Rainer Maria Rilke, Bernhard Hoetger, Biografie
Die Arbeit bietet eine Biografie der Künstlerin Paula Modersohn-Becker und beleuchtet ihren Weg als eine der bedeutendsten deutschen Malerinnen der Moderne.
Im Zentrum stehen die künstlerische Entwicklung von Paula Modersohn-Becker, ihr Leben innerhalb des Worpsweder Künstlerkreises sowie ihre wiederholten Aufenthalte in Paris als Inspirationsquelle.
Das Ziel ist die Darstellung von Leben und Werk einer Künstlerin, die trotz großer gesellschaftlicher Widerstände und mangelnder Anerkennung zu Lebzeiten eine Pionierrolle für den deutschen Expressionismus einnahm.
Der Autor wählt eine biographisch-deskriptive Herangehensweise, die historische Dokumente, Tagebucheinträge und Briefe der Künstlerin sowie zeitgenössische Zeugnisse systematisch zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von ihrer Kindheit und Ausbildung über ihre ersten Erfahrungen in Worpswede bis hin zu ihren Paris-Reisen, ihrer Ehe mit Otto Modersohn und ihrem späten, sehr produktiven künstlerischen Schaffen.
Wichtige Schlagworte sind Expressionismus, Worpswede, Selbstbildnis, Paris und die biografische Aufarbeitung eines unterdrückten künstlerischen Talents.
Paris war für Paula Modersohn-Becker ein Ort der künstlerischen Freiheit und Innovation, an dem sie die Werke französischer Meister wie Cézanne kennenlernte, die ihren eigenen Stil maßgeblich beeinflussten.
Otto Modersohn schwankte zwischen Anerkennung ihres Talents und Unverständnis für ihre avantgardistischen Ansätze; er unterstützte sie jedoch zeit seines Lebens finanziell und schätzte sie als Künstlerin sehr.
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