Masterarbeit, 2011
116 Seiten, Note: 1,7
A. Einleitung
I. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
II. Gang der Untersuchung
B. Beschaffung als zentrale Unternehmensschnittstelle
I. Begriff der Beschaffung
II. Ableitung der Beschaffungsziele
III. Hebelwirkung der Beschaffung
IV. Die Beschaffungsstrategie
C. Einführung in das System des Risikomanagement
I. Risikobegriff
II. Risikomanagement
1. System des Risikomanagement
2. Festlegung einer Risikostrategie
3. Einbettung in das Unternehmensrisikomanagement
4. Risikoanalyse
4.1. Identifizierung von Risiken
4.2. Bewertung von Risiken
4.3. Aggregation von Risiken
5. Steuerung von Risiken
6. Überwachung von Risiken
7. Risikodokumentation
8. Zusammenfassung der bisherigen theoretischen Erfordernisse
D. Ansätze einer Risikoidentifizierung durch Risikosystematisierung
I. Bedarf der Systematisierung
II. Erarbeitung eines möglichen Vorgehens
III. Risikotreiber
1. Definition
2. Trend zu internationalen Wertschöpfungsnetzwerken
3. Lean-Management
4. Target-Costing
5. Mass Customization
6. Produktlebenszyklus
IV. Anwendung der Methodik
1. Kostenrisiken
2. Qualitätsrisiken
3. Sicherheitsrisiken
4. Unabhängigkeits- und Flexibilitätsrisiken
V. Bedarf eines Frühwarnsystems
E. Instrumente des Risikomanagement
I. Erfordernis eines einheitlichen Werkzeugkastens
II. Das Lieferantenmanagement als zentrales Risikoinstrument der Beschaffung
III. Bewertung
1. Gewährleistung der Objektivität
2. Schadenseintritt
3. Schadensausmaß
4. Risikoinventar
IV. Aggregation
V. Steuerung
1. Auswirkungen von Unternehmensstrategien
2. Steuerungsentscheidung
3. Vermeidung
4. Verringerung
5. Übertragung
6. Übernahme
7. Diversifikation
VI. Überwachung
VII. Dokumentation
F. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel der vorliegenden Masterthesis ist es, ein systematisches Risikomanagement für den Bereich der Beschaffung zu entwickeln. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie mögliche Risiken im Rahmen der Beschaffung identifiziert, definiert und in ein effizientes Risikomanagementsystem integriert werden können, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.
I. Risikobegriff
Um die Möglichkeiten eines Risikomanagementsystems für die Beschaffung genauer zu beleuchten, ist es zunächst erforderlich, einen der Arbeit zu Grunde zu legenden Risikobegriff zu definieren.
Obwohl der Begriff des Risikos scheinbar selbsterklärend ist und umgangssprachlich häufig genutzt wird, um ganz allgemein Gefahrensituationen zu beschreiben, wird bereits nach kurzer Lektüre deutlich, dass sich in fachlicher Hinsicht bisher weder in der wissenschaftlichen Gemeinschaft im Allgemeinen noch in der Betriebswirtschaftslehre im Speziellen eine konsistente Risikodefinition durchgesetzt hat.48 Weiterhin ist ebenfalls nicht eindeutig, ob bzw. wie ausführlich der Begriff überhaupt zu definieren ist. Je nach Verfasser und Intention wird der Begriff somit entweder nur sehr kurz49 oder aber sehr ausführlich50 hergeleitet und argumentativ unterfüttert.
Selbst die etymologische Herkunft des Wortes ist strittig. So ist das Wort Risiko entweder auf arabische oder lateinische Wurzeln zurückzuführen und bedeutet je nach möglichem Wortursprung etwas göttlich Gegebenes im Sinne eines nicht beeinflussbaren Schicksals oder ist mit dem Umschiffen einer Klippe zu übersetzen, welches aktives Handeln bzw. Eingreifen voraussetzt.51
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und verdeutlicht die wachsende Bedeutung eines aktiven Risikomanagements in der Beschaffung angesichts steigender Kostendruck-Szenarien und komplexer werdender Wertschöpfungsnetzwerke.
B. Beschaffung als zentrale Unternehmensschnittstelle: Dieses Kapitel definiert die Beschaffung als strategische Schnittstelle und leitet die entsprechenden Ziele ab, wobei die Hebelwirkung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg hervorgehoben wird.
C. Einführung in das System des Risikomanagement: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, inklusive Risikobegriff, Analysephasen und gesetzlicher Anforderungen wie dem KonTraG, erarbeitet.
D. Ansätze einer Risikoidentifizierung durch Risikosystematisierung: In diesem Teil wird die Notwendigkeit einer Systematisierung von Risiken untersucht, um die Komplexität zu reduzieren und geeignete Anknüpfungspunkte für effektive Managementwerkzeuge zu finden.
E. Instrumente des Risikomanagement: Das Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung von Managementinstrumenten, insbesondere des Lieferantenmanagements und verschiedener Methoden zur Risikoaggregation und -steuerung.
F. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass ein isoliertes Management von Beschaffungsrisiken nicht zielführend ist und eine stetige Kommunikation sowie Anpassung an Unternehmensstrategien erfordert.
Risikomanagement, Beschaffung, Lieferantenmanagement, Risikoidentifikation, Risikoaggregation, Risikosteuerung, Wertschöpfungsnetzwerke, Beschaffungsstrategie, Supply Chain, Frühwarnsystem, Risikomatrix, Total Cost of Risk, Risikoschwelle, Zielabweichung, Strategische Beschaffung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines systematischen Ansatzes für das Risikomanagement innerhalb der Beschaffungsfunktion, um potenzielle Bedrohungen für das Unternehmen frühzeitig zu erkennen und zu steuern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Beschaffungsrisiken, die Systematisierung dieser Risiken, die Risikobewertung (quantitativ/qualitativ) sowie die praktische Implementierung von Steuerungs- und Überwachungsinstrumenten.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines theoretisch fundierten und in der Praxis anwendbaren Risikomanagementsystems, das zur Sicherung des Unternehmenserfolgs und zur Stabilisierung der Versorgungssicherheit beiträgt.
Es werden Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung sowie deskriptive Analysen von Risikomanagementzyklen, Methoden zur Risikoidentifikation (wie Ishikawa-Diagramme) und Aggregationsmodelle (wie die Monte-Carlo-Simulation) genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Risikomanagement, die Identifizierung und Systematisierung von Risikotreibern (z. B. Trends wie Lean Management) sowie die praktische Anwendung von Instrumenten zur Risikobewertung und -steuerung.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Beschaffungssicherheit, Lieferantenmanagement und Risikostrategie charakterisieren.
Das KonTraG dient als rechtliche Begründung für die Notwendigkeit eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems und wird genutzt, um die Pflicht zur Einrichtung von Überwachungssystemen für bestandsgefährdende Risiken zu erläutern.
Der Autor argumentiert, dass die Beziehung zum Lieferanten die wesentliche Determinante für die Risikoexposition in der Beschaffung darstellt; somit ist die aktive Steuerung dieser Beziehung essenziell für die Risikominimierung.
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