Magisterarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 2,0
1. MOTIVATION UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
2. BEGRIFFLICHKEITEN, DEFINITIONEN UND ALLGEMEINES ZUM ÖSTERREICHISCHEN STEUERSYSTEM
2.1. DEFINITIONEN
2.1.1. Steuern im Spektrum der Abgabenarten
2.1.2. Steuergegenstand, -bemessungsgrundlage und -tarif
2.2. GRUNDPRINZIPIEN UND MAXIMEN DER BESTEUERUNG
2.2.1. Äquivalenz- und Leistungsfähigkeitsprinzip
2.2.2. Maximen eines guten Steuersystems
2.3. DAS ÖSTERREICHISCHE EINKOMMENSTEUERSYSTEM
2.3.1. Steuern und Beiträge
2.3.2. Grenzentzugsrate und Lohnabstand im Zusammenhang mit dem Arbeitsangebot
3. THEORIE DER OPTIMALEN BESTEUERUNG
3.1. STEUEREFFIZIENZ
3.1.1. Die wohlfahrtsökonomische Theorie der Besteuerung
3.2. OPTIMALSTEUERTHEORIE NACH DEM MODELL VON MIRRLEES
3.2.1. Beschreibung des Modells
3.2.2. Agentenmonotonität
3.2.3. Freizeit als normales Gut
3.2.4. Aussagen der Optimalsteuertheorie
4. ARBEITSMARKTTHEORIE
4.1. EIN ARBEITSMARKTMODELL MIT PARTIZIPATIONSENTSCHEIDUNGEN
4.1.1. Substitutions- und Einkommenseffekt
4.1.2. Partizipationsentscheidung
4.2. ARBEITSANGEBOTSMODELL
4.2.1. Gerechtigkeits-Effizienz trade-off
4.2.2. Systemreformen im Modell
5. REFORMVARIANTEN
5.1. DER KOMBILOHN ÖSTERREICHS IM KONTEXT ARBEITSMARTKPOLITISCHER MAßNAHMEN
5.2. DER EITC IN DEN USA
5.2.1. Tarifverlauf des EITC
5.3. DER WTC IN GROßBRITANNIEN IM VERGLEICH ZUM EITC
5.4. DAS ALLGEMEINE GRUNDEINKOMMEN
6. VORTEILHAFTIGKEITSANALYSE EINER EITC REFORM IN ÖSTERREICH
6.1. THEORETISCHE ANALYSE
6.1.1. Allgemeines Grundeinkommen
6.1.2. EITC Reform
6.2. ANALYSE DER EINKOMMENSVERTEILUNG IN ÖSTERREICH
6.2.1. Entwicklung der Nettoeinkommen von 1997 bis 2008
6.2.2. Verteilung der Einkommen
6.2.3. Working Poor
6.3. AUSWERTUNG: VORZUGSWÜRDIGKEIT EINER EITC REFORM
6.3.1. Allgemeines zur Mikrosimulation
6.3.2. Resultate
7. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung einer Niedriglohnförderung nach dem Vorbild des US-amerikanischen „Earned Income Tax Credit“ (EITC) in Österreich erfolgversprechend wäre. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern eine solche Reform sowohl die Verteilungsgerechtigkeit erhöhen als auch die Gesamteffizienz des österreichischen Steuer- und Transfersystems steigern kann, unter besonderer Berücksichtigung der Anreizwirkungen auf das Arbeitsangebot.
2.1.1. Steuern im Spektrum der Abgabenarten
Im österreichischen Gesetzestext ist im Gegensatz zum deutschen Steuerrecht keine Legaldefinition des Begriffs Abgabe bzw. Steuer enthalten. Nach der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes (VfGH), ist unter einer Abgabe allerdings nur eine Geldleistung zu verstehen, welche von Gebietskörperschaften, kraft öffentlichen Rechts zur Deckung ihres Finanzbedarfs erhoben werden, wobei man 3 Abgabenformen, nämlich Steuern, Gebühren und Beiträge voneinander unterscheidet.
Aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive lassen sich Steuern als Zwangsabgaben ohne Anspruch auf Gegenleistung bezeichnen. Sie stellen somit Abgaben dar, welche auch ohne direkte Beanspruchung einer Leistung zu entrichten sind und eignen sich demnach hervorragend zur Finanzierung öffentlich bereitgestellter Güter. Dies besonders deshalb, da öffentliche Güter aufgrund ihrer Eigenschaften der Nicht-Rivalität und Nicht-Ausschließbarkeit ansonsten keinen geeigneten Ansatzpunkt zur Berechnung eines fairen Preises zulassen.
Würde vice versa eine bestimmte Gruppe ein besonderes Interesse an der Bereitstellung eines Gutes oder einer Leistung aufweisen, sodass die marktwirtschaftliche Komponente des Konsumgutes oder der Leistung überwiegt, so sollten diese über Gebühren, welche ein spezielles Entgelt darstellen, finanziert werden.
Schlussendlich wird ein Beitrag als spezielle Abgabenform, im Unterschied zu Gebühren, welche bei tatsächlicher aber nicht immer freiwilliger Nutzung anfallen, bereits dann auferlegt, wenn die bloße Möglichkeit einer Nutzung eines spezifischen Gutes oder einer spezifischen Leistung besteht.
1. MOTIVATION UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Einleitung in das Thema, Darlegung der Problemstellung des österreichischen Steuersystems und Definition des Forschungsziels.
2. BEGRIFFLICHKEITEN, DEFINITIONEN UND ALLGEMEINES ZUM ÖSTERREICHISCHEN STEUERSYSTEM: Erläuterung steuerrechtlicher Grundlagen, Prinzipien und der aktuellen Struktur des österreichischen Systems.
3. THEORIE DER OPTIMALEN BESTEUERUNG: Theoretische Herleitung optimaler Steuersysteme zur Minimierung von Wohlfahrtsverlusten unter Berücksichtigung des Modells von Mirrlees.
4. ARBEITSMARKTTHEORIE: Darstellung neoklassischer Arbeitsmarktmodelle und deren Erweiterung um Partizipationsentscheidungen sowie Analyse von Anreizeffekten.
5. REFORMVARIANTEN: Untersuchung unterschiedlicher Instrumente wie EITC, WTC und Grundeinkommen als Reformalternativen.
6. VORTEILHAFTIGKEITSANALYSE EINER EITC REFORM IN ÖSTERREICH: Theoretische und empirische Evaluierung einer EITC-Einführung in Österreich mittels Mikrosimulation und Analyse der Einkommensverteilung.
7. RESÜMEE: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und kritische Würdigung der Ergebnisse.
Kombilohn, EITC, Steuerreform, Optimalsteuertheorie, Arbeitsmarkt, Partizipationsentscheidung, Einkommensverteilung, Mikrosimulation, Fiskalpolitik, Transferleistungen, Sozialpolitik, Working Poor, Grenzentzugsrate, Steuerbelastung, Wohlfahrtsökonomie.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Auswirkungen einer möglichen Einführung eines "Earned Income Tax Credit" (EITC) – einer Niedriglohnförderung – in Österreich.
Die Arbeit verknüpft die Theorie der optimalen Besteuerung mit der Arbeitsmarkttheorie und der empirischen Analyse der österreichischen Einkommensverteilung.
Es wird erforscht, ob eine EITC-Reform in Österreich zu einer höheren Verteilungsgerechtigkeit führen und gleichzeitig die Gesamteffizienz des Steuer- und Transfersystems steigern kann.
Die Autorin nutzt sowohl theoretische Modelle der optimalen Besteuerung als auch die empirische Analyse vorhandener Mikrosimulationsdaten, um die Effekte verschiedener Reformvarianten zu bewerten.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Optimale Steuertheorie, Arbeitsmarktmodellierung) erarbeitet und diese anschließend genutzt, um Reformvarianten wie EITC und WTC auf ihre Tauglichkeit für den österreichischen Kontext zu prüfen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kombilohn, EITC, Steuerreform, Partizipationsentscheidung und Mikrosimulation.
Während der US-amerikanische EITC ein bundesstaatliches Instrument ist, das stark auf Arbeitsanreize für Geringverdiener setzt, ist das österreichische Pendant spezifischer auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet und in das dortige Sozialversicherungssystem eingebettet.
Die Analyse deutet darauf hin, dass Österreich bei einer EITC-Reform aufgrund moderater Wohlfahrtsverluste in einer Position ist, in der eine solche Maßnahme durchaus zu befürworten sein könnte, besonders für spezifische Teilgruppen am Arbeitsmarkt.
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