Masterarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 2,7
1.) Einleitung
2.) Tod und Trauer
2.1) Klärung des Begriffs „Tod“
2.2) Klärung des Begriffs „Trauer“
3.) Entwicklungspsychologische Aspekte von Tod
3.1) Entwicklung der Zeitwahrnehmung und Denkweisen
3.2) Die Entwicklung des Todeskonzeptes bei Kindern im Grundschulalter
3.3) Kindliche Erfahrungen mit Abschied, Verlust und Tod
4.) Entwicklungspsychologische und pädagogische Überlegungen zur Trauer
4.1) Das Erleben der Trauer
4.2) Das Trauerverhalten von Kindern
4.3) Trauer. Eine Krankheit?
4.4) Verschiedene Konzeptionen von Trauer
4.4.1) Das fünf-phasige Konzept von E. Kübler-Ross
4.4.2) Das vier-phasige Modell von Y. Spiegel
4.4.3) Das vier-phasige Modell von J. Bowlby
4.4.4) Das vier-phasige Modell von V. Kast
4.4.5) Ein kurzer Vergleich der Konzeptionen
5.) Trauerarbeit mit Kindern
5.1) Was ist Trauerarbeit?
5.2) Aufgaben von Trauer
5.3) Trauerbegleitung
5.3.1) Rolle des Elternhauses
5.3.2) Rolle der Schule
6.) Tod und Trauer im Religionsunterricht
6.1) Geplant oder plötzlich notwendig
6.2) Bezug zum Lehrplan
6.3) Einsatz von Filmen im Unterricht
6.3.1) Pädagogische Kurzfilme zu dem Thema
6.3.1.1) Willi wills Wissen: Wie ist das mit dem Tod?
6.3.1.2) Die Maus und der Tod
6.3.1.3) Jessie
6.3.1.4) Leb wohl, lieber Dachs
7.) Fazit
Diese Masterarbeit untersucht Möglichkeiten, wie der gesellschaftlichen Tabuisierung von Tod und Trauer im evangelischen Religionsunterricht der Grundschule begegnet werden kann. Das zentrale Ziel ist es aufzuzeigen, wie pädagogische Kurzfilme genutzt werden können, um Kinder kindgerecht an diese schwierigen Themen heranzuführen, Ängste abzubauen und einen altersgemäßen Umgang mit Verlusten zu erlernen.
3.1) Entwicklung der Zeitwahrnehmung und Denkweisen
Die Zeitwahrnehmung ist nicht der einzige Entwicklungsbereich des Kind, der die Vorstellung vom Tod und das Erleben des Todes berührt. Auch das Denken und die Gefühle spielen eine große Rolle. Dennoch ist die Zeitwahrnehmung ein für diesen Zusammenhang zentrales Vermögen, da ohne Zeitwahrnehmung eine Wahrnehmung der für den Tod wesentlichen Phänomene unmöglich wäre. Der Tod würde sich dem Menschen als Problem gar nicht stellen. Der Mensch ist ein Wesen, das Zeit bewusst wahrnehmen kann. Er ist sich aber auch seiner Vergänglichkeit bewusst. Dieses Todesbewusstsein, das bei Menschen aller Kulturen zu finden ist, führt zu vielen unterschiedlichen Gedanken über Sterben und Tod mit Emotionen wie Angst aber auch mit hoffnungsvollen Empfindungen.11 Der Mensch denkt über die Zeit nach dem Tod nach und erfährt in den Religionen Antworten auf die Frage nach der Zeit nach dem Tod. Dadurch, dass sich die Menschen mit dem Tod beschäftigen, kommen sie automatisch zu der Frage, welchen Sinn ihr Leben hat. Eine strikte Trennung zwischen Leben und Tod ist nicht möglich..
Kinder verfügen weder über ein komplexes und ausgeprägtes Zeitbewusstsein, noch beschäftigen sie sich in dem Maße wie Erwachsene mit der Endlichkeit. Sie leben vielmehr in den Tag hinein, leben jeden Tag neu und sind völlig unbeschwert. 12 Doch Kinder entwickeln mit den Jahren ein immer komplexeres Zeitverständnis. Diese Entwicklung wird nachfolgend vom Ende des Vorschulalters bis zum Beginn der weiterführenden Schule, also der fünften Klasse, betrachtet. Da sich Kinder nicht gleichmäßig und gleichzeitig entwickeln, werden die Stufen betrachtet, auf die sich Lehrkräfte in der Grundschule einstellen müssen.
1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung von Tod und Trauer und legt dar, wie pädagogische Kurzfilme im evangelischen Religionsunterricht der Grundschule als pädagogisches Mittel zur Auseinandersetzung mit diesen Themen dienen können.
2.) Tod und Trauer: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Fundierung durch die Etymologie und Phänomenologie der Begriffe „Tod“ und „Trauer“, um eine Basis für die weitere wissenschaftliche Arbeit zu schaffen.
3.) Entwicklungspsychologische Aspekte von Tod: Hier wird untersucht, wie sich die Zeitwahrnehmung und das Todeskonzept von Kindern im Grundschulalter entwickeln und welche ersten Erfahrungen mit Verlusten sie bereits gesammelt haben.
4.) Entwicklungspsychologische und pädagogische Überlegungen zur Trauer: Das Kapitel analysiert das kindliche Trauerverhalten, stellt die Frage nach der Pathologisierung von Trauer und erläutert vier gängige Trauerkonzeptionen (Kübler-Ross, Spiegel, Bowlby, Kast) im Hinblick auf deren Anwendbarkeit bei Kindern.
5.) Trauerarbeit mit Kindern: Hier werden die Aufgaben der Trauerarbeit sowie die Bedeutung der professionellen oder familiären Trauerbegleitung definiert und die spezifischen Rollen von Elternhaus und Schule im Unterstützungsprozess herausgearbeitet.
6.) Tod und Trauer im Religionsunterricht: Dieses Kapitel prüft, wie das Thema Tod und Trauer sowohl in der geplanten Unterrichtsgestaltung als auch bei akuten Trauerfällen unter Einbeziehung des Lehrplans und pädagogischer Kurzfilme in den Religionsunterricht integriert werden kann.
7.) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine sensible und vorbereitete Auseinandersetzung mit Tod und Trauer in der Grundschule sinnvoll ist und Lehrkräften durch gezielte Medienarbeit eine wertvolle Unterstützung zur Verfügung steht.
Tod, Trauer, Religionsunterricht, Grundschule, Kinder, Trauerarbeit, Trauerbegleitung, pädagogische Kurzfilme, Todeskonzept, Verlust, Entwicklungspsychologie, Zeitwahrnehmung, Medienkompetenz, Religion, Schulpädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der Themen Tod und Trauer in den evangelischen Religionsunterricht der Grundschule, um gesellschaftlicher Tabuisierung entgegenzuwirken.
Die zentralen Felder sind die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Kindern, die theoretischen Trauerkonzepte, Möglichkeiten der Trauerbegleitung sowie der didaktische Einsatz von Kurzfilmen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch den Einsatz pädagogischer Kurzfilme Kinder dabei unterstützen können, einen dem Alter angemessenen Umgang mit Tod und Trauer zu entwickeln.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und die Ergebnisse der Trauerforschung in den schulischen Kontext transferiert.
Der Hauptteil behandelt die kindliche Entwicklung von Todeskonzepten, wissenschaftliche Trauerphasenmodelle sowie praktische Ansätze zur Trauerbegleitung in Schule und Elternhaus.
Die wichtigsten Begriffe sind Trauerarbeit, Todeskonzept, kindliche Entwicklung, pädagogische Kurzfilme und Religionsdidaktik.
Da der Religionsunterricht in der Grundschule in besonderem Maße Fragen nach Sinn, Leben und Hoffnung thematisiert, bietet er einen geeigneten Rahmen, um existenzielle Themen wie den Tod mit christlichen Traditionen zu verknüpfen.
Sie dienen als methodischer Einstieg und Impulsgeber, um indirekte Betroffenheit auszulösen und den Kindern zu helfen, über die schwierigen Themen ins Gespräch zu kommen, ohne sich persönlich überfordert zu fühlen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

