Diplomarbeit, 1999
104 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 EINLEITUNG
2 PARTIZIPATION AN PLANUNGSPROZESSEN - WARUM? GRUNDSÄTZLICHE FRAGESTELLUNGEN UND ERKLÄRUNGEN
2.1 DEFINITIONEN
2.2 GESETZLICHER RAHMEN
2.2.1 Beteiligung im Rahmen der Bauleitplanung
2.2.1.1 Vereinfachtes Verfahren bei geringfügigen Änderungen
2.2.1.2 Beschleunigungsgesetze im Bauleitplanverfahren
2.2.2 Beteiligung der Öffentlichkeit im UVP-Verfahren
2.2.3 Beteiligung im Rahmen des Naturschutzgesetzes (BnatSchG)
2.2.4 Beteiligungsrechte im Rahmen der Gemeindeordnungen
2.2.4.1 Bürgerantrag (§ 22a GO Nds., § 20b GO BW)
2.2.4.2 Bürgerentscheid
2.2.4.3 Bürgerbegehren
2.3 METHODEN, VERFAHREN UND UMSETZUNGSFORMEN DER BETEILIGUNG
2.3.1 Idealvorstellungen und Kriterien zur Gestaltung des Partizipationsprozesses
2.3.2 Vielfalt der nicht gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsformen
2.4 VORTEILE DER PARTIZIPATION
2.5 SCHWIERIGKEITEN UND HINDERNISSE
2.6 ANSPRÜCHE UND ZIELRICHTUNGEN DER KOMMUNEN BEZÜGLICH PARTIZIPATION IM PLANUNGSPROZESS
2.7 ERWARTUNGEN PRIVATER PERSONEN UND GRUPPEN
2.8 KAPITELZUSAMMENFASSUNG
3 TECHNISCHE MÖGLICHKEITEN EINE PARTIZIPATION AN PLANUNGSPROZESSEN ÜBER DAS INTERNET ZU REALISIEREN
3.1 DAS INTERNET UND DIE ELEKTRONISCHE KOMMUNIKATION
3.1.1 Vorteile des Internet
3.1.2 Nachteile des Internet
3.1.2.1 Gesellschaftspolitische Gefahren
3.1.3 Sicherheits- und Rechtsfragen
3.2 WWW (WORLD WIDE WEB)
3.3 E-MAIL
3.4 MAILING LISTS
3.5 NEWSGROUPS
3.6 DISKUSSIONSFOREN (MESSAGEBOARDS, VIRTUELLE SCHWARZE BRETTER)
3.7 CHAT (INTERNET RELAY CHAT (IRC), WWW-CHAT)
3.8 MULTI-MEDIA-KONFERENZEN, INTERNETKONFERENZ
3.9 KAPTITELZUSAMMENFASSUNG
4 VARIANTEN UND BEISPIELE INTERAKTIVER PARTIZIPATIONSMÖGLICHKEITEN AN PLANUNGSPROZESSEN IM INTERNET
4.1 ANGEBOTE DER KOMMUNEN IM INTERNET
4.1.1 Diskussionsforen zu Planungsthemen
4.1.2 Formulare
4.1.3 Planungsunterlagen und Planungsinformationen
4.1.4 Beteiligung spezifischer Gruppen
4.1.4.1 Kinder und Jugendliche
4.1.4.2 Frauen
4.1.4.3 Senioren
4.1.4.4 Behinderte Bürgerinnen und Bürger
4.2 ELEKTRONISCHE DEMOKRATIE
4.3 KAPITELZUSAMMENFASSUNG
5 INTERNETBEFRAGUNG
5.1 VORGEHENSWEISE
5.2 AUFBAU DES FRAGEBOGENS AN DIE KOMMUNEN
5.3 AUFFÄLLIGKEITEN
5.4 AUSWERTUNG DER FRAGEBÖGEN
5.4.1 Internetanschlüsse (Frage 3)
5.4.2 Ausstattung mit Webseiten und E-Mail (Fragen 5/6)
5.4.3 Nutzungshäufigkeit verschiedener Internet – Kommunikationsmittel zur Verständigung über Planungsfragen (Frage 7)
5.4.4 Kommunikationsverteilung (Frage 8)
5.4.5 Interaktive Dienstleistungen (Frage 9)
5.4.6 Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen von Planungsvorhaben (Fragen 10/11/12)
5.4.7 Zukünftige Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten (Frage 13)
5.4.8 Generelle Eignung des Internet zur Mitbestimmung an Planungsprozessen zu (Frage 14)
5.4.9 Internetbeteiligung – Ergänzung oder eigenständiges Instrument (Frage 15)
5.4.10 Nutzeranalyse – wie schätzen die Kommunen die Internetnutzer ein (Frage 16)
5.4.11 Nutzen der Internetpartizipation aus Sicht der Kommunen (Frage 17/18)
5.4.12 Angaben einzelner Bürgerinnen und Bürger (Fragebogen 3)
5.5 KAPITELZUSAMMENFASSUNG
6 GESAMTBEWERTUNG
6.1 WIE PROFITIEREN WELCHE BEVÖLKERUNGSGRUPPEN VON DER INTERNETPARTIZIPATION
6.2 GRÜNDEN FÜR DIE BENACHTEILIGUNG EINIGER BEVÖLKERUNGSGRUPPEN
6.3 AKTUELLE HANDLUNGSWEISE DER KOMMUNEN UND VARIATIONSMÖGLICHKEITEN
6.4 ERGÄNZUNG ALTHERGEBRACHTER PARTIZIPATIONSFORMEN ODER DIE ZUKUNFT DER BETEILIGUNG
7 SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK
8 LITERATURVERZEICHNIS
9 ANHANG
9.1 FRAGEBÖGEN
Die Diplomarbeit untersucht die Potenziale des Internets als Instrument zur Förderung der Bürgerbeteiligung in kommunalen Planungsprozessen. Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie moderne Kommunikationstechnologien dazu beitragen können, klassische Partizipationshemmnisse abzubauen und die demokratische Mitbestimmung auf lokaler Ebene effektiv zu erweitern.
3.1.2 Nachteile des Internet
Die technische Entwicklung verläuft so schnell, dass gesellschaftliche Entwicklungen nicht entsprechend mithalten können. Als Beispiele sind rechtliche Regelungen zu nennen oder die zögerliche Verwendung für politische Zwecke, speziell in Deutschland. Für einige Nutzer und Bevölkerungsgruppen ist die Anwendung zu kompliziert und die Anschaffung eines PCs nebst Internet - Zugangsgebühren zu teuer. Menschen, die dieses Medium ablehnen oder keinen Zugang dazu finden, könnten eine weitere Verbreitung auch als Zwang, zur computergestützten elektronischen Kommunikation empfinden.
Allgemein ist es denkbar, dass die Kommunikation über elektronische Netzwerke zu einer Verminderung von „realen“ zwischenmenschlichen Kontakten führt. Dies ist sicherlich nicht als generelles Problem zu bewerten, sondern vielmehr ein Resultat der sozialen Artikulations- und Interaktionspräferenzen der einzelnen Nutzer.
Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass der komplexe Vorgang, zwischenmenschlicher Kommunikation auf ein schmaleres Spektrum reduziert wird, dem vor allem der äußerliche Eindruck und die nonverbalen Anteil fehlen. Physische Präsenz wird durch Telepräsenz ersetzt. In gewisser Weise lässt sich von einer elektronischen Maske sprechen, die eine soziale und emotionale Anonymität gewährt.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnik und deren gesellschaftliche Herausforderung für Kommunalverwaltungen, insbesondere im Hinblick auf demokratische Mitbestimmung.
2 PARTIZIPATION AN PLANUNGSPROZESSEN - WARUM? GRUNDSÄTZLICHE FRAGESTELLUNGEN UND ERKLÄRUNGEN: Dieses Kapitel definiert Bürgerbeteiligung, beleuchtet den rechtlichen Rahmen und erörtert klassische Methoden sowie deren Vor- und Nachteile aus Sicht von Kommunen und Bürgern.
3 TECHNISCHE MÖGLICHKEITEN EINE PARTIZIPATION AN PLANUNGSPROZESSEN ÜBER DAS INTERNET ZU REALISIEREN: Es wird die technische Infrastruktur des Internets erläutert und verschiedene Kommunikationswerkzeuge hinsichtlich ihrer Eignung für den kommunalen Beteiligungsprozess bewertet.
4 VARIANTEN UND BEISPIELE INTERAKTIVER PARTIZIPATIONSMÖGLICHKEITEN AN PLANUNGSPROZESSEN IM INTERNET: Hier werden beispielhafte Angebote deutscher Kommunen analysiert und das Konzept der Elektronischen Demokratie diskutiert.
5 INTERNETBEFRAGUNG: Das Kapitel dokumentiert die Methodik, den Aufbau und die Ergebnisse einer eigenen Internetbefragung unter deutschen Kommunen zum Stand ihrer Internetpartizipationsangebote.
6 GESAMTBEWERTUNG: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Möglichkeiten und Hemmnisse für eine Internetpartizipation sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Internet, Kommunalverwaltung, Planungsprozess, Informationsgesellschaft, E-Demokratie, Kommunikation, Interaktion, Online-Befragung, Bürgerantrag, Bauleitplanung, Elektronische Verwaltung, Partizipationsmethoden, Informationstechnik.
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Nutzungsmöglichkeiten des Internets, um die Partizipation privater Personen und Gruppen an kommunalen Planungsprozessen zu stärken und zu modernisieren.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bürgerbeteiligung, die technischen Möglichkeiten digitaler Kommunikation sowie deren praktische Umsetzung und Akzeptanz in deutschen Kommunalverwaltungen.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob und wie das Internet als Instrument der Bürgerbeteiligung dazu beitragen kann, demokratische Mitbestimmung effizienter und bürgernäher zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen der Partizipation und Kommunikationstechnik sowie einer empirischen Internetbefragung von Kommunalverwaltungen in Deutschland.
Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Eignung von Internetservices (wie E-Mail, Foren, Chats), einer Analyse existierender kommunaler Internetangebote und einer detaillierten Auswertung der durchgeführten Kommunalbefragung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Partizipation, Bürgerbeteiligung, E-Demokratie, Planungshoheit und moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IuKT) geprägt.
Kleinere Kommunen nutzen das Internet seltener für Partizipationszwecke, da sie häufig davon ausgehen, dass der Informationsbedarf der Bürger bereits durch traditionelle Kanäle wie Schaukästen oder Lokalzeitungen ausreichend gedeckt ist.
Die digitale Signatur ist entscheidend, um die Identität der Bürger rechtsverbindlich zu authentifizieren, was eine wichtige Voraussetzung für interaktive Beteiligungsformen wie elektronische Anträge oder Abstimmungen ist.
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