Examensarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Hämophilie
1.1.1 Historie
1.2 Ätiologie des Krankheitsbildes und Pathogenese
1.2.1 Hämophile Athropathie
1.2.2 Kontrakturen
1.3 Das Knie
1.4 Physiologie und Funktionen im Stand und der graduellen Kniebeuge
1.5 Elektromyographie
1.5.1 Einsatz, Möglichkeiten und Grenzen der Elektromyographie
1.5.2 Elektromyographische Messungen am hämophilen Kniegelenk
2. Fragestellung
3. Material und Methoden
3.1 Probandenauswahl
3.1.1 Ein- und Ausschlusskriterien
3.1.2 Probandenbeschreibung
3.1.3 Einteilung der Probanden hinsichtlich des Gelenkstatus
3.2 Studiendesign
3.2.1 Datenerhebung
3.2.2 Versuchsanordnung
3.3 Untersuchungsgeräte und Testverfahren
3.3.1 Die Oberflächenelektromyographie (OEMG)
3.3.2 Die EMG-Elektroden
3.3.3 EMG-Messung
3.4 Statistische Untersuchung
3.4.1 Vorarbeiten zur statistischen Untersuchung
3.4.2 Statistische Verfahren
4. Ergebnisse
4.1 Gliederung der Untersuchung
4.1.1 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur
4.1.2 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.3 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.4 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur
4.1.5 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.6 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.7 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur
4.1.8 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.9 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.10 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur
4.1.11 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe
4.1.12 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe
5. Diskussion
5.1 Untersuchung
5.1.1 Aktivitätsverhalten im bipedalen Stand
5.1.2 Aktivitätsverhalten im Verlauf vom bipedalen Stand zur graduellen Kniebeuge innerhalb des hämophilen Patientenklientels
5.1.3 Aktivitätsverhalten im Verlauf vom bipedalen Stand zur graduellen Kniebeuge zwischen Hämophilen und einer Kontrollgruppe
5.2 Methodenkritik
5.2.1 Studiendesign
5.2.2 Probandengut
5.2.3 Elektromyographie
5.3 Schlussbetrachtung und Ausblick
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss einer bestehenden Kontraktur am Kniegelenk auf die Muskelaktivität bei hämophilen Patienten während des bipedalen Standes und einer graduellen Kniebeuge. Durch elektromyographische Messungen der knieführenden Muskulatur wird analysiert, ob sich die Aktivitätsmuster dieser Patientengruppe signifikant von denen gesunder Kontrollpersonen unterscheiden.
1.2.1 Hämophile Arthropathie
Gelenkblutungen können Entzündungen auslösen, die sich über Knorpelschäden bis hin zu Gelenkzerstörungen ausweiten können. Andererseits können ausgehend von den Gelenkblutungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Folge sein, die über Muskelverkürzungen, Gelenkinstabilität ebenfalls einen Funktionsverlust des Gelenks bezwecken können.
Wie der Zyklus bei Gelenkblutungen verlaufen kann, zeigt das Schaubild (Abb. 3).
Bedingt durch die Blutabbauprodukte entstehen bei einem multifaktoriellen Mechanismus durch gewebetoxische Enzyme und Radikale schwere sekundäre Knorpelschäden, zunehmende arthrotische Veränderungen und letztlich fortschreitende Gelenkversteifungen (Erlemann et al., 1990; Hamel et al., 1988; Hogh et al., 1987; Arnold & Hilgartner, 1977; Atkins et al., 1987). Unter hämophiler Arthropathie versteht man die blutungsbedingten Dauerschäden der Gelenke, die in den Vordergrund des klinischen Erscheinungsbildes gerückt sind.
Resultat der hämophilen Arthropathie kann schließlich im Rahmen einer sekundären Arthrose in fortschreitenden Fehlstellungen und Gelenkversteifungen (Kontrakturen) zu einer schweren Behinderung des Hämophiliepatienten führen.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Grundlagen der Hämophilie, die Pathogenese der Gelenkveränderungen sowie die physiologischen Grundlagen der Kniegelenksbewegung und der Elektromyographie.
2. Fragestellung: Das Kapitel definiert das zentrale Forschungsziel, den Einfluss von Kontrakturen auf die Muskelaktivität nachzuweisen und formuliert spezifische Fragestellungen zur Untersuchung.
3. Material und Methoden: Hier werden die Auswahl der Probanden, das Studiendesign, die angewandten EMG-Techniken sowie die statistischen Verfahren zur Datenanalyse ausführlich beschrieben.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zur Muskelaktivität im bipedalen Stand und bei der graduellen Kniebeuge, unterteilt in die verschiedenen Probandengruppen.
5. Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, mit der aktuellen Studienlage verknüpft und methodische Aspekte der Untersuchung hinterfragt.
6. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere die Unterschiede im Aktivitätsverhalten hämophiler Patienten mit und ohne Kontraktur.
Hämophilie, Hämophile Arthropathie, Kniegelenk, Kontraktur, Elektromyographie, Oberflächenelektromyographie, Muskelaktivität, Bipedaler Stand, Kniebeuge, Posturale Kontrolle, Rehabilitation, Sporttherapie, Gelenkblutung, Biomechanik
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Gelenkkontrakturen bei Hämophilie auf die Muskelaktivität der knieführenden Muskulatur.
Die zentralen Themen sind die Pathophysiologie der hämophilen Arthropathie, die funktionelle Anatomie des Kniegelenks und die Anwendung der Elektromyographie zur Leistungsdiagnostik.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, wie eine bestehende Kniekontraktur das Aktivitätsverhalten der umliegenden Muskulatur im Stand und bei Belastung beeinflusst.
Es wurde eine vergleichende elektromyographische Untersuchung (OEMG) an 26 Hämophilen und 21 Kontrollpersonen durchgeführt, die statistisch mittels Varianzanalyse (ANOVA) ausgewertet wurde.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detailliert die Probandenauswahl, die apparativen Messbedingungen der EMG sowie die statistische Aufbereitung der Daten dargestellt.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Hämophilie, Kniegelenk-Kontraktur, Oberflächen-EMG und die motorische Kontrolle bei orthopädischen Einschränkungen.
Die Unterteilung in stärker und geringer betroffene Gelenke ist notwendig, da das Ausmaß der Arthropathie direkt mit der reflektorischen Innervationshemmung der Muskulatur korreliert.
Der Autor betont, dass Patienten mit Kontraktur getrennt betrachtet werden müssen, da sie ein grundlegend anderes Aktivierungsmuster zeigen, was eine individualisierte Sporttherapie erforderlich macht.
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