Diplomarbeit, 2010
138 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Methodik der Unternehmensbewertung
2.2 Methoden zur Risikoberücksichtigung in der Unternehmensbewertung
2.2.1 Sicherheitsäquivalenzmethode
2.2.2 Risikozuschlagsmethode
2.3 Äquivalenzprinzipien bei der Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes
2.4 Funktionen des Kapitalisierungszinssatzes
2.5 Verfahren der Unternehmensbewertung
2.6 Discounted-Cashflow-Verfahren – Ein Überblick
2.6.1 WACC-Ansatz
2.6.2 APV-Ansatz
2.6.3 FTE-Verfahren
2.7 Zusammenfassung
3 Basiszinssatz
3.1 Konkretisierung des Basiszinssatzes
3.2 Basiszinssatz als zukünftiger Zinssatz oder Stichtagszins
3.2.1 Verwendung eines zukünftigen Zinssatzes
3.2.2 Verwendung eines Stichtagszinses
3.2.3 Würdigung
3.3 Ermittlung der Zinsstrukturkurve
3.4 Fortschreibung der Zinsstrukturkurve
3.5 Ermittlung eines einheitlichen Basiszinssatzes
3.6 Verwendung von EZB- oder Bundesbank-Daten
3.7 Zusammenfassung
4 Risikoprämie
4.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
4.1.1 Kritik am CAPM
4.1.1.1 Kritik an Prämissen
4.1.1.2 Logische Einwände
4.1.1.3 Empirische Bewährung
4.1.2 Würdigung
4.2 Marktrisikoprämie
4.2.1 Vergangenheitsorientierte Schätzung der Marktrisikoprämie
4.2.1.1 Spezifikationsprobleme
a) Festlegung des Marktportfolios
b) Festlegung des Beobachtungszeitraums
c) Arithmetische und geometrische Durchschnittsbildung
d) Wahl des risikolosen Zinses
4.2.1.2 Empirische Ergebnisse
4.2.1.3 Kritik an der vergangenheitsorientierten Schätzung der Marktrisikoprämie
4.2.2 Zukunftsorientierte Schätzung der Marktrisikoprämie
4.2.2.1 Empirische Ergebnisse
4.2.2.2 Kritik an der zukunftsorientierten Schätzung der Marktrisikoprämie
4.2.3 Würdigung der Verfahren zur Schätzung der Marktrisikoprämie
4.3 Beta-Faktor
4.3.1 Vergangenheitsorientierte Schätzung von Beta-Faktoren anhand historischer Kapitalmarktdaten
4.3.1.1 Spezifikationprobleme
a) Festlegung des Marktportfolios
b) Festlegung der Intervalllänge
c) Festlegung des Beobachtungszeitraums
4.3.1.2 Stabilität von Beta-Faktoren
4.3.1.3 Analogieansätze
4.3.1.4 Kritik an der vergangenheitsorientierten Schätzung des Beta-Faktors
4.3.2 Schätzung von Beta-Faktoren anhand fundamentaler Unternehmensdaten
4.3.2.1 Zusammenhänge zwischen Beta-Faktor und Unternehmenskennzahlen
a) Im Rahmen des CAPM theoretisch begründbare Zusammenhänge
b) Im Rahmen des CAPM theoretisch nicht begründbare Zusammenhänge
4.3.2.2 Vorgehensweise zur Schätzung fundamentaler Beta-Faktoren
4.3.2.3 Empirische Ergebnisse der fundamentalen Prognose von Beta-Faktoren
4.3.2.4 Kritik an der fundamentalen Schätzung des Beta-Faktors
4.3.3 Zukunftsorientierte Schätzung von Beta-Faktoren
4.3.3.1 Ermittlung einer impliziten Volatilität
4.3.3.2 Ermittlung einer impliziten Korrelation
a) Ansatz zur Ermittlung der impliziten Korrelation aus Austauschoptionen
b) Ansatz zur Ermittlung der impliziten Korrelation aus Minimum-/Maximumoptionen
4.3.3.3 Kritik an der zukunftsorientierten Schätzung des Beta-Faktors
4.3.4 Würdigung der Verfahren zur Schätzung des Beta-Faktors
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der systematischen Untersuchung der Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes für die Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel besteht darin, ein tiefgreifendes Verständnis für die Ermittlung dieses zentralen Parameters zu vermitteln, die damit verbundenen Problemstellungen kritisch zu hinterfragen und Entscheidungshilfen für die Bewertungspraxis zu liefern, wobei eine Fokussierung auf die Komponenten Basiszinssatz und Risikoprämie erfolgt.
2.2.1 Sicherheitsäquivalenzmethode
Bei der Sicherheitsäquivalenzmethode werden die zukünftig erwarteten Zahlungsüberschüsse um einen Risikoabschlag vermindert und zu Sicherheitsäquivalenten zusammengefasst. Die Abzinsung erfolgt anschließend mit dem risikofreien Zinssatz bzw. Basiszinssatz. Formal lässt sich der Ertragswert EW0 berechnen nach:
Das Sicherheitsäquivalent entspricht dem sicheren Betrag für den ein Investor eine Verteilung von Zahlungsüberschüssen verkauft. Da Investoren unterschiedliche Risikopräferenzen aufweisen, muss zur Bestimmung des Sicherheitsäquivalents deren individuelle Risikonutzenfunktion bekannt sein, „deren explizite Kenntnis [jedoch] fehlt“. Dies stellt zugleich die Ursache für die sehr geringe Verbreitung dieser Methode in der Bewertungspraxis dar. Darüber hinaus spricht Rebien hinsichtlich der Sicherheitsäquivalenzmethode sogar von einer „praktischen Nichtanwendbarkeit“.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik des umstrittenen Kapitalisierungszinssatzes bei der Unternehmensbewertung und steckt den Forschungsrahmen der Arbeit ab.
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente der Ertragswertermittlung und stellt gängige Verfahren sowie Methoden zur Risikoberücksichtigung vor.
3 Basiszinssatz: Hier wird die Ermittlung des Basiszinssatzes unter Berücksichtigung von Zinsstrukturdaten und der Problematik der Anschlussverzinsung eingehend analysiert.
4 Risikoprämie: Das Hauptkapitel befasst sich kritisch mit der Herleitung der Risikoprämie, insbesondere mittels des CAPM, und untersucht verschiedene Schätzansätze für Marktrisikoprämien und Beta-Faktoren.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Praktikabilität der vorgestellten Verfahren für die Unternehmensbewertung.
Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, Basiszinssatz, Risikoprämie, CAPM, Zinsstrukturkurve, Beta-Faktor, Marktrisikoprämie, Ertragswert, Diskontierungsverfahren, Sicherheitsäquivalenzmethode, Risikozuschlagsmethode, Unternehmensrisiko, Finanzmarkt.
Die Arbeit untersucht die komplexe Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes, um eine fundierte Basis für Unternehmensbewertungen zu schaffen, wobei die kritischen Komponenten Basiszinssatz und Risikoprämie im Mittelpunkt stehen.
Der Fokus liegt auf der theoretischen Herleitung und praktischen Anwendbarkeit von Bewertungsverfahren, insbesondere auf der Ermittlung risikoadäquater Zinssätze unter Einbeziehung des Capital Asset Pricing Model (CAPM).
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie der Kapitalisierungszinssatz unter Berücksichtigung von Markt- und Risikofaktoren präzise ermittelt werden kann und welche Vor- und Nachteile mit den verschiedenen Schätzmethoden in der Praxis verbunden sind.
Der Autor nutzt eine ausführliche Literaturanalyse, um bestehende Verfahren und Modelle zu kontrastieren, zu kritisieren und durch eine eigene kritische Würdigung in den Kontext der Bewertungspraxis einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse des Basiszinssatzes, die Untersuchung der Marktrisikoprämie und eine intensive Auseinandersetzung mit der Schätzung von Beta-Faktoren.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, CAPM, Risikoprämie, Zinsstrukturkurve und Beta-Faktor.
Aufgrund der Notwendigkeit, die individuellen Risikonutzenfunktionen der Investoren kennen zu müssen, wird die Methode als praktisch nicht anwendbar eingestuft.
Der Autor konstatiert, dass Beta-Faktoren im Zeitablauf erheblichen Schwankungen unterliegen, weshalb eine unreflektierte Übertragung historischer Werte (naive Prognose) als methodisch unzureichend kritisiert wird.
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