Fachbuch, 2011
68 Seiten
Vorwort
Cetiosauriscus
Compsognathus
Juravenator
Plateosaurus
Sciurumimus
Was ist ein Dinosaurier?
Wie die Dinosaurier zu ihrem Namen kamen
Der Autor
Dieses Buch bietet eine fundierte Übersicht der in Bayern nachgewiesenen Dinosaurierarten und erläutert deren Entdeckungsgeschichte, wissenschaftliche Einordnung sowie die Besonderheiten ihrer Fossilfunde.
Compsognathus
Der kleine Raub-Dinosaurier Compsognathus aus der Oberen Jurazeit vor etwa 151 bis 148 Millionen Jahren wurde 1858 von dem Gerichtsarzt und Sammler Joseph Oberndorfer aus Kelheim vermutlich in einem Steinbruch bei Jachenhausen nahe Riedenburg entdeckt. Der Münchener Paläontologe Andreas Wagner (1797–1861) beschrieb diesen Fund 1859 kurz und 1861 länger und gab ihm den wissenschaftlichen Namen Compsognathus longipes („Langbeiniger Zartkiefer“). Der Gattungsname Compsognathus besteht aus den griechischen Wörtern kompsos (elegant) und gnathos (Kiefer). Wagner hielt dieses Fossil aus Bayern für eine Art Eidechse. 1868 vermutete der englische Wissenschaftler Thomas Henry Huxley (1825–1895), dass dieses Tier eng mit Dinosauriern verwandt war. 1896 identifizierte der amerikanische Paläontologe Othniel Charles Marsh (1831–1899) den Fund aus Bayern als Dinosaurier. Compsognathus hatte etwa die Größe eines Truthuhns, war 89 Zentimeter lang und wog schätzungsweise drei Kilogramm. Er trug einen etwa 7,5 Zentimeter langen Schädel, besaß die für Hohlknochen-Dinosaurier (Coelurosaurier) typischen hohlen Knochen und einen langen Schwanz zum Balancieren.
An den Hinterbeinen waren drei Zehen nach vorne und eine kleine nach hinten ausgerichtet. Mit seinen dreifingrigen Händen konnte er flink Beutetiere ergreifen. Zu seinen Opfern gehörten kleinere Reptilien und vielleicht auch Insekten. 1881 entdeckte Marsh in der Bauchregion des Compsognathus aus Bayern ein kleines Skelett, das er für Reste eines Embryos hielt. 1903 stellte der österreichisch-ungarische Paläontologe Franz Baron Nopsca (1877–1933) fest, dass es sich hierbei um das Skelett einer kleinen Echse handelte, die von Compsognathus gefressen worden war. Der amerikanische Paläontologe John H. Ostrom identifizierte das Beutetier 1994 als Eidechse der Gattung Bavarisaurus. Weil das Bavarisaurus-Skelett komplett erhalten ist, muss Compsognathus dieses Beutetier ganz verschluckt haben. Da der langbeinige Bavarisaurus als schneller Läufer gilt, muss Compsognathus als Jäger dieses Tieres die Fähigkeit zur raschen Beschleunigung und ein gutes Sehvermögen besessen haben.
Vorwort: Einleitende Übersicht zu den im bayerischen Raum entdeckten Dinosauriergattungen und dem Autor des Buches.
Cetiosauriscus: Vorstellung dieses pflanzenfressenden Sauropoden aus der Oberen Jurazeit und Diskussion der Fundlage.
Compsognathus: Abhandlung über den kleinen, räuberischen Dinosaurier, dessen Funde in Bayern wissenschaftshistorisch besonders bedeutend sind.
Juravenator: Detaillierte Betrachtung des spektakulären, nahezu vollständig erhaltenen Fundes eines Raub-Dinosaurier-Jungtiers bei Eichstätt.
Plateosaurus: Erläuterung des als „Schwäbischer Lindwurm“ bekannten Sauriers und seiner vielfältigen Fundstellen in Deutschland.
Sciurumimus: Untersuchung des außergewöhnlich gut erhaltenen Raub-Dinosaurier-Fossils, das neue Erkenntnisse über die Befiederung von Dinosauriern lieferte.
Was ist ein Dinosaurier?: Erläuterung der anatomischen Merkmale, insbesondere der Beinstellung, die Dinosaurier von anderen Reptilien abgrenzen.
Wie die Dinosaurier zu ihrem Namen kamen: Historischer Rückblick auf die Namensgebung durch Hermann von Meyer und Richard Owen.
Der Autor: Biografische Angaben zum Wissenschaftsautor Ernst Probst.
Dinosaurier, Bayern, Paläontologie, Compsognathus, Plateosaurus, Juravenator, Sciurumimus, Fossilien, Erdgeschichte, Obere Jurazeit, Wirbeltierpaläontologie, Saurischia, Theropoda, Sauropodomorpha, Wissenschaftsgeschichte
Das Buch bietet einen Überblick über die Entdeckung, Erforschung und wissenschaftliche Einordnung von Dinosaurierfossilien, die im Freistaat Bayern gefunden wurden.
Die zentralen Themen sind die Vorstellung spezifischer Gattungen wie Compsognathus und Plateosaurus, die paläontologische Systematik sowie die historische Entwicklung der Dinosaurierforschung.
Das Ziel ist es, dem Leser die bayerische Fundlandschaft näherzubringen und die Bedeutung dieser Fossilien für das allgemeine Verständnis der Dinosaurier zu verdeutlichen.
Es handelt sich um ein populärwissenschaftliches Sachbuch, das auf paläontologischen Fundberichten, Erstbeschreibungen und wissenschaftlichen Vergleichsstudien basiert.
Der Hauptteil widmet sich in separaten Kapiteln den spezifischen Dinosaurierarten (Cetiosauriscus, Compsognathus, Juravenator, Plateosaurus, Sciurumimus) und stellt deren anatomische Merkmale und Fundumstände vor.
Zu den zentralen Begriffen zählen Dinosaurier, Bayern, Paläontologie, Fossilien, Saurischia, Theropoda und Wissenschaftsgeschichte.
Sciurumimus gilt als eine wissenschaftliche Sensation, da das Fossil zu 98 Prozent erhalten ist und Reste eines Federkleids zeigt, was wichtige Hinweise auf die Evolution der Federn bei Dinosauriern gibt.
Der Name wurde von Friedrich August Quenstedt aufgrund des häufigen Vorkommens der Art im süddeutschen Raum geprägt, wobei das Stuttgarter Naturkundemuseum ihn sogar als Wappentier wählte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

