Examensarbeit, 1997
64 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Bibliodramas
3. Der Gegenstand des Bibliodramas: Der biblische Text
3.1 Welchen Sinn hat es, sich mit der Bibel zu beschäftigen?
3.2 Schwierigkeiten, die Bibel heute zu verstehen
3.3 Notwendigkeit und Ergänzungsbedürftigkeit der historisch-kritischen Methode
3.4 Ergänzungen der historisch-kritischen Bibelauslegung
3.4.1 Erfahrungsbezug
3.4.2 Gruppengeschehen
3.4.3 Ganzheitlichkeit
3.4.4 Berücksichtigung tiefenpsychologischer Aspekte
3.5 Der biblische Text im Bibliodrama
4. Ansätze in der Bibliodramabewegung
4.1 Textzentriertes Bibliodrama
4.2 Spielpädagogisches Bibliodrama
4.3 Seelsorgerliches Bibliodrama
4.4 Hagiodrama
4.5 Mimesis
4.6 Psychodramatisches Bibliodrama
5. Psychologische Komponenten im Bibliodrama
5.1 Problematisierung
5.2 Widerstand
6. Methoden
6.1 Einstieg: Einleitung und Körperarbeit
6.2 Identifikation
7. Arbeitsgebiete und Zielgruppen
8. Abschließende Bemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die gegenwärtige Praxis der Bibliodramaarbeit. Ziel ist es, den Nutzen des Bibliodramas als methodische Ergänzung zur historisch-kritischen Bibelauslegung im evangelischen Religionsunterricht zu beleuchten und Wege aufzuzeigen, wie biblische Texte erfahrungsbezogen und ganzheitlich erschlossen werden können.
3. Der Gegenstand des Bibliodramas: Der biblische Text
Die Bibel ist die Grundlage der christlichen Religion; Langer bezeichnet ihre Texte als gesammelte „Urzeugnisse der Geschichte Gottes mit den Menschen“. Zu ihrer Wirkungsgeschichte gehört die Orientierung der Lebenspraxis einzelner an ihr und die Bildung von Gemeinden.
Obwohl die biblischen Texte aus einer lange vergangenen Zeit stammen und deswegen eine schwer verständliche Sprache sprechen, soll die Wirkungsgeschichte der Bibel auch heute noch weitergehen. Sie wird nicht nur gelesen, um etwas über ihre Inhalte zu erfahren, die die abendländische Kultur geprägt haben, sondern sie wird auch als „Wort Gottes“ gelesen. D.h. von der Heiligen Schrift wird erwartet, daß sie die Existenz betrifft und Veränderung für die Gegenwart bewirken kann. Durch die Bibel wollen Menschen Orientierung finden, Hoffnung und Mut schöpfen und nicht zuletzt soll die Bibel eine Veränderung der Menschen bewirken. Sie sollen befreit werden, um verantwortlich handeln zu können.
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation durch ein Seminar an der Gesamthochschule Kassel und stellt die Forschungsfrage nach dem Nutzen des Bibliodramas im Religionsunterricht.
2. Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Bibliodramas: Dieses Kapitel definiert das Bibliodrama in Abgrenzung zum Psychodrama und verortet es als ganzheitliche Methode zwischen Bibelauslegung und Selbsterfahrung.
3. Der Gegenstand des Bibliodramas: Der biblische Text: Es wird untersucht, wie die Bibel heute trotz Distanz und Fremdheit verstanden werden kann und warum die historisch-kritische Methode einer erfahrungsbezogenen Ergänzung bedarf.
4. Ansätze in der Bibliodramabewegung: Eine systematische Übersicht verschiedener Schulen wie Textzentriertes Bibliodrama, Hagiodrama und psychodramatische Ansätze wird erstellt.
5. Psychologische Komponenten im Bibliodrama: Hier werden psychologische Aspekte wie Widerstand und die Integration der Tiefenpsychologie in die biblische Arbeit reflektiert.
6. Methoden: Der prozessuale Ablauf des Bibliodramas wird anhand der Körperarbeit und der Identifikation mit biblischen Rollen konkretisiert.
7. Arbeitsgebiete und Zielgruppen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die praktische Anwendung in Seminaren und im schulischen Kontext sowie über die Anforderungen an die Leiter.
8. Abschließende Bemerkungen: Die Autorin fasst zusammen, dass das Bibliodrama eine notwendige, methodenplurale Ergänzung zur einseitig kognitiven Exegese darstellt.
Bibliodrama, Bibelauslegung, Selbsterfahrung, historisch-kritische Methode, Ganzheitlichkeit, Psychodrama, Mimesis, Hagiodrama, Religionspädagogik, Körperarbeit, Tiefenpsychologie, Gruppenarbeit, Identifikation, Hermeneutik, Gottesbeziehung.
Die Arbeit befasst sich mit der Theorie und Praxis des Bibliodramas als einer Methode, die biblische Texte durch spielerische Elemente und Selbsterfahrung für den Menschen der Gegenwart zugänglich macht.
Zentrale Themen sind die Bibelauslegung, der Einfluss psychologischer Konzepte auf die Theologie, die methodische Vielfalt der Bibliodramabewegung und die praktische Anwendung im Religionsunterricht.
Das primäre Ziel ist es, das Bibliodrama als sinnvolle und notwendige Ergänzung zur traditionellen historisch-kritischen Bibelauslegung zu begründen, um eine tiefere persönliche Betroffenheit und Lebensrelevanz der Texte zu ermöglichen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Strukturierung der vorliegenden Fachliteratur zum Bibliodrama sowie die Analyse von Erfahrungsberichten aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Bibelauslegung, die Differenzierung verschiedener Bibliodrama-Ansätze, die Reflexion psychologischer Komponenten wie dem Widerstand und die Darstellung konkreter Arbeitsmethoden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bibliodrama, Bibelauslegung, Ganzheitlichkeit, Selbsterfahrung, Körperarbeit und die Verknüpfung von Psychologie und Theologie.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Intention: Während das Psychodrama primär der Therapie dient, zielt das Bibliodrama auf die Auseinandersetzung mit biblischen Texten und die Förderung von Glaubens- und Lebensverständnis ab.
Sie wird nicht abgelehnt, sondern als notwendige Korrektur und Basis betrachtet, um subjektive Projektionen zu vermeiden, bedarf jedoch der Ergänzung durch erfahrungs- und körperbezogene Zugänge.
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