Bachelorarbeit, 2011
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Chinas Währungspolitik
2.1 Das Trilemma des Wechselkursregimes
2.2 Der Verlauf des Wechselkurses zum US-Dollar
2.3 Ist der Renminbi unterbewertet?
3. Positive Effekte auf die chinesische Volkswirtschaft
3.1 Handelsbilanz
3.1.1 Die Nachfragefunktion in der offenen Volkswirtschaft
3.1.2 Die Nettoexporte Chinas
3.2 Ausländische Direktinvestitionen
3.3 Lehren aus der Asienkrise
3.4 Fiskalpolitische Maßnahmen im ZE-AA Modell
4. Gefahren für die chinesische Volkswirtschaft
4.1 Devisenreserven
4.2 Inflation
4.3 Importierte Inflation
5. Zusammenfassung und Fazit
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Wechselkurspolitik der Volksrepublik China auf die heimische Volkswirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Vorteile durch die Kopplung an den US-Dollar sowie die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen.
2.1 Das Trilemma des Wechselkursregimes
Die Grundlage für jede Form der Währungspolitik offener Volkswirtschaften ist die Wahl des Wechselkursregimes. Je nach Wahl können zwei von drei wichtigen Zielen erreicht werden, die die meisten Regierungen anstreben: Wechselkursstabilität, geldpolitische Autonomie und freie Kapitalströme. Abbildung 1 stellt dieses Trilemma mit den drei angestrebten Zielen an den Eckpunkten dar. Es handelt sich dabei um ein Trilemma, da es unmöglich ist, alle drei Ziele gleichzeitig zu erreichen. (Krugman/Obstfeld, 2009, S. 850 ff., Mundell, 1963)
Jede Regierung kann also eine Seite des Dreiecks wählen und erhält die beiden angrenzenden Vorteile.
Der erhoffte Vorteil eines festen Wechselkurses ist es die Inflation niedrig zu halten und Geldwertstabilität zu gewährleisten. Argentinien hatte zum Beispiel in den neunziger Jahren ein Currency Board. Dabei verpflichtete es sich, zu einem bestimmten Wechselkurs eigene Währung gegen Dollar zu tauschen. Dennoch kam es 2001 zu einer Währungskrise, da es versäumt hatte, seine Schwächen auf dem Arbeitsmarkt und im öffentlichen Finanzwesen ausreichend zu bekämpfen woraufhin die Parität aufgeben musste. (Krugman/Obstfeld, 2009, S. 845 ff.)
Der Euroraum dagegen hat mit dem Euro einen flexiblen Wechselkurs, der eine autonome Geldpolitik für den Euroraum als Ganzes erlaubt. Diese kann für makroökonomische Stabilisierungsmaßnahmen eingesetzt werden, sollte Einigkeit der adäquaten Maßnahmen innerhalb des Eurosystems bestehen. Zwar ist dies selten der Fall, jedoch bietet die gemeinsame Währung auch Planungssicherheit innerhalb des Eurosystems. Wechselkursschwankungen gegenüber anderen Währungen dagegen müssen in Kauf genommen werden, welche mit einer gewissen Planungsunsicherheit einhergehen. (Krugman/Wells, 2010, S. 1129-1132)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die internationale Kritik an der chinesischen Währungspolitik und definiert die Forschungsfragen zu den Vorteilen und Gefahren des festen Wechselkurses.
2. Chinas Währungspolitik: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Trilemma der Währungspolitik, skizziert den historischen Verlauf des Renminbi-Kurses und diskutiert die Debatte um eine Unterbewertung der chinesischen Währung.
3. Positive Effekte auf die chinesische Volkswirtschaft: Hier werden die positiven Auswirkungen der Wechselkurspolitik auf die Handelsbilanz, ausländische Direktinvestitionen, die Bewältigung der Asienkrise und die Wirksamkeit der Fiskalpolitik analysiert.
4. Gefahren für die chinesische Volkswirtschaft: Dieses Kapitel behandelt die Risiken, wie die enorme Anhäufung von Devisenreserven, drohende Inflation durch Geldmengenwachstum und die Problematik importierter Inflation aus dem Ausland.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und gibt eine vorsichtige Empfehlung zur Fortsetzung des bisherigen, stetigen Reformpfades.
6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Datenmaterialien.
Renminbi, China, Währungspolitik, Wechselkurs, Handelsbilanz, Devisenreserven, Kapitalverkehrskontrollen, Inflation, Fiskalpolitik, ZE-AA Modell, Asienkrise, Ausländische Direktinvestitionen, Geldpolitik, Dollar-Kopplung, Kaufkraftparität.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Konsequenzen der chinesischen Wechselkurspolitik und deren Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft.
Die Arbeit behandelt die Wechselkursstabilität, die Handelsbilanz, ausländische Investitionen, inflationsbedingte Risiken und die Fiskalpolitik.
Das Ziel ist es, sowohl die Vorteile, die China aus der fixen Wechselkursbindung zieht, als auch die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Gefahren zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle wie das Trilemma, das ZE-AA Modell und das AS-AD Modell, ergänzt durch empirische Analysen und Datenvergleiche.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung, eine Analyse der positiven Effekte (Exportwachstum, Investitionen) und eine detaillierte Betrachtung der Gefahren (Devisenreserven, Inflation).
Renminbi, Wechselkursregime, Handelsbilanz, Devisenreserven, Inflation und Fiskalpolitik stehen im Zentrum der Untersuchung.
China profitierte von seinen Kapitalverkehrskontrollen, die spekulative Abflüsse begrenzten, sowie von einer stabilen, auf Direktinvestitionen basierenden Kapitalstruktur.
Das feste Wechselkurssystem verstärkt die Wirkung fiskalpolitischer Maßnahmen, da expansive Impulse regelmäßig von einer notwendigen expansiven Geldpolitik begleitet werden müssen, um die Parität zu stützen.
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