Diplomarbeit, 2009
126 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Boulevardjournalismus auf dem Vormarsch: Sportberichterstattung im Wandel
2.1 Definition Boulevardjournalismus
2.2 Veränderte Bedingungen für den Sportjournalismus
2.3 Die Rolle des Sportjournalisten im Wandel
2.4 Die Konstante: Ethik in der Sportberichterstattung
3. Der Spielbericht im Fokus: Charakteristika und Abgrenzungen
3.1 Historische Einordnung
3.2 Der Bericht als journalistische Darstellungsform
3.3 Besondere Merkmale des Spielberichts
4. Emotionalisierung der Spielberichterstattung als Indiz für Boulevardjournalismus
4.1 Sensationalisierung
4.2 Personalisierung
4.3 Visualisierung
5. Themensetzung in der Spielberichterstattung
5.1 Gate-Keeper-Prozesse
5.2 Einfluss der Nachrichtenfaktoren
5.3 Agenda Setting
6. Zwischenfazit: Zusammenfassung des Theorieteils
7. Theoretische Einordnung der Untersuchungsobjekte
7.1 Die „Bild“
7.2 Die „Süddeutsche Zeitung“
7.3 Der „Weser-Kurier“
7.4 „Werder.de“
8. Methodik der Inhaltsanalyse
8.1 Inhaltsanalyse als empirsche Methode
8.2 Validität und Reliabilität
9. Operationalisierung, Design, Datengrundlage
10. Forschungsfragen und Hypothesenbildung
11. Ergebnisse
11.1 Sprachliche Ebene
11.2 Inhaltliche Ebene
11.3 Optische Ebene
11.4 Boulevardjournalismus auf drei Ebenen
12. Zusammenfassung der Ergebnisse
12.1 Forschungsfragen im Fokus
12.2 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Spielberichte der Bundesligaspiele von Werder Bremen in der Saison 2007/2008 in verschiedenen Medientypen zu untersuchen, um den Grad der Boulevardisierung zu bestimmen und zu vergleichen. Hierbei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie stark die Berichterstattung in Boulevardmedien, überregionalen Qualitätszeitungen, Regionalpresse und vereinseigenen Online-Angeboten boulevardjournalistische Merkmale aufweist.
4. Emotionalisierung der Spielberichterstattung als Indiz für Boulevardjournalismus
Sport lebt von und mit Emotionen. Gerade im Fußball-Sport sind Gefühle wie Freude, Wut, Enttäuschung etc. essentiell für das Mitfiebern und das Miterleben des Sports. Zwar haben Fernsehen und Hörfunk zweifelsohne die besseren Möglichleiten Emotionen in der Spielberichterstattung per Bild und Ton zu transportieren, doch auch geschriebene Spielberichte können emotional aufbereitet sein. Insbesondere Boulevardmedien bedienen sich eines emotionalen Stils in der Berichterstattung und legen großen Wert auf die emotionale Komponente bei der Darstellung von Ereignissen. Ludwig stellte bereits 1987 fest, dass die Sportberichterstattung grundsätzlich dazu neigt „emotional aufgeladen“ zu sein dennoch darf eine hohe Emotionalität in der Spielberichterstattung schon per Definition (vgl. 2.1) als ein wesentliches Indiz für Boulevardjournalismus herangezogen werden. Die vorigen Ausführungen dieser Arbeit begründen diese Herangehensweise zusätzlich.
Emotionen erzeugen Nähe zum Geschehen und indem die Sportberichterstattung emotional aufgeladen ist, kann die Aufmerksamkeit des Lesers über Gefühle gefesselt werden. Ausschlaggebend für diese Wirkung ist ein emotionaler Stil in der Berichterstattung und damit einhergehend eine emotionale Sprache. „Das Wortfeld ist zu untergliedern in die Bereiche Angst und Schrecken, Nervosität und Verwirrung, Trauer, Leid und Enttäuschung, Ärger, Wut und Zorn, Stimmung und Jubel, Sensation und Spannung, Unabwendbares, Unheimliches und Wunderbares.“
Ferner tragen ein einfacher Stil, eine verständliche Schreibweise sowie Verstärkungen aller Art, die Vorliebe für sprachliche Bilder, der Gebrauch von Ausrufen und ausdrucksstarke Wortkreationen zur Emotionalisierung in der Sportberichterstattung bei. Auch ein humoristischer, satirischer oder gar beleidigender Stil ist ein Element der Emotionalisierung. Darüber hinaus kann der Leser mit einem kurzen Satzbau, einem telegrammartigen Stil, mit dem der tempo- und ereignisreiche Ablauf des sportlichen Geschehens rekonstruiert wird, an den Text gebunden werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass die Sportberichterstattung zunehmend boulevardisiert wird, und stellt das Forschungsinteresse an den Werder-Bremen-Spielberichten der Saison 2007/2008 dar.
2. Boulevardjournalismus auf dem Vormarsch: Sportberichterstattung im Wandel: Hier werden Ursachen und Bedingungen des Wandels im Sportjournalismus hin zur Boulevardisierung sowie die Rolle des Journalisten und ethische Konstanten beleuchtet.
3. Der Spielbericht im Fokus: Charakteristika und Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden der prototypische Spielbericht, seine historische Einordnung und seine Funktion als Basis der Sportberichterstattung definiert.
4. Emotionalisierung der Spielberichterstattung als Indiz für Boulevardjournalismus: Das Kapitel erläutert, wie durch Sensationalisierung, Personalisierung und Visualisierung Emotionen transportiert werden, um Boulevardmerkmale nachzuweisen.
5. Themensetzung in der Spielberichterstattung: Hier wird der Prozess der Themenfindung durch Gate-Keeper, Nachrichtenfaktoren und Agenda-Setting beschrieben.
6. Zwischenfazit: Zusammenfassung des Theorieteils: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zu den Boulevardaspekten zusammen und bildet die Basis für den folgenden Analyseteil.
7. Theoretische Einordnung der Untersuchungsobjekte: Die untersuchten Medien – „Bild“, „Süddeutsche Zeitung“, „Weser-Kurier“ und „Werder.de“ – werden im Kontext ihrer Medientypen kurz vorgestellt.
8. Methodik der Inhaltsanalyse: Das Kapitel beschreibt die quantitative Inhaltsanalyse, deren Validität und Reliabilität als wissenschaftliche Methode für die vorliegende Arbeit.
9. Operationalisierung, Design, Datengrundlage: Hier werden das Untersuchungsdesign, der Zeitraum, die Auswahl der 132 Spielberichte und die statistische Auswertung dargelegt.
10. Forschungsfragen und Hypothesenbildung: Dieses Kapitel führt die zentralen und untergeordneten Forschungsfragen sowie die Hypothesen der Untersuchung ein.
11. Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden aufgeteilt in die sprachliche, inhaltliche und optische Ebene detailliert dargestellt und analysiert.
12. Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die zentralen Befunde der Inhaltsanalyse zusammen und zieht ein Fazit zur Boulevardisierung in der Spielberichterstattung.
Boulevardjournalismus, Sportberichterstattung, Spielbericht, Inhaltsanalyse, Werder Bremen, Fußball-Bundesliga, Sensationalisierung, Personalisierung, Visualisierung, Mediensport, Boulevardisierung, Printmedien, Online-Sportjournalismus, Agenda Setting, Nachrichtenfaktoren.
Die Arbeit untersucht den Wandel der Sportberichterstattung hin zum Boulevardjournalismus am Beispiel von Spielberichten der Fußball-Bundesliga-Saison 2007/2008 mit Beteiligung von Werder Bremen.
Die Studie fokussiert sich auf die Merkmale des Boulevardjournalismus, wie Sensationalisierung, Personalisierung und Visualisierung, sowie auf die Themensetzung in der Sportpresse.
Das Hauptziel ist zu ermitteln, ob und wie stark die Spielberichterstattung ausgewählter Medien Boulevardcharakter aufweist und wie sich diese Medien diesbezüglich unterscheiden.
Der Autor nutzt die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse, um formale, sprachliche, inhaltliche und optische Kriterien der Spielberichte systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über den Wandel des Sportjournalismus und eine empirische Inhaltsanalyse der Berichte von vier unterschiedlichen Medien.
Zu den zentralen Begriffen zählen Boulevardjournalismus, Sportberichterstattung, Inhaltsanalyse, Personalisierung, Sensationalisierung und Werder Bremen.
Die „Bild“-Zeitung weist nach der Untersuchung am stärksten ausgeprägte Boulevardmerkmale auf, nutzt deutlich häufiger dramatische Wortkreationen und setzt eine höhere Anzahl an Bildern ein.
Überraschenderweise weist auch die vereinseigene Homepage boulevardjournalistische Tendenzen auf, wenngleich diese meist in abgeschwächter Form gegenüber Boulevard-Printmedien auftreten.
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