Bachelorarbeit, 2010
70 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einleitung
I. Hintergrund der Themenwahl
II. Untersuchungsgegenstand
B. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
I. Förderfonds der EU
II. Rechtliche Grundlagen des EFRE
III. Zielsetzungen des EFRE
1. „Konvergenz“
2. „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“
3. „Europäische territoriale Zusammenarbeit“
IV. Analyse des Wirtschaftsstandorts Sachsen-Anhalt
1. Wichtige Merkmale des Landes
2. Verteilung des primären, sekundären und tertiären Sektors
3. Wirtschaftswachstum, BIP und Pro-Kopf-Einkommen
V. Rückblick auf die Strukturfondsperiode 2000 – 2006
VI. Rahmen der Programmplanung
1. Kohäsionspolitik der EU
2. Nationaler strategischer Rahmenplan
VII. Strategie für den Einsatz der EFRE- Mittel
1. Prioritätsachse 2 unter Berücksichtigung der Lissabon-Strategie
a) Ziel
b) Instrumente
2. Earmarking
C. Umsetzung mittels des KMU-Darlehensfonds in der Investitionsbank Sachsen-Anhalt
I. KMU-Darlehensfonds
1. Zusammenhang zwischen den Finanzierungsproblemen bei der Hausbank, Vorgaben durch Basel II und dem KMU-Darlehensfonds
a) Kreditrationierung
b) Festlegungen durch Basel II
c) Funktion und Bedeutung eines Ratings
2. Vertragliche Grundlagen
a) Geschäftsbesorgungsvertrag
b) Unternehmensplan
c) Finanzierungsvereinbarung
3. Finanzierung des Fonds
4. Haftungsfreistellung
5. Verwaltung des Fonds – revolvierender Fonds
a) Grundsätzliches zur Verwaltung des KMU- Darlehensfonds
b) Entnahme von Verwaltungskosten
d) Prinzip der intertemporalen Optimierung
e) Vorteile gegenüber der zuschussbasierten Förderung
II. Produkte der Investitionsbank Sachsen-Anhalt
1. Gemeinsamkeiten der Produkte
a) Sachsen-Anhalt IMPULS
b) Sachsen-Anhalt MUT
c) Sachsen-Anhalt WACHSTUM
d) Sachsen-Anhalt IDEE
III. Definition Kleinstunternehmen / KMU
IV. Abgrenzung zu Unternehmen in Schwierigkeiten
V. Auswirkungen der Wirtschaftskrise
1. Wirtschaftskrise in Sachsen-Anhalt
2. Änderung der Rechtsgrundlage des KMU-Darlehensfonds
D. Probleme in der Praxis
I. Besicherung der Darlehen und Insolvenz der Unternehmen
II. Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie in das deutsche Recht und deren Auswirkung auf Produkte des KMU- Darlehensfonds
1. Verbraucherkreditrichtlinie
2. Umsetzung in das deutsche Recht - Bereichsausnahme
3. Auswirkungen auf die Produkte des KMU-Darlehensfonds
a) Begrenzter Personenkreis
b) Rechtsvorschriften im öffentlichen Interesse
c) Für den Darlehensnehmer günstigere als marktübliche Bedingungen und höchstens der marktübliche Sollzinssatz
E. Bedeutung und Bewertung des KMU- Darlehensfonds für Sachsen-Anhalt im Hinblick auf den Konvergenz- prozess
I. Bedeutung
II. Bewertung
III. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Land Sachsen-Anhalt Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur gezielten Wirtschaftsförderung einsetzt, wobei der KMU-Darlehensfonds als zentrales Finanzierungsinstrument analysiert wird, um festzustellen, inwiefern die EU-Zielsetzungen realisiert werden.
c) Funktion und Bedeutung eines Ratings
Neben einem externen Rating, welches von Ratingagenturen wie Standard & Poor's oder Moody's angefertigt wird, gibt es die Möglichkeit interne Ratings durch das Kreditinstitut anzufertigen. Hierzu bedarf es jedoch einer Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin).
Ein Rating setzt sich zusammen aus dem Ratinginformationsbogen, den Bilanzzahlen/ -rating, der Segmentbezeichnung, den Haftungsverbünden und Warnsignalen. Durch gezielte Fragen beispielsweise zur Person des Geschäftsführers und dessen kaufmännische Ausbildung und Erfahrung, werden neben den obigen Kennzahlen wichtige Informationen über das Personalmanagement und die Wettbewerbssituation erfasst. Aufgrund der Gesamtheit der auf diese Weise gesammelten Informationen, wird eine Ratingnote, in der die einzelnen Komponenten unterschiedlich stark gewertet werden, generiert.
Die Ratingnote entscheidet über die Gewährung eines Kredits und den damit verbundenen Konditionen.
In jedem Fall ist eine gründliche Finanzplanung seitens des Kreditnehmers notwendig. Somit sinkt nicht nur der Kreditzins sondern auch das Risiko einer Zielverfehlung des zu finanzierenden Projekts. Auf der anderen Seite versucht das Kreditinstitut durch ein Rating die zahlungsfähigen Kreditnehmer heraus zu filtern und nur deren Projekte zu finanzieren. Demzufolge entsteht vor allem für Existenzgründer, die nur Planzahlen beibringen können, die Gefahr, durch ein schlechtes Rating mit erheblichen Kosten (Kreditzins) belastet zu werden.
Es bleibt festzustellen, dass dem Mittelstand Investitionen durch die Kreditrationierung erschwert werden, auch Existenzgründer sind im Wesentlichen auf die Vergabe von Krediten angewiesen. Aus dem nunmehr vorgeschriebenen Rating lässt sich die individuelle Leistungsfähigkeit des Unternehmens ableiten und daraufhin werden die spezifischen Konditionen bestimmt.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von KMU für die Wirtschaft und die Schwierigkeiten bei der Kreditfinanzierung, die eine staatliche Förderung notwendig machen.
B. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und Zielsetzungen des EFRE sowie die wirtschaftliche Ausgangslage in Sachsen-Anhalt.
C. Umsetzung mittels des KMU-Darlehensfonds in der Investitionsbank Sachsen-Anhalt: Hier wird der KMU-Darlehensfonds als Finanzierungsinstrument detailliert vorgestellt, einschließlich der vertraglichen Grundlagen und der Produktpalette.
D. Probleme in der Praxis: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten bei der Besicherung von Krediten und die Auswirkungen neuer gesetzlicher Vorgaben wie der Verbraucherkreditrichtlinie.
E. Bedeutung und Bewertung des KMU- Darlehensfonds für Sachsen-Anhalt im Hinblick auf den Konvergenz- prozess: Den Abschluss bildet eine Evaluierung der Fondsaktivitäten hinsichtlich ihrer Zielerreichung und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
EFRE, KMU-Darlehensfonds, Sachsen-Anhalt, Wirtschaftsförderung, Konvergenz, Europäische Union, Finanzierungsinstrumente, revolvierender Fonds, Basel II, Kreditrationierung, Rating, Strukturfonds, Investitionsbank, Wirtschaftskrise, Fördermittel
Die Arbeit analysiert die Verwendung von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) am Beispiel des KMU-Darlehensfonds in Sachsen-Anhalt.
Die zentralen Themen umfassen die europäische Regionalförderung, die wirtschaftliche Lage in Sachsen-Anhalt, die Struktur der Investitionsbank Sachsen-Anhalt sowie die Praxis der Kreditvergabe an KMU unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen.
Das Hauptziel besteht darin, darzustellen, wie Sachsen-Anhalt EU-Fördermittel nutzt, und zu bewerten, inwiefern dies zur wirtschaftlichen Konvergenz und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Analyse der EU-Rechtsgrundlagen, statistischer Auswertung von Wirtschaftsdaten und einer praxisorientierten Untersuchung der Abläufe in der Investitionsbank.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, die spezifischen Produkte des Darlehensfonds, das Prinzip des revolvierenden Fonds und die Herausforderungen bei der Besicherung und Insolvenzprävention.
Die wichtigsten Begriffe sind EFRE, KMU-Darlehensfonds, Investitionsbank Sachsen-Anhalt, revolvierende Fonds, Kreditrationierung, Basel II und Konvergenzprozess.
Die Regelung ist ein steuerungspolitisches Instrument, das festlegt, dass geplante Förderausgaben innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens getätigt werden müssen, was Auswirkungen auf die Effizienz der Mittelvergabe hat.
Die Wirtschaftskrise erforderte eine Anpassung der Rechtsgrundlagen des Fonds, um Unternehmen eine bessere Liquiditätssicherung und den Zugang zu Krediten auch unter erschwerten Bedingungen zu ermöglichen.
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