Magisterarbeit, 2007
159 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
3 Die Geschichte der deutschen Filmförderung
3.1 Filmförderung vor 1945
3.1.1 1895 bis 1914 – Die Gründerzeit des Films
3.1.2 1914 bis 1918 – Der Erste Weltkrieg
3.1.3 1918 bis 1927 – Die Stummfilmzeit
3.1.4 1927-1933 – die frühe Tonfilmära
3.1.5 1933-1945 – Filmförderung im Nationalsozialismus
3.1.6 Nach 1945 – Entflechtung und Reprivatisierung der Filmwirtschaft
3.2 1950 bis 1955 – Bürgschaftsaktionen des Bundes
3.3 1955 bis 1962 – künstlerische Flaute und das Oberhausener Manifest
3.4 Ab 1951 – Filmbewertungsstelle Wiesbaden
3.5 Ab 1951 – Kulturelle Filmförderung des Bundes
3.6 Ab 1965 – Kuratorium junger deutscher Film
3.7 Ab 1968 – Filmförderungsgesetz / Filmförderungsanstalt
3.7.1 FFA: 1968 bis 1978
3.7.2 FFA: 1978 bis 1987
3.7.3 FFA: 1987 bis 1998
3.7.4 Film- und Fernsehabkommen
3.8 Länderförderungen
3.8.1 Medienstiftung Schleswig-Holstein – Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke in Schleswig-Holstein mbH
3.8.2 Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e. V.
3.8.3 nordmedia - Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
3.8.4 Film- und Medienbüro Niedersachsen e. V.
3.9 Zusammenfassung
4 Aktuelle Probleme in der deutschen Filmförderung
4.1 Zersplitterung als Ursache des Problems
4.2 Rückzug des Staates aus der Kulturförderung
4.3 Fehlende Ausbildungsmöglichkeiten
4.4 Zusammenfassung
5 Jugendfilmförderung
5.1 Institutionen der Jugendfilmförderung
5.1.1 Bundesverband Jugend und Film e. V.
5.1.2 LAG Jugend und Film Schleswig-Holstein
5.1.3 LAG Jugend und Film Niedersachsen e. V.
5.1.4 Unabhängige Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien
5.1.5 Niedersächsische Landesmedienanstalt
5.1.6 Weitere Institutionen
5.2 Aktivitäten der Jugendfilmarbeit
5.2.1 Seminare und Workshops
5.2.2 Lernort Kino / Schulfilm-Tournee / Schulkino-Wochen
5.2.3 Filmfeste, Filmtage, Wettbewerbe
5.2.4 Mobiles Kino Niedersachsen
5.2.5 Filmtournee unterwegs
5.2.6 Technik, Beratung, monetäre Förderung
5.3 Probleme der Jugendfilmförderung
6 Experteninterviews
6.1 Zur Auswahl der Experten
6.2 Zur Konstruktion des Interview-Leitfadens
6.3 Zur Verschriftlichung der Interviews
7 Sichtweise der Experten
7.1 Jugendfilmförderung – eine Baustelle
7.1.1 Institutionelle Förderung für die LAG Film NDS
7.1.2 Zusammenarbeit mit dem Film- und Medienbüro Niedersachsen
7.1.3 Öffnung der Uelzener Filmtage
7.1.4 Einführung einer monetären Jugendfilmförderung in Niedersachsen
7.1.5 Ausweitung der Seminartätigkeiten
7.1.6 Intensivierung der Zusammenarbeit mit Schulen
7.1.7 Intensive Vernetzung der Institutionen im Land
7.2 Zusammenfassung
8 Fazit und Ausblick
9 Literaturverzeichnis
10 Anhang
10.1 Leitfaden
10.2 Transkripte der Experteninterviews
10.2.1 Interview Ulrich Ehlers (LAG Film SH)
10.2.2 Interview Norbert Mehmke (LAG Film NDS)
10.2.3 Interview Jochen Coldewey (nordmedia Fonds GmbH)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen, Probleme und Perspektiven der Jugendfilmförderung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dabei liegt der Fokus nicht auf der rein wirtschaftlichen Betrachtung, sondern auf der makrosoziologischen Untersuchung der Verflechtungen zwischen Filmwirtschaft, Politik und Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der Förderpolitik auf den Filmnachwuchs.
3.1.2 1914 bis 1918 – Der Erste Weltkrieg
1916 existierten etwa 2000 Abspielstätten im Deutschen Reich. Diese Ladenbuden hießen im Volksmund „Kintopp“. Bis 1914 wurden auch viele ausländische Filme importiert. Sprachprobleme gab es durch den zu dieser Zeit ausschließlich vorhandenen Stummfilm nicht. Asta Nielsen aus Dänemark wurde eine der ersten internationalen Filmstars des deutschen Films.
Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges änderte sich jedoch auch die Filmlandschaft. Der Film wurde als Propagandamittel entdeckt und genutzt. Die patriotischen Filme dienten zur Verfemung des Kriegsgegners und zur Stärkung der Moral der eigenen Truppen.
Die Oberste Heeresleitung hatte dazu am 13.01.1917 bereits das „Bild- und Filmamt“ (Bufa) eingerichtet, um auf den angenommenen Vorsprung des Kriegsgegners bei der filmischen Propaganda zu reagieren. Ende 1917 wurde dann die „Universum-Film AG“ (Ufa) gegründet. Ziel war es, einen staatlich gesteuerten Film-Großkonzern aufzubauen, der nationalen Interessen dienen sollte. Die Ufa war ein Zusammenschluss privater Firmen. Das Startkapital kam von der Reichsregierung, dem Kriegsministerium und der Deutschen Bank und hatte eine Höhe von sieben Millionen Reichsmark.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik der mangelnden Nachwuchsförderung im deutschen Film und formuliert die makrosoziologische Forschungsfrage der Arbeit.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden zentrale Begriffe wie „Filmförderung“, „Jugend“ und „Jugendfilmförderung“ für den Kontext der Arbeit definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Die Geschichte der deutschen Filmförderung: Das Kapitel bietet einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der Filmförderung in Deutschland, von den Anfängen vor 1945 bis hin zu den heutigen Strukturen und Länderförderungen.
4 Aktuelle Probleme in der deutschen Filmförderung: Hier werden die strukturelle Zersplitterung der Filmwirtschaft, der Rückzug des Staates aus der Kulturförderung und das Defizit an Ausbildungsmöglichkeiten als Kernprobleme identifiziert.
5 Jugendfilmförderung: Dieser Teil führt in die aktive und rezeptive Jugendfilmarbeit ein und stellt die relevanten Institutionen in Bund und Ländern vor.
6 Experteninterviews: Beschrieben werden die Auswahl der Experten sowie die methodische Vorgehensweise bei der Konstruktion und Auswertung der geführten Interviews.
7 Sichtweise der Experten: Zusammenführung und Analyse der Expertenmeinungen, insbesondere im Vergleich der Systeme in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit einem Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Förderlandschaft.
Filmförderung, Jugendfilmförderung, Medienkompetenz, Filmwirtschaft, Landesförderung, Nachwuchsförderung, Kulturpolitik, Experteninterviews, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Medienpädagogik, Filmproduktion, Projektförderung, Institutionen, Filmbildung.
Die Arbeit beleuchtet die Geschichte und gegenwärtige Situation der Jugendfilmförderung in Deutschland mit einem speziellen Fokus auf die strukturellen Gegebenheiten und Probleme in den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des deutschen Filmfördersystems, die Analyse regionaler Förderstrukturen, die Bedeutung der Medienkompetenzvermittlung sowie die Auswirkungen aktueller Kürzungspolitik auf die Jugendarbeit.
Das Ziel ist es, die weitreichenden Verflechtungen der Filmwirtschaft mit Politik und Gesellschaft makrosoziologisch aufzuzeigen und die Effizienz der verschiedenen Fördersysteme im Hinblick auf die Nachwuchsförderung zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt einen explorativen Ansatz, der auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie auf drei themenzentrierten Experteninterviews mit Akteuren aus dem Bereich der Jugendfilmförderung basiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den aktuellen Problemen der Filmförderung (Zersplitterung, Sparpolitik), der Vorstellung relevanter Institutionen und der Auswertung der Experteninterviews zur Sichtweise auf die aktuelle Situation.
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Filmförderung, Jugendfilmförderung, Medienkompetenz, Nachwuchsförderung, Strukturvergleich (Niedersachsen/Schleswig-Holstein) und Förderpolitik.
Die Zentralisierung durch die Gründung der 'nordmedia' wird als wesentliche Veränderung analysiert, die zwar betriebswirtschaftliche Synergien anstrebt, jedoch laut Experten zu einem Wegfall institutioneller Förderung für den Nachwuchsbereich führte.
Im Gegensatz zu Niedersachsen wird in Schleswig-Holstein die LAG Film SH noch institutionell gefördert, was ein breiteres und stabileres Angebot für die Nachwuchsförderung ermöglicht.
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