Masterarbeit, 2024
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Kompetenzerwerb und Kompetenzerfassung in der beruflichen Bildung
2.1 Das Cognitive Apprenticeship als Ansatz handlungstheoretischen Lernens
2.2 Die Taxonomiestufen nach Bloom zur Operationalisierung von Lernzielen
3 Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens
4 Zur Geschichte der Kosmetik und des Kosmetikberufs
4.1 Der Kosmetikberuf – ein Gesundheitsberuf?
5 Gesetze und Verordnungen als Rechtsgrundlage des Kosmetikberufs
6 Analyse der Ausbildung zum/zur Kosmetiker*in
6.1 Einordnung der Ausbildung in den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)
6.2 Analyse der Ausbildungsverordnung und des Rahmenlehrplans
7 KORA_kos: Das Kompetenzraster für die Ausbildung von Kosmetiker*innen
8 Fazit
Die Arbeit analysiert die bestehende Ausbildung von Kosmetiker*innen im Kontext der beruflichen Bildung und erweitert das bestehende Kompetenzraster ‚KORA‘ zum neuen Modell ‚KORA_kos‘, um eine kompetenzorientierte Ausbildung zu ermöglichen, die den Anforderungen der Branche und rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht wird.
Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens
Ein Kompetenzraster ist ein pädagogisches Instrument zur strukturierten Darstellung von Kompetenzen, die für bestimmte Tätigkeiten oder Aufgaben erforderlich sind. Dabei werden die verschiedenen Kompetenzen in einer Matrix visualisiert und das Wissen, Fähigkeiten und Verhalten aufsteigenden Kriterien stufenweise formuliert:
„Innerhalb dieser Darstellung sind Kriterien aufgeführt, was gelernt werden soll und welche Qualifikationsstufen ausgewiesen werden, das heißt wie etwas beherrscht wird. Kompetenzraster sind demnach geeignet, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sich jemand ausweisen kann, offenzulegen und finden im Rahmen verschiedener Kontexte Verwendung.“
Für die berufliche Bildung können Kompetenzraster eingesetzt werden, um Kompetenzen darzustellen und zu messen, die überfachlich für den jeweiligen Ausbildungsberuf benötigt werden, dabei steht die Handlungskompetenz im Mittelpunkt.
Das Kompetenzraster kann im Sinne der Lernortkooperation im dualen Ausbildungssystem sowohl von den ausbildenden Betrieben als auch von den berufsbildenden Schulen angewendet werden: „Kurz gesagt bilden Kompetenzraster ein Curriculum in Form einer Matrix ab.“ Das Raster kann dabei helfen, den aktuellen Kompetenzstand, der individuell von den Lernenden ausgeht, zu erfassen, um dann zu erörtern, welches Kompetenzniveau über den Lernprozess entwickelt und erreicht werden soll:
„Ziel ist es, für jede Kompetenzdimension das bei dem Schüler ausgeprägt ist, das Niveau als ‚eine Art Startlinie‘ zu bestimmen. Dies soll Schüler und Lehrer in die Lage versetzen, die jeweils nächsten Schritte zu bestimmen. Es ist dann auch möglich im Kompetenzraster zu vermerken, welches Niveau als Lernziel angestrebt wird. Zwischen Start- und Zielpunkt ist dann ‚Handlungsbedarf‘.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Kosmetikberufs ein und definiert die Zielsetzung, ein Kompetenzraster für diese spezifische Ausbildung zu entwickeln.
2 Kompetenzerwerb und Kompetenzerfassung in der beruflichen Bildung: Kapitel 2 erläutert theoretische Modelle wie Cognitive Apprenticeship und Bloom'sche Taxonomiestufen, die als Grundlage für kompetenzorientiertes Lernen dienen.
3 Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens: Hier wird der theoretische Nutzen von Kompetenzrastern als Matrix für die Ausbildung und zur Messung von Handlungskompetenz dargestellt.
4 Zur Geschichte der Kosmetik und des Kosmetikberufs: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Körperpflege von der Antike bis heute nach und diskutiert die Einordnung als Gesundheitsberuf.
5 Gesetze und Verordnungen als Rechtsgrundlage des Kosmetikberufs: Eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Abgrenzung von kosmetischen Behandlungen zu medizinischen Eingriffen.
6 Analyse der Ausbildung zum/zur Kosmetiker*in: Untersuchung der aktuellen Ausbildungsstruktur und deren Verortung innerhalb der deutschen Bildungslandschaft sowie Analyse der Lehrpläne.
7 KORA_kos: Das Kompetenzraster für die Ausbildung von Kosmetiker*innen: Das Kernkapitel präsentiert das entwickelte Modell KORA_kos, welches Kompetenzbereiche und Niveaustufen für die Ausbildung strukturiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das neue Modell KORA_kos als pädagogisches Instrument für eine modernere, kompetenzorientierte Kosmetikausbildung.
Kompetenzraster, KORA_kos, berufliche Bildung, Kosmetikberuf, Handlungskompetenz, Cognitive Apprenticeship, Taxonomie nach Bloom, Rahmenlehrplan, Kompetenzerfassung, Körperpflege, Gesundheitsberuf, Ausbildungsverordnung, Berufsgeschichte, Lernfeldkonzept, pädagogische Instrumente
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und systematischen Erweiterung der Kompetenzerfassung in der Ausbildung von Kosmetiker*innen durch die Entwicklung eines spezifischen Kompetenzrasters namens KORA_kos.
Die zentralen Themen sind die berufspädagogische Theorie zur Kompetenzentwicklung, die historische Entwicklung und Einordnung des Kosmetikberufs, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Berufsausübung sowie die praktische Modellierung von Ausbildungsinhalten.
Das primäre Ziel ist es, ein transparentes und strukturiertes Instrument (KORA_kos) zu schaffen, das die Ausbildung von Kosmetiker*innen kompetenzorientiert und handlungstheoretisch fundiert abbildet.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie eine systematische Analyse von Ausbildungsordnungen, Rahmenlehrplänen und rechtlichen Verordnungen, um darauf aufbauend ein neues Kompetenzraster zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Kompetenzerwerbs, einen historischen Abriss des Berufs, eine tiefgehende rechtliche Analyse zur Abgrenzung von Kosmetik und Medizin sowie die konkrete Strukturierung des Modells KORA_kos.
Schlüsselwörter sind unter anderem Kompetenzraster, Handlungskompetenz, berufliche Bildung, Kosmetikausbildung und Berufsrecht.
Eine Abgrenzung ist aufgrund strenger rechtlicher Vorgaben (wie NiSV, Heilpraktikergesetz) essenziell, da Kosmetiker*innen nur an gesunder Haut arbeiten dürfen und medizinische Eingriffe Ärzten oder Heilpraktikern vorbehalten sind.
KORA_kos adaptiert das bestehende Modell KORA speziell für die Anforderungen der Kosmetikausbildung und ergänzt den spezifischen Bereich der gesundheitserhaltenden Maßnahmen, der für das Berufsprofil der Kosmetiker*innen entscheidend ist.
Sie dienen dazu, Lernziele in aufsteigender kognitiver Komplexität zu operationalisieren, wodurch eine stufenweise Entwicklung der Kompetenzen im KORA_kos-Modell erst messbar gemacht wird.
Nein, der Kosmetikberuf ist kein medizinischer Beruf, bewegt sich jedoch an einer Schnittstelle, da er gesundheitserhaltende präventive Aspekte beinhaltet, was eine ständige rechtliche und inhaltliche Abgrenzung erforderlich macht.
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